22.04.2010, 13:13 Uhr | jlu
Wer nachts das fiese Summen einer Mücke vernimmt, ahnt es meist schon: Der Stich lässt sich jetzt kaum noch vermeiden. Und auch viele sommerliche Aktivitäten im Freien wie Grillpartys, Freibadbesuche oder Radtouren werden einem oft durch lästige Mückenattacken vermiest. Damit es gar nicht erst soweit kommt, greifen viele zu speziellen Mückenschutz-Mitteln. Doch nicht alle Produkte helfen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest. Vier Mittel fielen durch.
Gel, Spray, Lotion: Insgesamt untersuchten die Tester 21 Produkte auf ihre Wirksamkeit. Dabei wurden die Unterarme der Versuchspersonen bis zu 50 Stechmücken ausgesetzt, darunter sowohl die normale Hausmücke als auch tropische Stechmücken wie zum Beispiel die Malariamücke. Testsieger ist das Mittel "Anti Brumm Forte". Es enthält den Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET), der im Test am besten abschnitt. Zudem wehrt das Produkt sowohl tag- und nachtaktive Mücken als auch Malariaüberträger bis zu acht Stunden ab. Fast genauso erfolgreich wie Produkte mit DEET schützen Mückenmittel mit Icaridin. Dieser Stoff ist zum Beispiel in den Mückenschutz-Sprays "Parazeet" oder "Autan" enthalten. Insgesamt wurden sieben Mittel mit "gut" benotet, sie enthalten alle entweder DEET oder Icaridin.
Am sanftesten zur Haut ist das Mückenmittel "Autan Family Care". Das Spray erhielt nicht nur als Gesamtnote "gut", sondern erzielte diese Bewertung als einziges Produkt auch in der Kategorie "Gesundheitseigenschaften". Deshalb können auch Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut dieses Produkt benutzen, empfehlen die Tester.
Bei den meisten Mückenmitteln im Test ließ die Wirksamkeit aber bereits nach wenigen Stunden nach. Dafür erhielten sie Punktabzüge. Am schlechtesten schnitten Produkte ab, die ätherische Öle enthielten, beispielsweise Lavandinöl, Nelkenöl oder Palmarosaöl - sie wirkten gar nicht. Deshalb gaben die Tester unter anderem der Mückenabwehr-Mitteln "Braeco" und "Zedan" die Note "mangelhaft". Diese Bewertung erhielten insgesamt vier Produkte.
Doch Vorsicht: In Deutschland sollte man sich nicht zu oft mit Anti-Mücken-Mitteln einreiben. Dies sollte nur tun, wer in Gebiete verreist, in denen Mücken Krankheiten wie Malaria übertragen. Denn die Inhaltsstoffe aller getesteten Produkte können Nebenwirkungen haben, beispielsweise Allergien, Reizungen von Haut, Augen und Schleimhäuten bis hin zu Störungen des Nervensystems. Als Alternative zu solchen Mitteln werden UV-Licht-Fallen oder spezielle Mückenschutz-Geräte angeboten. Diese sind aber meistens wirkungslos, wie ein Schnelltest der Stiftung Warentest ergab. Um sich zuhause vor Mückenstichen zu schützen, reicht es, Fliegengitter an den Fenstern anzubringen oder ein Moskitonetz über dem Bett aufzuhängen.
Doch warum werden einige Menschen ständig gestochen, andere hingegen bekommen nicht einen einzigen Stich? Der Volksmund vermutet dahinter zu süßes Blut, auf das die Mücken angeblich wie verrückt fliegen. Am Blut liegt es zwar schon. Aber eher an den Substanzen, die über den Schweiß abgegeben werden. Lockstoffe wie Aminosäuren, Milch- und Buttersäure ziehen die blutsaugenden Insekten an. Neben dem Duft spielt auch die Hauttemperatur eine große Rolle: Menschen, bei denen die Haut von Natur aus um ein paar Zehntel Grad kühler ist, bleiben von Stechmücken eher verschont. Zusätzlich beeinflussen Luftfeuchtigkeit, Außentemperatur sowie die Farbe der Umgebung und die Helligkeit die Mückenattacken.
Das komplette Testergebnis in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift "Test".
t-online.de ShopMit diesen Produkten bleiben Sie gesund
Zuhause.de - Mückenplage 2011
jlu
Theodore schrieb:
am 19. Juli 2010 um 15:07:02
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Ökotest vs. Warentest
@tester
Hallo lieber Bild-leser. Nochmal für dich in verständlichen Worten:
Warentest bewertet die WIRKUNG des
Produktes, Ökotest die ökologische VERTRÄGLICHKEIT. Kein Gegensatz, wie ich finde.
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Paulino schrieb:
am 23. April 2010 um 13:31:34
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Mückenschutz
Leider helfen bei mir keine Schutzmittel gegen sogenannte Bremsen.
Autan etc. mögen ja gelegentlich Mücken abhalten, aber
gegen Bremsen-
stiche (vornehmlich in Italien) ist noch kein Kraut gewachsen.
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Mücke schrieb:
am 23. April 2010 um 13:27:43
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Warentest
Hallo, die Stiftung Warentest ist im Gegensatz zu "Ökotest" ein renomiertes Blatt. Die Test werden ohne Gelder der Industrie oder
irgendwelcher Sponsoren durchgeführt. Ganz anders als bei "Ökotest" die machen nur Geld und sind durch Ihr Label "Öko" leider doch sehr von Naturstoffen (Athärische Öle, ...) abgetan. Diese Stoffe helfen garnicht (in Thailand alles schon getetstet). Der Test von Stiftung Warentest ist der richtige Test, Ökotest ist was für Öko-Idioten!
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