10.08.2011, 10:18 Uhr | dpa
Wetter, Stress, Schlafmangel, falsches Essen: Dass diese Faktoren Migräne auslösen können, ist bekannt. Doch die Neigung, an den pochenden Kopfschmerzen zu erkranken, kann auch vererbt werden. Das hat ein Forscherteam um Aarno Palotie vom britischen Wellcome Trust Sanger Institute herausgefunden. Das so genannte Migräne-Gen wird im Fachblatt "Nature Genetics" vorgestellt. Zuvor waren bereits Gene gefunden worden, die im Zusammenhang mit seltenen und extremen Migräneformen stehen.
Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler insgesamt mehr als 50.000 Probanden. Zweimal verglichen die Mediziner das Erbgut von insgesamt 5933 Migränepatienten und 50.809 gesunden Teilnehmern. Dabei entdeckten sie, dass eine bestimmte DNA-Variante bei den Migränepatienten gehäuft auftrat: Die Genvariante rs1835740 scheint das Migränerisiko um etwa ein Fünftel zu erhöhen.
Das betroffene Gen ist vermutlich an der Regulierung des Nervenbotenstoffs Glutamat im Hirn beteiligt. Glutamat ist auch als Geschmackverstärker in Lebensmitteln bekannt. Der Migräne-Kopfschmerz wird der Studie zufolge möglicherweise von einem Glutamat-Überschuss an den Synapsen ausgelöst, den Kreuzungen von Nervenbahnen - also von einer Art Datenstau auf der Hirnautobahn. Normalerweise kommandiere die entdeckte DNA-Variante ein spezielles Eiweiß als Staulöser zum Einsatzort ab, erläutern die Forscher. Bei Menschen mit Migräne werde dieser Befehl aber offensichtlich nicht ausgeführt.
"Zum ersten Mal ist es uns gelungen, das Erbgut tausender Menschen genauer in Augenschein zu nehmen und genetische Aufschlüsse zu finden, um die gewöhnliche Migräne zu verstehen", sagte Palotie. Migräne betrifft in den Industrieländern etwa jede sechste Frau und jeden zwölften Mann. Von der Analyse erhoffen sich die Wissenschaftler neue Einsichten in die Auslöser von Migräneattacken und damit neue Behandlungsansätze. Allerdings wissen die Mediziner noch nicht, in welchen Fällen es zum Datenstau kommt. Da nun eine mögliche Ursache bekannt sei, müssten weitere Studien diese Krankheit genauer untersuchen, sagte Christian Kubisch von der Universität Ulm.
Ratgeber: Migräne - Was sind die Ursachen für die Schmerzattacken?
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Quelle: dpa
Sperling schrieb:
am 16. Juli 2011 um 12:01:49
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Migräne
Ich war seit meinem 17. Lebensjahr mit Migräne geschlagen (familiär bedingt), Anfälle bis zu mehr als 3 Tagen. Untersuchung ergab
nichts. Ich bat um Behandlung - Fehlanzeige, da müssen Sie durch hieß es, Schmerzmittel gab es unkontrolliert. Nach Jahrzehnten wurde es modern, jemanden in Schmerzkliniken zu schicken. Ich sagte, nein, danke, denn nachdem sich die Hormone etwas gesetzt hatten, war es erträglich.
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ava schrieb:
am 11. Oktober 2010 um 09:51:38
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an Michel
Politiker haben ein Parasiten-Gen, dass sie dazu zwingt, alle bis aufs letzte auszusaugen und ständig zu lügen.
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Selbstdenkend schrieb:
am 30. August 2010 um 15:51:42
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Haben meine Gene von XX zu XXY bzw. XY mutiert?
Nach 44 Jahren regelmäßigen monatlichen extremen Kopfschmerz u Migräne-Attaken kann man
wohl von genetischer Ursache von XX sprechen. Und nun ist das vorbei - keine Kopfschmerzen. Wie Sonnenschein nach einem Gewiittersturm.
Da ist nun mein Karyogramm von XX zu XXY bzw. zum XY mutiert.
Da freut man sich so nach an der Evolution zu sein - nur das nützt der Vermehrung nicht mehr ...
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