26.10.2011, 13:28 Uhr | mm
Unangenehme Nagelbettentzündungen können jeden treffen. Durch kleine Verletzungen wie Risse oder Schnitte dringen Keime in die Haut ein und sorgen unter dem Nagel für bakterielle Infekte. Für die Behandlung ist jedoch entscheidend, unter welcher Infektion der Betroffene leidet. Was viele nicht wissen: Auch Hefepilze können für leidige Entzündungen sorgen. Wer häufig backt oder kocht, behält seine Finger daher besser im Auge. Wir erklären, was Sie beachten sollten.
Nagelbettentzündungen, die Hefepilze wie Candida albicans und Candida glabrata hervorrufen, können zu langanhaltenden Schmerzen führen. Gerade Bäcker und Hobbyköche, die häufig mit süßem Teig hantieren, sollten vorsichtig sein. Die Mikroorganismen ernähren sich nämlich am liebsten von Zucker.
Körperliche Beschwerden sind bei einer Pilzinfektion anfangs kaum zu bemerken, daher reagieren viele Betroffene erst spät. Schmerzhaft entzündete Stellen an den Fingern, die pochen und Eiter bilden, sind bereits akute Warnzeichen. Außerdem verfärbt und verdickt sich die Nagelplatte auffällig. Beim Hefepilz zeigt sich die Verfärbung häufiger am Nagelwall, direkt wo der Nagel nachwächst und tritt gleich an mehreren Fingern auf. Wer jetzt nicht zum Arzt geht, riskiert dass sich der infizierte Nagel im schlimmsten Fall komplett ablöst und nicht mehr ganz nachwächst. Darin unterscheiden sich eine Nagel- und eine Hefepilz-Infektion nicht.
Wie Fuß- und Nagelpilz behandelt wird und wie man ganz einfach vorbeugen kann. zum Video
Da sich die Behandlungsmethoden je nach Infektionsart unterscheiden, sollten Sie unbedingt einen Facharzt aufsuchen. Nagelbettentzündungen, die auf bakterielle Infekte zurückgehen, werden oft durch antiseptische Bäder und Wundsalben oder spezielle Nagellacke behandelt. Ist ein Hefepilz der Verursacher wird jedoch meist eine nystatinhaltige Salbe angewendet. Im fortgeschrittenen Stadium helfen nur noch spezielle Tabletten, die bis zu einem Jahr eingenommen werden müssen.
Um Nagelbettentzündungen und ihren Folgen vorzubeugen, ist die richtige Nagelpflege entscheidend. Auch kleine Verletzungen der Haut sollten vermieden werden. Schneiden Sie daher die Nägel nie zu schräg oder zu tief ab, sonst beschädigen Sie Nagelfalz und -wall unnötig. Achten Sie ebenso auf die Nagelhäutchen: Um ihre Schutzfunktion zu behalten, dürfen sie nicht entfernt oder unsanft zurückgeschoben werden. Gleiches gilt für zu kurz geschnittene Nägel, die kaum noch schützen können. Außerdem lohnt es sich, trockene und rissige Hände häufiger einzucremen und etwas gegen brüchige Nägel zu tun.
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mm
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