12.01.2012, 07:58 Uhr | akl
Wenn die Beine trotz Sport dick bleiben, können Lipödeme die Ursache sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Bleiben alle Abnehmversuche ohne Erfolg und lassen sich die Fettpölsterchen an Armen und Beinen auch durch Sport nicht bekämpfen, können Lipödeme oder Lymphödeme die Ursache sein. Blaue Flecken, Dellen in der Haut und Schwellungen können auf diese Erkrankungen hinweisen. Wir verraten, was dahinter steckt.
Werden die Beine gleichmäßig dick und bleiben Dellen zurück, wenn Druck auf die Haut ausgeübt wird, kann das auf Lipödeme hinweisen. Häufig reicht die Schwellung vom unteren Becken bis zu den Fußgelenken. Im fortgeschrittenem Stadium bilden sich Fettwülste, die das Gehen behindern können. Betroffene klagen häufig über Spannungsgefühle und Druckschmerzen. Oft entstehen Besenreiser. Vernarbungen im Bindegewebe können eine weitere Folge sein. Beim Arzt geben Ultraschallaufnahmen erste Hinweise auf den Zustand des Unterhautfettgewebes. Auch Computertomografien werden für eine Diagnose häufig eingesetzt.
Lipödeme, umgangssprachlich auch bekannt als Reiterhosensyndrom, entstehen aufgrund einer Störung der Fettverteilung im Körper. Diese Störung betrifft in der Regel nur Frauen. Hierbei lagert sich vermehrt Unterhautfettgewebe an Armen und Beinen an. Am häufigsten sind die Beine betroffen. Gleichzeitig bilden sich Wasseransammlungen. Es kommt zu unschönen, oft schmerzhaften Schwellungen der Gliedmaßen. Häufig leiden die Betroffenen zudem unter blauen Flecken. Ärzte gehen von einer genetischen Veranlagung aus, die genauen Ursachen sind nicht bekannt.
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Im Laufe der Erkrankung kann das Lymphgefäßsystem mit angegriffen werden und das sogenannte Lymphödem entstehen. Von Lymphödemen sprechen Mediziner dann, wenn die Gefäße aufgrund der krankhaften Veränderung nicht mehr in der Lage sind, Zwischenzellflüssigkeit, abgestorbene Zellen und Eiweißkörper aus dem Körper zu transportieren. In diesem Stadium schwellen auch Füße, Zehen und Hände an.
Dauerhaft heilen lässt sich die Erkrankung nicht. Massagetechniken, Kompressionstherapien und Lymphdrainagen können die Symptome lediglich lindern. Regelmäßige Bewegung hilft, die Wasseransammlungen zu verringern. Zudem sollten Betroffene Übergewicht abbauen. Trotz der Behandlung bleiben oft unschöne äußere Veränderungen zurück, zu denen eine gedehnte Haut ebenso gehören kann wie Fettpolster. Viele Betroffene lassen sich das Fett absaugen oder die Haut straffen. Auch psychologische Unterstützung ist sinnvoll, da viele Betroffene Depressionen entwickeln.
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akl
Betroffene schrieb:
am 10. März 2012 um 17:33:31
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Kompression statt Operation!
Naja, als völlig harmlos kann man "Reiterhosen" nun auch nicht bezeichnen. Schwaches Bindegewebe
begünstigt leider auch die Entstehung von Krampfadern. Mein Phlebologe verordnet mir regelmäßig 1/2 Std. intermittierende Kompression in zwei Hosenbeinen mit Luftkammern, die von den Knöcheln aufwärts aufgepumpt werden und so das Gewebe auspressen. Ab und zu Obsttag einlegen. Außerdem sehr gut: Aquagymnastik und Unterwasserjoggen!!
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Evi schrieb:
am 14. Januar 2012 um 13:55:59
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@Ponderosa
Reiterhosen sind KEINE Erkrankung, sondern eine völlig harmlose, typisch weibliche und genetisch bedingte Fettverteilung an den
Außenseiten der Oberschenkel. Fettabsaugung wäre vielleicht ein Tipp. Ein besser Tipp wäre der Besuch bei einem Psychologen zur eigenen Akzeptanz und Stärkung des Selbstwertgefühls.
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Ponderosa schrieb:
am 14. Januar 2012 um 13:39:47
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Reiterhosen
Mir werden hier Tipps gegen diese Erkrankung versprochen und in Wirklichkeit werden hier irgendwelche Diagnosen gestellt. Wo
bleiben die Tipps? Ist Fettabsaugung der Tipp? Was habe ich verpaßt?
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