10.11.2011, 13:48 Uhr | sk
Welche Modesünde haben Sie sich schon geleistet? Diese Frage wurde unlängst hunderten von deutschen Frauen gestellt. Herausgekommen ist eine wirklich interessante und ziemlich witzige Statistik. Wir verraten Ihnen, was Sie demnach nie tragen sollten. Sehen Sie selbst die schlimmsten Modesünden in unserer Fotoshow.
In den letzten fünfzig Jahren trugen unsere Mütter und Großmütter, ja sogar wir selbst, ab und an unsagbar seltsame Mode. Was zu manchen Zeiten als besonders hip galt, kann sich schon zwei oder drei Jahre später zu einem riesigen modischen Fauxpas wandeln.
Nach Meinung deutscher Frauen gilt der Aerobic-Look als die größte unter den Modesünden der letzten 50 Jahre. Noch in den Achtzigern, unter Stil-Ikone Jane Fonda lanciert, galten glänzende Leggings, Bodys und Schweißbänder in knalligen Farben und mit jeder Menge Glitzer als der letzte Schrei. Doch der, mit der damaligen Fitness-Welle, pulsierende Look fand schnell ein jähes Ende. Im Fitness- oder Tanzstudio mögen enganliegende Trikots und Hosen in Bonbonfarben passend gewesen sein. Mit dem Revival der bunten 80er Jahre finden sie sogar wieder den Weg in angesagte Klamottenläden und die Studios. Doch auf der Straße gilt nach wie vor: Der Aerobic-Look ist und bleibt peinlich.
Auf Platz zwei unter den Modesünden rangieren mit immerhin 64 Prozent Moonboots. Die über-großen Stiefel locken die fußkalte Damenwelt nun mal einfach mit dem Traum von immer-warmen Füßen. Da kann man schon verstehen, dass die eine oder andere Frostbeule zu den dicken Stiefeln greift. Später stellt sich dann leider oft heraus, dass die Kombinierbarkeit der Siebenmeilenstiefel nicht besonders groß ist. In den Ski-Urlaub fährt man dann auch nicht so oft und schon landen die Boots in der Rumpelkammer oder bei ebay, wo sie zumindest begeisterte Fans finden.
Ziemlich dicht aufeinander folgen dann Schulterpolster und Dauerwelle. Weil beide so gut zusammen passen, seien sie hier auch gemeinsam genannt. Viel braucht man zu den seltsamen modischen Begleiterscheinungen der 80er wohl kaum sagen. Zwar erfreuen sich breite Schultern im Moment einem echten Revival. Doch werden diese inzwischen deutlich schicker bewerkstelligt, als die sich damals unter schlabberigen Blusen abzeichnenden Polster. Die Dauerwelle zählt inzwischen zu den ausgestorbenen Abarten der Mode. Lediglich bei ein paar eisernen Verfechterinnen des Minipli dürfte sie noch zu finden sein.
Warum die sichtbare Slip-Linie nur 49 Prozent erhält ist zwar verwunderlich, aber wahrscheinlich kommen die meisten, sprich die Hälfte aller Frauen, einfach gar nicht auf die Idee einen zu engen Slip zu tragen. Vorbildlich! Was eher zu Stirnrunzeln führt, ist die Tatsche, dass mit immerhin 46 Prozent die Latzhose als fast ebenso schlimm angesehen wird. Sie mag ja irgendwie kindlich sein, oder an den Bauarbeiter-Look erinnern, aber als wirklich schlimm kann man Latzhosen nun wirklich nicht bezeichnen. Wenn jedoch die Hälfte von über 2000 Frauen einer Meinung sind, muss ja etwas dran sein.
Was deutlich nachvollziehbarer erscheint, ist der Partnerlook. Warum das nur 41 Prozent der Befragten auch finden, ist die größere Frage. Schon bei Zwillingen neigen liebende Eltern dazu, ihren Nachwuchs in die gleichen Klamotten zu stecken. Sicher spart das Zeit und Ärger beim Einkauf und beugt kindlichen Neidanfällen vor. Außenstehende können das meist weniger nachvollziehen, jedoch fällt der Partner-Look bei Kindern meist in die Kategorie „süß“. Bei erwachsenen Menschen sieht die Geschichte schon anders aus: Es ist einfach nur out!
Auf Platz sieben der Modesünden steht der Batik-Look mit 39 Prozent. Wer hatte sie nicht, die handgefärbten Oberteile und Tücher aus dem Ferienlager oder dem Kunst-Workshop. So viel Zeit und Kreativität man bei ihrer Herstellung auch aufwendete, so wirklich überzeugen konnten sie modetechnisch nicht. Wahrscheinlich sahen sie einfach zu selbstgemacht aus.
Auf dem vorletzten Platz der Top Ten unter den Modesünden finden sich die Cowboy-Stiefel. Was soll an den lässigen Leder-Boots so falsch sein? Die einzige Erklärung: Die Befragten setzen Cowboy-Stiefel mit dem Look von Manni mit dem Manta gleich. Schon ergäbe der Wert von immerhin 31 Prozent einen Sinn. Über den letzten Platz lässt sich ähnlich wundern, jedoch im umgekehrten Sinne. Warum sich bauchfreie Tops nicht auf dem Siegertreppchen der modischen Ausrutscher finden, lässt sich nur so erklären: Die Befragten müssen allesamt immer so besonnen gewesen sein und die kurzen Shirts von vorneherein nie gekauft haben.
Vor all den Modesünden scheinen wir, trotz dem peniblen Studieren diverser Modemagazine, nicht gefeit zu sein. Bei der Frage nach den zukünftigen Modesünden finden sich witzigerweise große Parallelen. Auf Platz 1: Leggings mit 53 Prozent und auf Platz 2: Ugg Boots mit 44 Prozent. Das erinnert doch stark an Aerobic-Look und Moonboots! So gaben immerhin 86 Prozent der Befragten zu, immer wieder modische Fehlkäufe zu tätigen. Die landen dann sicher ganz schnell auf der nächsten Kleidertauschparty und finden dort ihr nächstes Opfer.
Top oder Rollkragenpulli? Sneaker oder Winterstiefel? Das Style-Wetter hilft bei der Kleiderwahl. Zum Style-Wetter
sk
F. Seher schrieb:
am 25. November 2011 um 18:01:12
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Modesünden
Was für ein Schwachsinn. Da kann ich nur feststellen: Was gestern noch Modesünde war, ist heute "total angesagt", siehe
Leggins und Leoprints oder allgemein animal prints. Es kommt alles wieder, selbst Radlerhosen.
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CT schrieb:
am 17. November 2011 um 17:10:10
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Modesünden
Was denn, die Slips sahen nicht nur schön aus, sondern gaben durch den hohen Beinausschnitt viel Bewegungsfreiheit und waren
auch bei etwas dickeren Oberschenkeln tragbar. Die Strings heute dagegen sind doch häßlich und wirken billig. Außerdem muß man sich rasieren, um sie tragen zu können. Bäh!!!
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Sandra schrieb:
am 17. November 2011 um 11:42:07
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Modesünden
1975 war der Mini noch aktuell und diese Mode machte auch vor Kommunionkleidern nicht Halt. Wir Mädels standen also ausnahmslos
in weißen Minikleidern in der Kirche sowie vor dem Fotografen. Damals dachte man sich nix dabei, es war halt so Mode, aber heute findet man's einfach hässlich. Die bodenlangen Kommunionkleider, die bald darauf in Mode kamen und heute noch aktuell sind, hätte ich schon als 9-Jährige viel hübscher gefunden.
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