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Mit Antibiotika nicht in die Sonne legen

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Mit Antibiotika nicht in die Sonne legen

26.07.2011, 12:20 Uhr | ts

Sonnenbad (Foto: imago)

Einige Antibiotika vertragen sich schlecht mit Sonne. (Foto: imago)

Vier von fünf Deutschen nehmen einmal im Jahr ein Antibiotikum ein, oft ohne genau über die Wirkung und die Risiken dieses Medikamentes Bescheid zu wissen. Werden Antibiotika nicht korrekt eingenommen, verpufft ihre Wirkung. Einige Wirkstoffe erhöhen die Gefahr der Sonne oder verstärken die Wirkung von Alkohol und Koffein. So setzt beispielsweise der Wirkstoff Tetracyclin die Lichtempfindlichkeit der Haut herab. Sechs wichtige Fakten über Antibiotika, die Sie kennen sollten.

Antibiotika nicht vorzeitig absetzen

"Es ist wichtig, Antibiotika so lange einzunehmen, wie vom Arzt verordnet", erklärt Dr. Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Wird die Arznei vorzeitig auf eigene Faust abgesetzt, kann es zu schweren Rückfällen und zur Entwicklung so genannter Resistenzen kommen. Das heißt, Bakterien werden gegen den Wirkstoff "immun", bei einer erneuten Erkrankung hilft das Antibiotikum nicht mehr. Ein gefährlicher Irrtum ist es auch, Antibiotika, die nicht verbraucht wurden, für spätere Erkrankungen aufzubewahren. Antibiotika sollten idealerweise vollständig aufgebraucht und nie auf eigene Faust genommen werden.

Antibiotika richtig dosieren

"Soll ein Antibiotikum mehrfach am Tag eingenommen werden, ist ein Abstand von acht Stunden ideal", weiß Sellerberg. Ist das Medikament zweimal am Tag verordnet, sollten circa zwölf Stunden zwischen den Einnahmen liegen. "Wichtig ist, dass ein kontinuierlicher Pegel im Blut vorhanden ist", so Sellerberg.

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Erste Hilfe für den Darm

Antibiotika setzen alle Bakterien schachmatt, die "schlechten" und die "guten". Das Medikament greift folglich die Darmflora an, weshalb viele Patienten während der Behandlung Durchfall bekommen. Wer weiß, dass er die Arznei schlecht verträgt, kann bereits während der Behandlung vorbeugen. "Sie können so genannte Probiotika als Kapseln einnehmen", rät Sellermann, "oder Joghurt mit probiotischen Organismen essen. Dabei sind Produkte wie Actimel nicht wirksamer als normale Joghurts."


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