19.07.2011, 14:34 Uhr | ts
Zahnprobleme als Grund für eine Krankschreibung (Foto: Archiv)
In den ostdeutschen Bundesländern fehlen Arbeitnehmer häufiger infolge von Zahnerkrankungen als im Westen. Dies zeigt der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Ostdeutsche fehlen zudem insgesamt länger und bekommen mehr Medikamente verordnet als Westdeutsche.
In den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen führen Zahnerkrankungen nach Angabe der TK mittlerweile häufiger zu Arbeitsausfällen als Rückenschmerzen. Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt. Hier blieben 67 von 1000 Versicherten im vergangenen Jahr mindestens einmal aufgrund einer Zahnerkrankung ihrem Arbeitsplatz fern. Am seltesten hatten die Saarländer Probleme mit ihren Zähnen.
Bereits 2006 hatte eine Studie zur Mundgesundheit signifikante Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland aufgezeigt. Die Autoren dieser Studie vermuteten die Unterschiede in den unterschiedlichen sozialen Verhältnissen. Eine begründete Ursachenforschung steht jedoch aus. "Wir haben hierfür keine Erklärung", kommentiert Heike Grodde von der TK-Sachsen-Anhalt die aktuellen Zahlen.
Schöne Zähne fangen mit dem Putzen an. Bei starken Verfärbungen hilft aber nur professionelle Zahnreinigung. zum Video
Der TK-Gesundheitsreport zeigt weitere gravierende Unterschiede zwischen Ost und West. So fehlen ostdeutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt länger als ihre westdeutsche Kollegen. Die längsten Fehlzeiten hat Mecklenburg-Vorpommern mit 15,5 Fehltagen pro Jahr, die kürzesten Baden-Württemberg mit rund zehn Fehltagen. Sachsen-Anhalt ist Spitzenreiter was die Arzneiverordnung betrifft. Dort wurden 2011 durchschnittlich 209 Tagesdosen verordnet. Im Baden-Württemberg und Bayern waren es hingegen 168 Tagesdosen. Auch für diese regionalen Unterschiede stehe eine Erklärung noch aus, so TK-Sprecherin Grodde. Andere Krankenkassen kommen zu ähnlichen Ergebnissen. So verzeichnet die Fehlzeiten-Studie der KKH-Allianz ebenfalls einen Ost-West-Unterschied beim Krankenstand.
Doch der TK-Gesundheitsreport belegt nicht nur regionale, sondern auch geschlechtsspezifische Unterschiede. Frauen gehen häufiger zum Arzt und werden öfter krankgeschrieben als Männer. Am häufigsten fehlen die Deutschen aufgrund einer Erkältung und von Rückenbeschwerden. Immer mehr Arbeitnehmer bleiben ihrer Arbeit wegen einer psychischer Erkrankung fern. Der Zuwachs betrug bei den TK-Versicherten 2011 fast 14 Prozent im Verhältnis zum Vorjahr. Dabei sind Frauen stärker von psychischen Erkrankungen betroffen als Männer.
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ts
Jill schrieb:
am 20. Juli 2011 um 23:35:59
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Na toll
In Ostdeutschland sind die elektrischen Zahnbürsten weniger bekannt, die im Rest des Landes öfter verwendet werden. Wer eine
schlechtere Zukunftsperspektive hat, ist öfter krank. Frauen nehmen die Vorsorgeuntersuchungen wahr, Männer nicht, dafür sind Männer länger krank geschrieben und sterben früher. Der Druck in den Firmen stieg extrem in der Wirtschaftskrise, das Betriebsklima wurde härter, die psychische Belastung enorm=mehr weib.Angestellte beim Psycho-Doc. Männer trinken eher. Noch Fragen?
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