17.07.2008, 09:47 Uhr | bri/dpa
Die Ampelkarte der Verbraucherzentralen soll den Einkauf erleichtern. (Foto: imago)Nährwertangaben auf Lebensmitteln sind häufig kaum zu durchschauen. Eine Einkaufshilfe der Verbraucherzentralen soll jetzt Abhilfe schaffen. Die Checkkarte im Kreditkartenformat listet für Lebensmittel und Getränke auf, welche Anteile an Fett, Zucker und Salz als gering, mittel oder zu hoch gelten. Zur besseren Verständlichkeit sind die Werte mit den Farben rot, gelb und grün hinterlegt. So sollen Verbraucher Dickmacher im Supermarkt leichter entlarven können.
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Die Ampelkarte der Verbraucherzentralen soll den Einkauf erleichtern. (Foto: imago)
Mit der Checkkarte, die in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen erhältlich ist, könnten die Verbraucher ohne Hilfsmittel durch den Konsumalltag kommen, sagt der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband Gerd Billen. Angaben, die manche Hersteller schon jetzt auf ihre Packungen druckten, sind nach Ansicht der Verbraucherschützer teils irreführend. Manche Werte seien unrealistische Miniportionen wie eine Handvoll Chips bezogen. Werte für Kinderprodukte basierten oft auf Empfehlungen für Erwachsene. Auch bei uns können Sie sich die Karte ausdrucken. Klicken Sie auf folgenden Link:
"Mit der Karte können Verbraucher an der Ladentheke überschlagen, ob ein Produkt besser in Maßen zu genießen ist", sagt Dr. Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg. Wer den Einkauf zu Hause unter die Lupe nehmen will, kann dies auch mit Hilfe eines Ampelrechners im Internet tun und zwar unter www.verbraucherzentrale-ampelcheck.de.
Mit dieser Aktion nehmen die Verbraucherschützer die Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln vorweg. Verbraucherminister Horst Seehofer lehnte das System bisher ab. Er will mit der Wirtschaft über eine freiwillige Kennzeichnung mit Farben reden, bei der der Anteil an Fett, Zucker, Salz, Kalorien und gesättigten Fettsäuren in Bezug zur empfohlenen Tagesration angegeben wird. Zugleich will er sich auf EU-Ebene dafür stark machen. Die EU plant eine Pflichtkennzeichnung.
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Quelle: t-online.de
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