26.07.2011, 10:48 Uhr | jlu
Bei einer Leberzirrhose färbt sich die Leber gelb. (Foto: Archiv)
Normalerweise erholt sich die Leber von Schäden wieder. Sind diese allerdings zu schwer, kann das Organ schrumpfen. Leberzirrhose nennen Mediziner diesen Prozess in der Fachsprache. Die Deutsche Leberhilfe e.V. geht davon aus, dass 500.000 Deutsche betroffen sind. Unbehandelt führt eine Schrumpfleber bei den meisten Patienten zum Tod. Das Problem: Die Krankheit zeigt lange Zeit keine oder nur unspezifische Symptome. Machen Sie den Test: Wie gesund ist Ihre Leber?
Bei einer Leberzirrhose wird gesundes Lebergewebe zerstört, das Organ wird kleiner - daher die Bezeichnung Schrumpfleber. Außerdem vernarbt es, wird hart und durch Bindegewebe ersetzt. Dazu kommt es, wenn chronische Leberkrankungen über Jahre oder Jahrzehnte andauern und nicht behandelt werden. Viren, Stoffwechselkrankheiten oder giftige Stoffe schädigen dabei die Leberzellen so stark, dass die Organfunktionen nach und nach abnehmen - dazu zählen unter anderem die Entgiftung des Körpers oder die Hormonproduktion.
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Das Tückische: Eine Leberzirrhose entwickelt sich langsam über Jahre hinweg. Obwohl es immer kleiner wird, arbeitet das Organ aber noch sehr lange. Deshalb macht sich die Leberveränderung meistens erst im Spätstadium bemerkbar. Typische Krankheitszeichen sind dann Gelbsucht, Juckreiz und netzartige, rote Äderchen auf der Haut. Manche Frauen leiden zudem unter Menstruationsstörungen, Männer klagen über Potenzprobleme oder Haarverlust. Am Anfang zeigt die Erkrankung dagegen keine oder nur unspezifische Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden, Müdigkeit oder Gewichtsverlust.
Einige Betroffene zeigen keine Symptome und erhalten die Diagnose Leberzirrhose erst, wenn schwere Folgeerkrankungen auftreten. Eine häufige Komplikation ist die hepatische Enzephalopathie, auch Leberkoma genannt: Bei der Gehirnerkrankung stauen sich giftige Abbauprodukte in der Leber, gelangen ins Blut und schädigen Gehirnzellen - typisch sind Zittern, Verwirrtheit oder Muskelzuckungen. Außerdem kann die Lebervernarbung dazu führen, dass sich in der Speiseröhre Krampfadern bilden. Diese können platzen und lebensbedrohliche Blutungen auslösen. Ebenso gefährlich ist die so genannte Bauchwassersucht: Dabei sammelt sich Flüssigkeit im Bauch, was zu Nierenversagen führen kann. Personen mit einer Schrumpfleber haben zudem ein höheres Risiko für Leberkrebs.
Übermäßiger Alkoholkonsum ist in Europa die häufigste Ursache für eine Leberzirrhose, sagen Experten des Berufsverbands Deutscher Internisten. Ein dauerhaft hoher Alkoholkonsum erhöhe das Erkrankungsrisiko um das sechsfache: 40 Gramm Alkohol pro Tag können beim Mann zu irreversiblen Leberschäden führen, das entspricht täglich einem Liter Bier oder einen halben Liter Wein. Frauen dürfen nur halb so viel trinken, bei ihnen können bereits 20 Gramm Alkohol täglich die Leber schädigen.
Der zweithäufigste Auslöser für die Leberveränderung ist eine Virusinfektion: Rund ein Drittel der Erkrankungen wird durch Hepatitis B oder Hepatitis C hervorgerufen. In seltenen Fällen können auch Stoffwechselkrankheiten, Herzprobleme oder die Einnahme bestimmter Medikamente hinter einer Schrumpfleber stecken.
Nur wenn die Schrumpfleber früh erkannt wird, können Komplikationen verhindert werden. Denn unbehandelt endet die Krankheit früher oder später tödlich. Zwar ist eine Leberzirrhose nicht heilbar und auch die Schäden können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Ihr Fortschreiten lässt sich allerdings aufhalten: Sind Alkohol oder andere leberschädigende Stoffe die Krankheitsursache, raten Ärzte, diese zu meiden. Steckt hinter der Leberveränderung eine andere Krankheit, etwa Hepatitis, wird diese zuerst behandelt. Erfolgt die Diagnose zu spät, ist die Leber schon so sehr zerstört, dass nur noch eine Transplantation hilft.
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jlu
Tanja schrieb:
am 31. Juli 2011 um 12:05:14
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Lebererkrankung
Habe kein Alkohol getrunken und bin von heute auf morgen erkrankt, keine Syntome und keine Ahnung woher.Habe vor zwei Jahren
eine Tranzplantation gemacht bekommen und noch heute ist unklar, wie es dazu kommen konnte, das ich Leberversagen kommen habe. Bin dankbar, das ich noch leben darf und meine beiden kleinen Kinder aufwachsen sehe.
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dieter aus GTH schrieb:
am 31. Juli 2011 um 11:54:22
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leber u.hapatitis
Leider habe 59 j. auch ich Leberzirhose und Hepat.B u. C. Es gibt für Hepat. schon Medikamente nur schlagen sie nicht bei
jeden an.Zweimal schon wurde die Behandlung abgebrochen weil kein erfolg.Mitlerweile ist es mir auch egal wie und was noch kommt Aber was mich fast etwas verzweifeln Lässt ist das ich noch zwei kleine Kinder von 8 u. 10 Jahren habe was wird aus meinen Jungs Manchmal sagen die Papa wir haben dich lLeb was ist wenn du Stirbst un Weinen.mit der Mutter haben sie es nicht so.
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Sophia schrieb:
am 31. Juli 2011 um 11:02:48
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Leber
Meine Mutter hat nie Alkohol getrunken und ist auch an der Leberzirrhose mit totalem Organversagen verstorben durch eine
Hepatitisinfektion und keiner der Ärzte konnte ihr helfen. Leider ist die Medizin noch nicht soweit.
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