29.08.2011, 15:29 Uhr | cme
Die Nieren leiden still. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Unsere Nieren sind fleißig: Tag für Tag filtern sie mehr als 1000 Liter Blut, regulieren den Blutdruck, sowie dem Wasser-, Salz- und Säure-Base-Haushalt des Körpers. Nierenerkrankungen haben daher ernste Folgen, ein Versagen ist lebensbedrohlich. Doch eine kranke Niere leidet zunächst still und chronische Nierenleiden werden oft erst spät erkannt. Lesen Sie hier, wie Sie Nierenerkrankungen erkennen und wer gefährdet ist.
Während Nierensteine und Nierenbeckenentzündungen heftige, akute Schmerzen verursachen, merkt man chronische Nierenleiden - zum Beispiel Durchblutungsstörungen der Niere - zunächst nicht. Doch gerade diese Schäden sind tückisch: "Chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich langsam und schleichend, das merken Sie nicht", sagt Dr. Michael Daschner, Nephrologe und Vorsitzender des Verbands Deutsche Nierenzentren e.V. Die Leistung der Niere nimmt kontinuierlich ab, ohne dass sich deutliche Symptome zeigen. "Erst kurz vor Ende zeigen sich Symptome wie Appetitlosigkeit und Übelkeit", sagt der Nierenspezialist. "Dann besitzen die Nieren aber oft nur noch 20 Prozent ihrer Funktion - bis zur Dialyse dauert es dann nicht mehr lange", so der Experte.
Erst wenn beide Nieren komplett versagen, sind die Anzeichen eindeutig: Es wird kein Harn mehr produziert, dafür lagert sich Wasser in den Beinen und der Lunge ein. Diese Harnvergiftung (Urämie) beziehungsweise Überwässerung führt innerhalb weniger Tage bis Wochen zu Herzschwäche, Übelkeit und Hirnschäden. Erhält der Patient keine Dialyse, verläuft ein Nierenversagen binnen weniger Wochen tödlich.
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Die häufigsten Ursachen für chronische Niereninsuffizienz sind Diabetes, Gicht oder Bluthochdruck. Das Nierengewebe wird aufgrund dieser Krankheiten schlecht durchblutet und stirbt langsam ab. Weitere Gründe sind die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln oder eine familiäre Veranlagung für Nierenerkrankungen.
Risikopatienten sollten einmal im Jahr ihre Nierenfunktion ärztlich untersuchen lassen. "Wenn die Niereninsuffizienz relativ früh festgestellt wird, lassen sich weitere Schäden vermeiden", sagt Michael Daschner. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung „Check-up 35“ wird der Urin auf Blut oder Eiweiß untersucht. Erhöhte Werte geben einen Hinweis auf die Filterfunktion der Niere. Heilen kann man die Niereninsuffizienz zwar nicht - aber man kann einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. So sei es wichtig, die Grunderkrankung, wie zum Beispiel Bluthochdruck, zu behandeln. Auch durch eine angepasste Ernährung sowie Medikamente lässt sich das Voranschreiten der Krankheit verzögern.
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cme
juppiedooooo schrieb:
am 30. August 2011 um 11:37:48
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Nieren
man hätte besser sagen können wer Nicht gefährdet ist...............
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Sphinx75 schrieb:
am 30. August 2011 um 11:19:36
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Früherkennung schwer gemacht
Mein Vater starb fast an Nierenversagen, da die Ärzte immer meinten, das wäre alles andere - nicht die
Nieren. Jetzt geht das bei mir in die selbe Richtung. Mehrfach bat ich verschiedene Ärzte um Laborwert-Überwachung u. Blutdrucküberwachung - werde weggeschickt. Als Patient 2.er Klasse kostet man gleich zuviel. - Wenn man dadurch die Kosten für jahrelange Dialyse u. ggf. Nierentransplantation sparen könnte?!?! Vorsorge schwer gemacht :((( Irre und unverständlich!!!
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Stony schrieb:
am 30. August 2011 um 11:18:08
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(3)
Nierenversagen
Leider muste ich diese bittere Erfahrung auch machen.Habe den Bluthochdruck jahrelang nicht so ernst genommen. Warte jetzt auf
eine Spenderniere.Heute würde ich es anders machen.
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