28.06.2011, 09:14 Uhr | cme
Bei Hitze kann der Kreislauf schlapp machen. (Foto: imago)
Seit Tagen klettern die Temperaturen höher und die schwüle Hitze wird zunehmend zur Belastung: Wir leiden unter Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufbeschwerden. Was die meisten Menschen nur als unangenehm empfinden, kann für ältere oder kranke Menschen zur echten Gefahr werden. Doch auch bei vielen gesunden Menschen macht der Kreislauf schlapp. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Kreislauf auch an heißen Tagen stabil halten.
Schwitzen ist das Kühlsystem unseres Körpers. Der Schweiß verdunstet auf der Körperoberfläche, was einen Kühleffekt hat. Dies hat zur Folge, dass wir mehr Flüssigkeit benötigen. Viele Hitzeprobleme wie der geschwächte Kreislauf sind daher auf Flüssigkeitsmangel zurückzuführen: "Bei Hitze verliert der Körper große Mengen Flüssigkeit und Mineralien", erklärt Prof. Dr. Alexander Hartmann, leitender Oberarzt an der neurologischen Rehabilitationsklinik in Köln. Die Folge: Erschöpfung und Kreislaufprobleme.
Wie sich Hitzeerschöpfung bemerkbar macht und warum der Betroffene warm gehalten werden muss. Erste Hilfe Schritt für Schritt. zum Video
Bei sehr hohen Temperaturen und gleichzeitiger körperlicher Anstrengung kann das System auch komplett versagen. Die Körpertemperatur kann dann auf Werte über 40 Grad steigen, ein Hitzschlag droht. In den meisten Fällen ist ein Notarzt gefragt, denn unbehandelt ist der Hitzschlag lebensbedrohlich. Bei einer Körpertemperatur von über 40 Grad können Nieren und Gehirn geschädigt werden. Erste Anzeichen sind Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit, aber auch ein beschleunigter Puls sowie heiße, gerötete Haut. Auch Krampfanfälle können auftreten, wie der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) meldet.
Die erste Maßnahme bei Verdacht auf Überhitzung ist die Kühlung: „Bei einem Hitzschlag muss der Körper sofort gekühlt werden, am besten mit einem nassen Bettlaken oder in einer Badewanne mit kaltem Wasser", rät Dr. Franz Nowak vom BDI. Auch das Zufächeln von Luft oder das Lagern im Schatten schafft erste Abhilfe. „Außerdem sollten die Helfer darauf achten, dass der Betroffene genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Denn auch Flüssigkeits- und Mineralsalzverlust rufen die Symptome eines Hitzschlags hervor", so der Intensivmediziner.
Damit es gar nicht erst soweit kommt, lautet die Regel Nummer eins: genügend trinken. Zwei bis drei Liter am Tag sollten es mindestens sein, besser noch etwas mehr. Hartmann empfiehlt als optimalen Durstlöscher Mineralwasser. Doch auch Fruchtschorlen, Kräutertees und Gemüsesäfte liefern Flüssigkeit und Mineralstoffe. Am besten trinkt man an heißen Tagen schon bevor der Durst kommt. Kaffee und alkoholische Getränke sollte man dagegen meiden, sie entziehen dem Körper noch mehr Flüssigkeit und können die Kreislaufprobleme verstärken. Und auch wenn es auf den ersten Blick erfrischend erscheint: Eisgekühlte Getränke eignen sich nicht zur Abkühlung, da sie vom Körper erwärmt werden müssen. In der Folge schwitzt man noch mehr.
Wer die heißen Tage ohne Klimaanlage im Büro verbringen muss, leidet besonders. Zur Abkühlung zwischendurch eignen sich kühle Umschläge aus feuchten Lappen oder ätherische Öle aus Zitronengras oder Pfefferminz. Ein erfrischendes Aquaspray lässt sich ganz einfach selbst herstellen: Füllen Sie Wasser in ein Pumpfläschchen, mischen Sie es im Verhältnis 1:3 mit Franzbranntwein, ein paar Tropfen Pfefferminz- oder Zitronengrasöl – fertig.
Sport treiben ist zwar gesund, im Sommer besteht jedoch die Gefahr, dass Sie Ihrem Körper mehr schaden als nutzen. Durch die Anstrengung bei der Hitze treiben Sie Ihre Körpertemperatur noch weiter nach oben und verbrauchen noch mehr Wasser. Bis zum kollabierten Kreislauf und einem Hitzschlag ist es dann nicht mehr weit. Wer auf seinen Sport nicht verzichten will, sollte das Training besser in die kühleren Tageszeiten verlegen - in die Abendstunden oder den Morgen.
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Quelle: t-online.de
noch eine mutter schrieb:
am 28. Juni 2011 um 20:45:18
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sport an heißen tagen
ich kann auch nicht verstehen warum sportfeste in den schulen nicht anders organisiert werden können. man kennt
sicher noch den einen oder die eine die schlappt gemacht hat bei der hitze oder? und teilnahme ist pflicht konnte man nur mit krankenscheinen entgehen. bessere planung echt nötig!!!
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magge schrieb:
am 28. Juni 2011 um 11:49:43
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Buro Buro
Jaja die Schwerarbeiter vom Büro tun mir auch leid.Laut Bericht arbeitet ganz Deutschland im Büro.Da gibts Berufszweige da würde
ein Büroarbeiter nach 2 Stunden tot umfallen vor Hitze.Respekt vor denen die hier mal wieder nicht erwähnt werden.
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peboe schrieb:
am 28. Juni 2011 um 11:23:50
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Kaffee
@DeIP, Völlig richtig, aber in manchen hier veröffentlichten "medizinischen" Beiträgen steht ja noch mehr Unsinn. @Ingo, du
sollst den Patienten auch nicht in eine Badewanne Eiswasser werfen. Das Wasser sollte kühler als die Körpertemperatur des Patienten sein und man muss den Patienten langsam abkühlen. Das Problem bei manchen von diesen Beiträgen ist, dass sie stark verkürzt wiedergegeben werden ( natürlich nur aus redaktionellen Gründen :-) ).
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