24.11.2009, 13:33 Uhr | tze
Organspendeausweis (Foto: dpa)
"Es müsste bei uns zum guten Ton gehören, einen Organspendeausweis zu haben", findet Dr. Reinhard Pregla vom Deutschen Herzzentrum in Berlin. Doch es besteht noch Nachhol- und Informationsbedarf. Bei einer repräsentativen Umfrage gab jeder zweite Deutsche an: "Ich bin bereit zur Organspende, aber ich besitze keinen Organspendeausweis." Dabei kann sich jeder völlig unkompliziert und unbürokratisch einen Organspendeausweis besorgen. Wir erklären, was er aussagt und wo man ihn bekommt.
Den standardisierten Organspendeausweis der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bekommt man kostenlos in vielen Arztpraxen oder Apotheken. Man kann ihn auch über das Internet bei der BZgA bestellen. Noch bequemer ist es, ihn hier direkt herunterzuladen. Sie können ihn am PC ausfüllen und ausdrucken:
Organspendeausweis jetzt herunterladen (PDF)
Man muss also weder eine Behörde besuchen noch einen Antrag stellen oder sich erst vom Arzt untersuchen lassen. Theoretisch könnte man sogar auf einem Blatt Papier formlos seine Bereitschaft zur Spende aller oder einzelner Organe bekunden. Praktischer ist jedoch der scheckkartengroße Vordruck, auf dem man Namen und Adresse einträgt und ankreuzen kann, in welchem Umfang man zur Organspende bereit ist. So wird im Organspendeausweis angekreuzt, ob man im Todesfall alle oder nur bestimmte Organe spenden möchte. Umgekehrt kann man der Entnahme von Organen und Gewebe generell widersprechen.
Es ist auch möglich, in dem Dokument Personen zu benennen, die nach dem Tod entscheiden sollen, ob Organe entnommen werden dürfen. Weil aber eine solche Entscheidung für die Hinterbliebenen meistens sehr schwierig ist, sollte man sich nicht scheuen, im Familien- oder Freundeskreis offen über die eigene Haltung zur Organspende zu sprechen. Im Idealfall schafft der Ausweis Klarheit über den Willen des Verstorbenen.
Vielfältige Faktoren und Lebensumstände beeinflussen die persönliche Meinung für oder gegen Organspende. Wichtig zu wissen: Wer einen Organspendeausweis ausfüllt, legt sich damit nicht endgültig fest. Man kann jederzeit seine Bereitschaft zur Spende widerrufen, einschränken oder ausweiten. Dann wird einfach ein neuer Ausweis entsprechend ausgefüllt und der alte vernichtet. Die Angaben auf dem Dokument werden bei keiner Behörde oder Datenbank gespeichert.
Am besten steckt man den Organspendeausweis zu den anderen wichtigen Dokumenten, die man immer bei sich trägt, wie Personalausweis und Führerschein. In einem Notfall finden die Rettungskräfte dann schnell die wichtigsten Papiere und können Angehörige verständigen.
Fragen rund um das Thema Organspende beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung am kostenlosen Infotelefon unter der Nummer 0800 / 9040400.
tze
monual schrieb:
am 1. März 2012 um 23:52:07
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(0)
@Tom
Ich kann Tom nur zustimmen: Wer als OP Pfleger einmal mitgekriegt hat, wie unwürdig bei Explantationen lebende Menschen ausgeschlachtet
und als Abfall zurück gelassen werden, will auch kein Organ von einem "Spender" haben.
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Martin schrieb:
am 1. März 2012 um 19:43:35
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Organspende
Ich finde der Gesetzgeber sollte mutiger sein. Jeder Bürger kann doch beim Antrag auf einen neuen Personaausweis gefragt werden
ob er spenden will oder nicht. Das wird dann auf dem Ausweis vermerkt und gut ist.
Wenn ich mich dann umentscheide, muss ich halt einen neuen Ausweis beantragen (mit den entsprechenden Kosten) und gut ist.
Was wir jetzt haben ist doch mal wieder nicht bis zu ende gedacht. 70% wollen angeblich spenden... wetten von 100 verschickten Briefen kommen dann nur 5 zurück.....
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Schleicher schrieb:
am 30. August 2011 um 10:29:24
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Organspende
Ich lebe nun schon zehn Jahre mit einer Niere, die mir von meiner Frau als Lebendspende transplantiert wurde. Jeder sollte sich
mit dem Gedanken befassen und überlegen, ob er so, einem anderen Menschen helfen möchte.
Das Leben ist schön !
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