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Softdrinks und heißer Tee als Krebsrisiken

vom Mon Feb 08 12:33:13 CET 2010 | aktualisiert am Tue Feb 09 12:46:14 CET 2010 | cme

Bis zu 40 Prozent aller Krebserkrankungen könnten durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden, gab die Weltgesundheitsorganisation WHO kürzlich bekannt. Doch was sind eigentlich die größten Krebsrisiken? Dass Rauchen, zu viel Sonne und ungesundes Essen Krebs auslösen können, ist bekannt. Auch Umweltgifte und Pestizide werden von vielen Menschen als Ursache genannt. Doch wussten Sie, dass Softdrinks und zu heiß getrunkener Tee das Krebsrisiko erhöhen? Und dass auch Schichtarbeit inzwischen als krebserregend eingestuft wird? Sieben unbekannte Risikofaktoren für Krebs.

Krebsrisiko: Softdrinks steigern das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. (Foto: imago)

Softdrinks steigern das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. (Foto: imago)

Zucker aus Softdrinks lässt Krebszellen wachsen

Softdrinks machen dick, das ist bekannt. Doch Forscher aus Singapur behaupten nun, dass Limo und Cola auch zu Bauchspeicheldrüsenkrebs führen können. Laut ihrer Studie mit 60.000 Teilnehmern haben Menschen, die zwei oder mehr Softdrinks pro Woche trinken, ein um 87 Prozent erhöhtes Risiko für die Krebserkrankung. Die Wissenschaftler erklären dies damit, dass durch den Zucker mehr Insulin ausgeschüttet wird, was das Wachstum der Krebszellen begünstige. Fruchtsäfte seien in dieser Hinsicht ungefährlich.

Heißer Tee schadet der Speiseröhre

In Europa gelten Rauchen und Alkohol als die größten Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs. Dass auch zu heiß getrunkener Tee das Risiko zu erkranken drastisch erhöht, zeigt eine Untersuchung aus dem Norden Irans. In der Provinz Golestan wurden besonders viele Fälle von Speiseröhrenkrebs beobachtet, obwohl die Menschen dort nur wenig Tabak und Alkohol konsumieren - allerdings sehr viel Tee. Mediziner der Universität Teheran fanden heraus, dass das Erkrankungsrisiko um das Achtfache stieg, wenn der Tee bei mehr als 70 Grad Celsius getrunken wurde.

Schichtarbeit als Krebsrisiko

Der Zusammenhang zwischen Schichtarbeit und Krebs wurde inzwischen in mehr als 30 Studien untersucht. Eine aktuelle Auswertung mehrerer Studien zeigte: Flugbegleiterinnen und Pilotinnen haben ein 70 Prozent höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken als der Durchschnitt. Bei ihren männlichen Kollegen ist das Risiko für Prostatakrebs um 40 Prozent erhöht. Die WHO stufte bereits 2007 einige Formen der Schichtarbeit als krebserregend ein. Warum Schichtarbeit so schädlich ist, kann bislang nur aus Tierversuchen abgeleitet werden: Wird der natürliche Rhythmus aus Licht und Dunkelheit durcheinander gebracht, geraten auch bestimmte Hormone im Körper durcheinander. Das Immunsystem wird geschwächt und die Bildung von Tumoren begünstigt.

Rauchen größter Risikofaktor für Krebs

Vergessen sollte man aber nicht: Rauchen gilt nach wie vor als der größte Risikofaktor für Krebserkrankungen. So ist der blaue Dunst bei Männern für mindestens ein Viertel der Todesfälle durch Krebs verantwortlich. Hoher Alkoholkonsum und fettes Essen stehen auf Platz zwei und drei der größten Krebsrisiken. Dagegen werden Umweltgifte und Pestizide als Risikofaktoren überschätzt.

cme

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