19.12.2011, 14:54 Uhr | akl
Krebsvorsorge ist wichtig. Oft liegen die Heilungschancen bei Krebs bei 90 Prozent. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Krebs ist unter allen Krankheiten der größte Angstmacher der Deutschen. Das ergab eine, von der DAK in Auftrag gegebenen, Forsa-Umfrage. 73 Prozent gaben an, Angst vor einer Krebserkrankung zu haben. Die Sorge liegt darin begründet, dass die Krankheit jeden treffen könne und einen schweren, oft tödlichen Verlauf nehme. Umso verwunderlicher ist es, dass das Angebot für Krebsvorsorge so wenig genutzt wird. Denn viele Krebsarten sind heilbar - wenn sie rechtzeitig erkannt werden.
Die DAK befragte 3.000 Männer und Frauen. Laut der Umfrage nutzten 73 Prozent der Frauen die gesetzlichen Angebote zur Krebsfrüherkennung, jedoch nur 47 Prozent der Männer. Um Krankheiten, darunter auch Krebs, vorzubeugen, achtet die große Mehrheit der Befragten auf eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, geringem Alkoholkonsum und regelmäßiger sportlicher Betätigung. Eine gesunde Lebensweise allein reicht aber nicht aus. Früherkennungsuntersuchungen schaffen Klarheit. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.
In Deutschland leben derzeit ungefähr 1,4 Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung, so die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Jährlich kommen etwa 450.000 Neuerkrankungen hinzu. Doch die Heilungschancen stehen gut, wenn der Krebs rechtzeitig entdeckt wird. So liegt die Heilungsrate bei Brustkrebs bei einer frühzeitigen Erkennung bei 80 bis 90 Prozent, so die DKG. Das gleiche gilt auch für Darmkrebs. Bei einer frühen Diagnose können 90 Prozent der Darmkrebspatienten geheilt werden. Hohe Heilungschancen bestehen ebenso bei Hautkrebs und bei Prostatakrebs.
Ab dem 35. Lebensjahr zahlen die Krankenkassen einen Gesundheitscheck. Dabei können Krankheiten wie Brustkrebs früh erkannt werden. zum Video
Ab 35 Jahren gibt es alle zwei Jahre der "Check-up 35". Neben der körperlichen Untersuchung kontrolliert der Arzt die Cholesterin-Werte, den Blutzucker und den Urin. Die Hautkrebsuntersuchung kann ebenfalls ab 35 Jahren alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden. Ab 45 Jahren können Männer die Prostatakrebsuntersuchung wahrnehmen. Sie erfolgt jährlich. Hierbei werden die äußeren Geschlechtsorgane sowie der Enddarm abgetastet. Auch die Untersuchung der Lymphknoten ist Bestandteil der Untersuchung. Ab 50 Jahren können Männer einmal jährlich einen Darmkrebs-Tests durchführen lassen. Hierbei wird geschaut, ob Blut im Stuhl ist. Die Darmspiegelung ist ab 55 Jahren Bestandteil der Krebsvorsorge.
Ab 20 Jahren ist die jährliche Untersuchung der Geschlechtsorgane ratsam, um Gebärmutterhalskrebs und Genitalkrebs frühzeitig zu erkennen. Ab 30 Jahren wird die Brustkrebs-Vorsorge angeboten. Sie wird jährlich durchgeführt. Hierbei tastet der Arzt die Brust und die Lymphknoten ab. Ab 35 Jahren gibt es, wie bei den Männern auch, den "Check-up 35" sowie die Hautkrebsuntersuchung. Auch die Darmkrebsvorsorge ist ab 50 zu empfehlen. Neben der Darmkrebsvorsorge kommt noch die Brustkrebsvorsorge hinzu. Hierbei wird eine Röntgenuntersuchung der Brust durchgeführt. Die Untersuchung wird alle zwei Jahre angeboten, eine schriftliche Benachrichtigung gibt Auskunft, wann die nächste Untersuchung ansteht.
IGel steht für "Individuelle Gesundheitsleistungen" und bezeichnet die Leistungen der Vorsorge- und Service-Medizin, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden. Dazu zählen unter anderem auch ein Gebärmutterhalskrebs-Screening sowie ein Prostatakarzinom-Screening. Ob die Zusatzleistung sinnvoll ist, kann der Patient häufig schwer selbst einschätzen. Er sollte den Arzt nach dem Nutzen, aber auch nach den Risiken der Behandlung fragen. Interessant zu wissen ist auch, warum die Leistung nicht von der Kasse übernommen wird und ob die sie wissenschaftlich untersucht ist. Ist der Patient unsicher, kann er bei seiner Krankenkasse nachfragen oder sich bei einem anderen Arzt eine zweite Meinung einholen. Zudem sollte der Patient auf einen Kostenvoranschlag bestehen.
Hier finden Sie den passenden Krebsspezialisten in Ihrer Nähe und sehen, wie andere Patienten ihn bewertet haben. Arztsuche starten
akl
FIGARO schrieb:
am 4. Februar 2012 um 08:05:29
(0)
(0)
Bin ich der "HIGHLENDER"?
Mit dem Leben ist es, wie mit einem Theaterstück:
Es kommt nicht darauf an, wie lang es war,
sondern wie
bunt.
Damit ist alles gesagt, was gesagt sein sollte!
mehr
Kommentar melden
Mäc schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 00:09:37
(0)
(0)
Jein
Gesund, gesünder, unsterblich. Schon klar – ich selbst lebe voller Genuß – der „Gesundlebende“ lebt 5-10 Jahre länger und
verbringt diese teils nicht selten in Pflege mit täglichem Windelwechsel. Was nun besser? Innerhalb eines Jahres an Krebs krepieren oder sich 5 Jahre vollka..en und andern zur Last fallen? Nicht die Länge machts… in 100 Jahre ist man Staub und keiner erinnert sich an euch. Wie heißt es: Lebt jeden Tag als wäre es der Letzte. Man muß Krebs nicht herausfordern, aber...
mehr
Kommentar melden
rovercraft schrieb:
am 20. Dezember 2011 um 13:08:36
(0)
(0)
krebsvorsorge
die krebsvorsorgeuntersuchungen können höchstens einen schon unterwegs befindlichen krebs entdecken, aber ihn nicht heilen.
vorbeugung ist angesagt, d. h. die richtigen lebensmittel essen und diese sind nicht fleisch, milch, industrieerzeugnisse, auch keine auch kaltgepresste öle (wie viele wissen, das olivenöl 14% gesättigte fette enthällt, alles anderes als gesund?) und co., sondern pflanzliche nahrungsmittel, möglichst thermisch unbehandelt...
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ