11.07.2011, 08:46 Uhr | cme/dpa-tmn
Im Sommer sollten Sportler langsam tun. (Foto: imago)
Im Sommer macht Sport im Freien besonders viel Spaß. Doch bei Temperaturen von mehr als 25 Grad Celsius sollte man das Training vorsichtig angehen. Denn der Körper hat größere Probleme, die beim Sport entstehende Wärme abzutransportieren. Im Extremfall kann er überhitzen, wenn das körpereigene Kühlsystem versagt. Lesen Sie hier sieben Tipps, die Sportler im Sommer beachten sollten.
Beim Training in der Sommerhitze steigt die Körpertemperatur an, ähnlich wie bei leichtem Fieber. Deshalb schwitzen wir. Die Schweißtropfen verdunsten auf der Haut und kühlen so den Körper. Doch um ausreichend schwitzen zu können, braucht der Körper mehr Flüssigkeit. Wer zu wenig trinkt, dem drohen vorzeitige Erschöpfung und Kreislaufprobleme. Bei sehr hohen Temperaturen und gleichzeitiger körperlicher Anstrengung kann das System auch komplett versagen. Die Körpertemperatur kann dann auf Werte über 40 Grad steigen, ein Hitzschlag droht.
Beim Laufen ist es sinnvoll, seine Herzfrequenz mit einer Pulsuhr zu kontrollieren und im Hochsommer etwa fünf Herzschläge langsamer zu laufen als gewohnt. Das rät Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Das entlaste den Körper, der bei Hitze neben der Energie für die Bewegung zusätzlich Energie aufwenden muss, um die Wärme abzutransportieren.Wer also normalerweise bei einem Trainingspuls von 160 Schlägen pro Minute trainiert, sollte im Sommer maximal einen Puls von 155 Schlägen pro Minute haben.
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Steigen die Werte auf dem Thermometer auf mehr als 30 Grad, kann es leicht passieren, dass der Körper überhitzt. Sportler sollten daher nie ohne Kopfbedeckung unterwegs sein und die Belastung nicht übertreiben, betont Froböse. Wichtig sei außerdem, den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Der Sportwissenschaftler empfiehlt, schon vor dem Training 0,3 Liter Wasser zu trinken. Dauert die Trainingseinheit länger als eine Stunde, trinkt man alle 15 bis 20 Minuten kleine Schlucke während des Sports.
Zur sommerlichen Sportausrüstung gehören neben der Kopfbedeckung eine Sonnenbrille und das Eincremen mit Sonnenschutzmitteln. Sportler sind besonders sonnenbrandgefährdet, denn der Schweiß wirkt auf der Haut wie ein Brennglas, verstärkt also die Sonnenstrahlen. In der Zeit zwischen 12 und 15 Uhr, in der die Sonneneinstrahlung am intensivsten ist, sollten Sportler auf das Training verzichten. Am besten eignet sich der frühe Morgen, weil die Luft dann noch nicht so sehr aufgeheizt ist und die Ozonwerte niedrig sind.
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