30.03.2011, 11:53 Uhr | t-online
Liebeskummer schmerzt - egal in welchem Alter. (Foto: imago)
Wer einmal einer Liebe nachgetrauert hat, weiß wie schmerzhaft das sein kann: Liebeskummer tut richtig weh. Amerikanische Forscher haben das jetzt bei einer Untersuchung mit 40 Studienteilnehmern bewiesen. Verletzte Gefühle und körperlicherer Schmerz erzeugen demnach ähnliche Empfindungen, weil sie in denselben Hirnregionen verarbeitet werden.
Die Wissenschaftler der Columbia University in New York und der University of Michigan untersuchten Probanden, die in den letzten sechs Monaten vor den Tests Liebeskummer hatten und bestätigten, dass der Gedanke daran unangenehm sei. Die Teilnehmer wurden mit dieser negativen emotionalen Erfahrung konfrontiert, außerdem nahmen sie an körperlichen Schmerztests teil. Während der Versuche wurde die Hirnaktivität der Versuchsperson mittels der funktionalen Magnetresonanztomographie (fMRT) festgehalten.
Für das Experiment betrachteten die Teilnehmer Bilder von Ex-Partnern und riefen sich die damit verbundenen negativen Gefühle ins Gedächtnis. Für den Schmerztest erduldeten sie Hitzereize am Arm. Diese waren schmerzhaft, aber noch erträglich, so die Aussage der Forscher. Zum Vergleich sahen sich die Probanden später ein Bild eines Freundes, mit dem sie positive Erfahrungen verbanden, an und wurden leichten Hitzereizen ausgesetzt.
Der Vergleich der Aufnahmen der fMRT zeigte, dass bei emotionalem und körperlichem Schmerz die gleichen Hirnareale ähnlich stark aktiviert wurden. Möglicherweise ist das auch bei anderen Formen emotionaler Schmerzen der Fall, zum Beispiel bei Trauer um Verstorbene, so die Forscher.
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