18.02.2010, 17:16 Uhr | dpa
Lauern Listerien im Käse, kann das verheerende Folgen haben. (Foto: imago)Mit Listerien verseuchter Käse hat in Deutschland möglicherweise mehr Menschen vergiftet als bisher angenommen. "Bei vier Patienten liegt ein Infektionszusammenhang nahe", sagte eine Sprecherin des Robert Koch Instituts (RKI) der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Fälle stammten aus diesem Jahr. Bestätigt ist, dass zwei Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern erkrankt sind. Die beiden anderen Patienten sollen aus Hessen und Schleswig-Holstein kommen. Die Verbraucherorganisation Foodwatch bemängelt Defizite bei der Lebensmittelsicherheit.
Vier Österreicher und zwei Deutsche waren im vergangenen Jahr an den Bakterien aus dem Käse gestorben, insgesamt zwölf Menschen erkrankten. In dem Käse war bei Proben ein erhöhter Wert an sogenannten Listerien festgestellt worden. Die vier erkrankten Patienten aus diesem Jahr und die zwei Todesopfer aus Deutschland vom vergangenen Jahr kommen nach RKI-Angaben aus Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Das RKI schließt nicht aus, dass weitere Erkrankungen folgen.
Die beiden Patienten aus Mecklenburg-Vorpommern seien bereits wieder auf dem Weg der Genesung, erklärte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums in Schwerin. Der Mann und die Frau im Alter zwischen 50 und 60 Jahren hätten Vorerkrankungen gehabt. Nach dem Verzehr des Käses hätten beide hohes Fieber bekommen und Infektionssymptome gezeigt. Einer der Erkrankten befinde sich noch im Krankenhaus.
Der Discounter Lidl hatte die Sorten "Reinhardshof Harzer Käse 200 g" und "Reinhardshof Bauernkäse mit Edelschimmel 200 g" des österreichischen Herstellers Prolactal im Januar zurückgerufen. Ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Käse wurde erst in den vergangenen Tagen hergestellt, nachdem die Einkaufszettel der Erkrankten in Österreich untersucht worden waren.
Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode warf Behörden und Unternehmen zu späte Information vor. "Eine ausdrückliche Verzehrswarnung für den Listerien-belasteten Käse ist viel zu spät erfolgt", sagte Bode. Am 22. Januar habe es eine Meldung innerhalb der EU gegeben, aber anonymisiert ohne Hinweis für Medien und Verbraucher. Foodwatch warf Lidl vor, im Januar nur eine Empfehlung und erst am 16. Februar eine ausdrückliche Warnung ausgesprochen zu haben.
In Deutschland haben hunderte Menschen jedes Jahr eine Listeriose. Die Symptome sind zunächst ähnlich wie bei einer Grippe. Vor allem bei Menschen mit schwachem Immunsystem ist aber eine Hirnhautentzündung möglich, die zum Tod führen kann.
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dpa
Kurt schrieb:
am 18. Februar 2010 um 20:03:56
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Listerien
Was soll denn diese Hysterie? Listerien sind überall gegenwärtig, nicht nur im Käse von Lidl! Und was ist mit den anderen
Lebensmitteln? Inzwischen ist doch alles verseucht. Man kann doch nichts mehr guten Gewissens verzehren! Es wird doch nur noch gewachst, mit Gas behandelt oder mit Gift präpariert. Bestes Beispiel: Bananen. Sind Fische aus verseuchten Meeren etwa gesünder??? Nicht die Gesundheit steht im Vordergrund, nein, nur noch der Profit. So kann man die Menschheit auch ausrotten!
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Holgi schrieb:
am 18. Februar 2010 um 19:29:50
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Lebensmittel
Wie weit sind wir gekommen , das wir Angst haben müssen ,etwas zu essen.
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Echo schrieb:
am 18. Februar 2010 um 19:06:18
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Bakterien-Käse
Listerienbefall=Infektion ist den meisten Ärzten doch völlig fremd.Wird als "Grippe" abgetan,wenn auch schwer.Antibiotika drauf und Gut ist.
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