13.01.2011, 12:46 Uhr | dpa
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt am Main ist die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspenden. Sie unterstützt Krankenhäuser mit Intensivstation in Deutschland bei allen Fragen und Abläufen - von der Spendermeldung über das Angehörigen-Gespräch bis zur Entnahme. Stirbt ein Spendewilliger begleitet die DSO alle Abläufe - vom Feststellen des Hirntods bis zur Transplantation.
Dazwischen liegen Gespräche mit den Angehörigen, die medizinische Untersuchung des Verstorbenen, Maßnahmen zur Erhaltung der Organe, die Übermittlung der Spenderdaten an die europäische Zentralstelle, die Organentnahme und der Transport der lebensrettenden Fracht in die Transplantationszentren. Partner der DSO sind rund 1400 Krankenhäuser mit Intensivstation und rund 50 Transplantationszentren. Die DSO übernimmt auch die Zusammenarbeit mit der internationalen Vermittlungsstelle für Spenderorgane (Eurotransplant). Finanziert wird die DSO von den Krankenkassen. Grundlage ihrer Arbeit ist das 1997 in Kraft getretene Transplantationsgesetz.
Die in Frankfurt ansässige Stiftung ist ausschließlich für postmortale Organspenden, also nach dem Hirntod eines Organspender, verantwortlich. Zurzeit können laut DSO Niere, Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm gespendet werden. Daneben sind so genannte Lebendspenden einer Niere und von teilen der Leber möglich.
dpa
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