17.11.2011, 13:38 Uhr | dpa, t-online
Nutella führt Verbraucher in die Irre.
Die Ferrero Deutschland GmbH steht wegen ihres beliebten Brotaufstriches Nutella unter Beschuss. Grund sind die verwirrenden Nährwertangaben auf der Lebensmittelverpackung. Der Prozentsatz der empfohlenen Tagesmenge an Fett und Vitaminen wurde auf Basis unterschiedlicher Grundmengen berechnet. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main gab einer entsprechenden Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) statt.
Die auf dem Nutella-Glas befindlichen Vitamin- und Nährwertangaben waren zwar korrekt aber nicht eindeutig genug, da es sich um unterschiedliche Bezugsgrößen handelte. Der Prozentsatz der empfohlenen Tagesmenge von Nährstoffen wie Fett und Kohlenhydraten wurde bisher anhand einer Portion von 15 Gramm errechnet. In einer zweiten Tabelle wurden Angaben zu Vitaminen und Mineralstoffen gemacht - allerdings je 100-Gramm-Portion. Dadurch entstand ein positiv klingendes Ergebnis bezüglich der Deckung des Tagesbedarfes von 25 Prozent für Magnesium und 78 Prozent für Vitamin E. Die Werte von Zucker (neun Prozent) und Fett (acht Prozent) erscheinen auf den ersten Blick beruhigend niedrig.
"Diese Zusammenhänge werden allerdings auch dem verständigen Durchschnittsverbraucher erst dann klar, wenn er sich eingehend mit der Tabelle befasst", urteilt das Oberlandesgericht (OLG). Eine solche intensive Prüfung sei aber im Supermarkt nicht möglich. Während des Einkaufens fehle es sowohl an der erforderlichen Zeit als auch an der Aufmerksamkeit. Daher würden sich Verbraucher eher an den Prozentzahlen in der Tabelle orientieren und übersehen, dass die Bezugsgrößen variieren. Das OLG folgert weiter, dass diese "Irreführung" die Kaufentscheidung deutlich beeinflusst.
Das Nutella-Glas muss also künftig mit Nährstoff- und Vitamintabellen versehen sein, die auch auf die Schnelle eindeutige Rückschlüsse zu den Inhaltstoffen zulassen. Ansonsten droht ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro. Ferrero kündigte an, gegen das Urteil vor den Bundesgerichtshof zu ziehen. Das Unternehmen zeigte sich überzeugt, dass die Gestaltung des Etiketts "transparent und verständlich" sei. Zudem entspreche die Kennzeichnung eindeutig allen gesetzlichen Vorgaben. Zugleich erklärte Ferrero aber, dass ab Ende des Jahres neue Etiketten die Nährwertangaben sowohl in 100 Gramm als auch pro Portion enthalten werden. Das Unternehmen begründete dies damit, dass es "auf Klarheit und Transparenz Wert legt".
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Quelle: AFP , t-online.de , dpa
Anno 1789 schrieb:
am 17. November 2011 um 20:36:57
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nutella
OMG ! Sollte nicht jeder mündige Bürger selbst entscheiden dürfen was er isst ? Oder ist das Volk schon als unfähig abgestempelt
worden. Fragt sich nur von wem. Vom Gesetzgeber oder der Nahrungsmittelindustrie?
Haben wir denn keine anderen Probleme ?
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nichtsoweitkommenlassen schrieb:
am 17. November 2011 um 20:35:56
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An Uschi Blond Wo sind Nüsse?
13% Nüsse in Nutella zu 36% Nüsse in Nudossi. Zu dem wird in vielen, auch in Nutella Sojalecethin verwendet.
Sojalecethin ist oft Genmanipuliert...schmeckts immer noch? Auch 3-MCPD-Fettsäureester sind in diesen Aufstrichen, diese verursachen Tumore, Allergien oder noch unbekannte Krankheiten wg. Genmanipulierte Inhaltsstoffe.Schmeckts immer noch? Gut zur Beruhigung... Nutella hat lt. Öko-Test mit "gut" abgeschnitten und Nudossi mit "sehr gut".
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Ralf schrieb:
am 17. November 2011 um 20:32:20
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nuttela
also, wenn man euch so hört, dann braucht ihr euch nicht über die amis zu beschweren, dass die fett sind.
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