19.11.2007, 11:08 Uhr | bri
Verbote über Verbote - Raucher können nicht mehr einfach so gemütlich in aller Öffentlichkeit eine paffen. Doch trotzdem fällt Abhängigen der Verzicht schwer. Auch in den USA, wo schon viel länger als in Europa strenge Rauchergesetze herrschen. Wem es besonders schwer fällt, wurde jetzt vom Gesundheitsamt der Stadt New York untersucht, indem die Bürger der Stadt zum Thema Rauchen befragt wurden. Von den anderthalb Millionen Rauchern haben rund 733.000 versucht, im vergangenen Jahr aufzuhören. Doch nur 17 Prozent haben es auch geschafft. Besonders schwer fällt es jenen, die sehr viel durch das Aufhören sparen könnten.
Grafik So schnell erholt sich der Körper
Test Wie abhängig sind Sie von Zigaretten?
Rauchfrei bleiben? Gute Gründe für das Aufhören
Fotoserie EU-Kampagne gegen die Qualmerei
Armen fällt das Aufhören am schwersten
Die Umfragen ergaben, dass Menschen mit geringem Einkommen besonders stark daran interessiert waren, das Rauchen aufzugeben. Vor allem deshalb, weil der Preis für die Zigarette mehr ins Gewicht fällt als bei Reichen. Von ärmeren Menschen waren jedoch nur rund 15 Prozent beim Rauchstopp erfolgreich, bei den Einkommensstarken waren es fast ein Viertel.
Stress und Alkohol machen das Aufhören schwerer
Tranken die Befragten oft Alkohol oder litten sie unter Stress, waren die Versuche aufzuhören ebenfalls seltener von Erfolg gekrönt. Nur zwölf Prozent schafften unter solchen Umständen den Rauchstopp. Vom Alter her waren über 65-jährige am erfolgreichsten. 22 Prozent besiegten die Sucht, wohingegen es bei den 45- bis 65-jährige nur 14 Prozent schafften. Bei den 25- bis 44-jährigen waren auch nur 16 Prozent erfolgreich. Fast ebenso gut wie die Alten schnitten auch junge Menschen ab: Von den 18- bis 24-jährigen konnte rund ein Fünftel die Sucht besiegen.
Frauen erfolgreicher als Männer
Offenbar können Frauen ein wenig strenger zu sich selbst sein als Männer. Bei den Frauen schafften es 18 Prozent, ohne Zigarette auszukommen, bei den Männern waren es 16 Prozent. Die Untersuchung brachte auch ans Licht, dass weniger als 20 Prozent der Rauchstoppwilligen auf Nikotinersatztherapien, wie Gel, Pflaster oder Kaugummis setzen, obwohl das die Chancen auf erfolgreichen Rauchstopp erhöht. Jedoch sind diese Mittel teuer. Deshalb beginnen die Behörden in New York jetzt, in einigen Stadtteilen Nikotinpflaster und Nikotinkaugummis kostenlos zu verteilen.
Mehr zum Thema Gesundheit:
Aufrüttelnde Bilder Schock-Kampagnen gegen die Nikotinsucht
Anti-Rauch-Pille Raus aus der Nikotinsucht
Studie Qualm schadet Frauen mehr
Äpfel erlaubt, Karotten tabu? Die besten Lebensmittel für Raucher
Quelle: AFP
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ