21.09.2011, 15:17 Uhr | lac
Neue Kleidung sollte man vor dem Tragen mindestens ein Mal Waschen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Den neuen Pullover würde man am liebsten gleich anziehen: Preisschild ab und los geht's! Aber das kann gesundheitsschädlich sein. Experten raten, Kleidung vor dem ersten Tragen immer erst zu waschen. Denn sonst können giftige Chemikalien auf die Haut gelangen. Selbst ein allergischer Schock kann drohen. Diese Tipps sollten Sie beim Kleidungskauf beachten.
Chemiefreie Kleidung gibt es selten. Farbe, lange Haltbarkeit, Knitterfreiheit - diese und viele weitere erwünschte Eigenschaften verdanken Textilien dem Einsatz von Chemikalien. Wird Kleidung im Ausland hergestellt, muss sie für den Transport ebenfalls mit Chemikalien behandelt werden, um zum Beispiel Schimmelbefall zu verhindern. "Auf der Liste der Chemikalien, die in der Textilindustrie eingesetzt werden, stehen 5000 bis 7000 Produkte", sagt Dr. Norbert Martin vom Chemischen Untersuchungsamt in Freiburg. "Für die meisten dieser Stoffe ist kein Grenzwert festgelegt."
Viele dieser Chemikalien können gesundheitsschädlich sein. Der Körperschweiß löst Rückstände der Schadstoffe aus der Kleidung. So kommen sie mit der Haut in Kontakt. Der neue Pullover kann dann zum Beispiel Hautausschlag auslösen. "Manche Menschen bekommen auch einen anaphylaktischen Schock", sagt Martin. Symptome wie Atemnot und Kopfschmerzen können Anzeichen für eine solche Überreaktion des Immunsystems sein. Ein anaphylaktischer Schock endet im schlimmsten Fall tödlich. "Ich habe Anrufe von Verbrauchern bekommen, die praktisch nichts mehr anziehen konnten, was industriell hergestellt wurde", erzählt der Experte.
"Das Problem ist, dass es bei Textilien meist keine klare Kennzeichnung gibt", sagt Monika Büning vom Bundesverband der Verbraucherzentrale. Für den Käufer ist häufig nicht zu erkennen wo das Material für das T-Shirt oder die Jeans herkommt und mit welchen Chemikalien der Stoff behandelt wurde. Es gibt allerdings Siegel, die schadstoffarme Kleidung garantieren, etwa "Öko-Tex 100" und "Global Organic Textile Standard" (GOTS). Schadstoffe dürfen in diesen Kleidungsstücken entweder gar nicht oder nur in geringen Mengen vorhanden sein. Grundsätzlich sollte man die Angaben auf Kleidungsstücken kritisch hinterfragen, rät Büning: "Wenn das T-Shirt aus Bio-Baumwolle ist, kann es trotzdem mit giftigen Chemikalien gefärbt worden sein." Hilfreich ist es, im Laden nachzufragen, was in dem Kleidungsstück drin steckt. Auch wenn die Verkäufer hierzu vermutlich keine Auskunft geben können - "je öfter Nachfragen kommen, desto eher wird ein Kleidungshersteller auf eine gute Kennzeichnung achten", sagt die Expertin.
Bevor man ein Kleidungsstück kauft, sollte man den Geruchstest machen, sagt Büning. Wenn etwas sehr stark riecht, stecken wahrscheinlich auch viele Chemikalien drin. Ein Alarmsignal ist auch, wenn der Stoff schon abfärbt, wenn man ihn leicht in der Hand reibt. Der Preis sei kein Indikator, warnt die Verbraucherschützerin: Auch in teuren Markenklamotten können Schadstoffe stecken. Wer sicher gehen will, sollte neue Kleidung vor dem ersten Tragen waschen - insbesondere T-Shirts, Unterwäsche und alles andere, was direkt auf der Haut getragen wird. Und zwar am besten gleich zweimal. "Dann sind immer noch nicht alle Schadstoffe draußen, aber immerhin die meisten", sagt Büning. Empfehlenswert ist auch, gebrauchte Kleidung zu kaufen: Denn die ist meist schon viele Male gewaschen worden.
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lac
Norbert schrieb:
am 21. September 2011 um 23:47:44
(0)
(1)
neue Wäsche
Das sind doch Selbstverständlichkeiten! Ich zieh doch keine neue Unterwäsche, Oberhemden, Socken und Stricksachen - also
alles, was auf der Haut liegt - ungewaschen an. Bei Jacken und Hosen ist das anders. Wer weiß, wie auch im Artikel beschreiben, was man sich für Krankheiten holt; und was mit den Sachen schon alles geschehen ist. Genauso ist es selbstverständlich, daß Obst und Gemüse nur gewaschen verzehrt wird.
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Mephisto schrieb:
am 21. September 2011 um 21:34:50
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(0)
Muss man Kleidung vor dem ersten Tragen waschen
Ja und Nein. Alle Textillädchen mit neuen Klamotten vermitteln außer fein dosiertem
Parfüm, Raumspray oder sonstigem auch eine Geruchswolke nach Chemie. Die Verkäuferinnen dort sind den ganzen Tag ausgesetzt und wer allergisch darauf ist, reagiert auch über alle Atmungsorgane, Lunge, Bronchien, Haut usw. Diese Menschen und deren Ärzte wissen am besten, wie die chemischen Substanzen wirken können. Wer allerigisch reagiert, wird waschbare Kleidung zu Hause waschen. Empfehlenswert ists immer.
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Jo schrieb:
am 21. September 2011 um 21:11:25
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(1)
ohjeh
Mensch, mensch, es is doch wohl jedem seine eigene Sache ob er neue Klamotten wäscht oder nicht... Ihr habt Probleme...
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