10.08.2011, 10:16 Uhr | jlu
Auf der Gartenparty am Abend war noch alles in Ordnung. Besonders die Lachshäppchen, die Salate, das Tiramisu und der Pudding vom Buffet waren köstlich. Doch zuhause plagen einen plötzlich Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe. Auch der Partner und andere Gäste sind betroffen. Waren die Speisen vielleicht verdorben? Wahrscheinlich ja, denn die Symptome deuten darauf hin. Doch handelt es sich um eine Lebensmittelvergiftung oder ist es eine Salmonellen-Infektion? Wir erklären die Unterschiede.
Eine Lebensmittelvergiftung wird durch Giftstoffe hervorgerufen, die über das Essen in den Magen-Darm-Trakt gelangen. Diese Toxine werden bereits in der Nahrung von Bakterien gebildet. Das Tückische: Die Erreger können in jedem Lebensmittel vorkommen, sogar in Fertiggerichten und Konservendosen, besondere Vorsicht gilt aber bei Fleisch, Milch- und Eierspeisen. Außerdem sind viele Bakteriengifte sind hitzebeständig. Das heißt, dass die Bakterien zwar durch 30-minutiges Erhitzen auf 100 Grad Celsius sterben, das produzierte Gift kann aber nicht zerstört werden.
Anders Salmonellen: Diese Bakterien verursachen keine Lebensmittelvergiftung, sondern eine Lebensmittelinfektion. Im Unterschied zu einer Vergiftung dringen nicht die Gifte, sondern die Erreger selbst in den Magen-Darm-Trakt ein, vermehren sich dort und lösen dadurch Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen aus. Außerdem haben die Betroffenen Fieber.
Typisch für eine Lebensmittelvergiftung: Die Symptome machen sich nach einer bestimmten Zeit bei allen Personen, die von der verdorbenen Speise gegessen haben, bemerkbar. Abhängig vom Erreger, treten demnach ein bis 16 Stunden nach dem Essen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe auf; Fieber haben die Betroffenen nicht. Da der Körper beim Abwehren der Gifte viel Flüssigkeit und Salz verliert, ist es wichtig, viel zu trinken. Am besten sind Tee, Wasser oder spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke. In der Regel verschwinden die Beschwerden spätestens nach zwei Tagen. Trotzdem sollte man bei einem Verdacht auf eine Erkrankung zum Arzt gehen, das gilt vor allem für kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Auch wenn die Symptome länger als drei Tage anhalten oder blutiger Durchfall und Fieber hinzukommen, ist ein Arztbesuch nötig.
Meistens steckt das Bakteriengift des Erregers Staphylococcus aureus hinter einer Lebensmittelvergiftung. Seltener, dafür aber gefährlicher, ist das Bakterium Clostridium botulinum. Der Grund: Der Botulinumgiftstoff ist eines der stärksten Gifte, schon die winzige Menge von einem Hundertstel Milligramm ist für Menschen tödlich. Das Toxin kann zum Beispiel in selbst Eingemachtem oder selbst gepökelten Fisch und Fleisch stecken. Ein trockener Mund, Atemnot sowie Seh-, Sprach- und Schluckstörungen sind typische Vergiftungserscheinungen und machen sich zwei bis 14 Tagen nach dem Genuss eines verdorbenen Lebensmittels bemerkbar. Da Lebensgefahr besteht, sollten Betroffene schnellstmöglich zum Arzt gehen.
Vorbeugen kann man einer Lebensmittelvergiftung, indem man sich an bestimmte Hygieneregeln hält: Vor und nach dem Kochen oder der Verarbeitung von rohen Eiern, Fisch, Geflügel oder Fleisch sollte man sich stets die Hände waschen. Außerdem ist es ratsam, kalte Beilagen wie Salat nicht auf dem selben Brett zu schneiden wie das Fleisch. Sonst besteht die Gefahr, dass die Bakterien andere Lebensmittel befallen. Zudem sollte man leicht verderbliche Lebensmittel im Kühlschrank lagern und möglichst schnell aufbrauchen. Auch hilft es, Spülschwämme und Küchenhandtücher regelmäßig zu wechseln. Zum Schutz vor einer Salmonellen-Infektion gelten die selben Hygienemaßnahmen, wie bei einer Lebensmittelvergiftung. Hinzu kommt, dass auch das Kochen von Speisen Salmonellen unschädlich macht.
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jlu
Haidoo schrieb:
am 11. März 2011 um 09:51:57
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Lebensmittelvergiftung
Unglaublich! Schulungen zu HACCP, IFSG, Qualitätshandbücher, Dokumentationsvorschriften und die Eigenkontrolle
existieren schon längst. Kontrollen ergehen aber der WKD wird entmachtet.
Ich kenne das, und der Aufwand nervt otmals. Aber die Verantwortung für Andere und deren Gesundheit oder Leben kann nicht hoch genug eingestuft werden. Vielen Kollegen geht dies aber am A..... ab. Schämt Euch !!!!!!!!!
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gabriele schrieb:
am 11. März 2011 um 08:37:40
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Lebensmittel
Pestizite,Salmonellen--grüne Männchen---was sollen wir denn dann noch essen??Hinz und Kunz können Imbißbuden aufmachen und
kontrolliert wird erst,nachdem was passiert ist---und dann bloß ein DUDU---bei dem geringsten Vergehen,den Laden schließen,das wäre schon ein großer Schritt zur Sauberkeit
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