21.02.2012, 17:14 Uhr | dpa
Während die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland weiter ansteigt, haben sich die Überlebenschancen für die Patienten in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Vor 1980 seien zwei Drittel der Erkrankten an Krebs gestorben, inzwischen seien es weniger als die Hälfte, sagte Klaus Kraywinkel, Leiter des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut (RKI).
Durch verbesserte Therapien geht die Sterberate seit 1999 zurück, teilt das RKI mit. Allerdings nimmt die Zahl der Krebserkrankungen bundesweit weiter zu. Für 2012 sei mit 490.000 Neuerkrankungen zu rechnen, sagte Kraywinkel. 2008 seien jüngsten Auswertungen zufolge 470.000 Menschen neu an Krebs erkrankt, 70.000 bis 80.000 Patienten mehr als zehn Jahre zuvor. Für 2012 rechnet das Robert Koch-Institut mit knapp 490 000 Erkrankungen
Der Hauptgrund für den Anstieg der Neuerkrankungen ist laut RKI die demografische Entwicklung. Die meisten Krebsfälle treten im Alter auf, die Zahl älterer Menschen nimmt zu Zudem seien durch die Einführung des Mammographie-Screenings zur Brustkrebsvorsorge mehr Erkrankungen erkannt worden. Gleiches gelte für die Früherkennung von Hautkrebs, sagte Kraywinkel. Brustkrebs macht bei den Frauen etwa ein Drittel aller Fälle aus, bei den Männern ist Prostatakrebs mit einem Anteil von etwa 25 Prozent die häufigste Krebsart. Hochgerechnet auf 2012 leben in Deutschland etwa 1,4 Millionen Menschen, bei denen die Diagnose Krebs in den vergangenen fünf Jahren gestellt wurde.
Im Zentrum für Krebsregisterdaten des RKI werden die Daten der Landeskrebsregister auf Bundesebene gesammelt und ausgewertet. Gemeinsam mit der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) veröffentlicht das RKI alle zwei Jahre den Bericht "Krebs in Deutschland". Bislang können die bundesweiten Neuerkrankungszahlen nur geschätzt werden. Die Datengrundlage dafür hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Zählen statt Schätzen wird allerdings erst möglich, wenn aus allen Bundesländern flächendeckende, vollzählige Daten übermittelt werden.
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Quelle: dpa
Annette schrieb:
am 21. Februar 2012 um 22:41:54
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Statistiken und ihre Aussagen
Unbestreitbar sind die absoluten Zahlen der Neuerkrankungen gestiegen, aber wie sieht dies im Verhältnis zu
der Bevölkerungszahl aus? Oder im Verhältnis zum Alter der Patienten oder zum Anteil der Ü60-Jährigen in der Gesellschaft? Nur mit absoluten Zahlen hat dies keine große Aussagekraft!
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Herrmann schrieb:
am 21. Februar 2012 um 18:37:14
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Gut zu wissen obwohl es meine Frau
doch erwischt hat. Dank OP, Chemo, Bestrahlung und dem wundervollen Begleitbuch für die Seele Die
homöopathische Krebstherapie von Petra Maria Scheid haben wir den Brustkrebs zwar besiegt, aber eine Restangst wird die nächsten paar Jahre noch bleiben. Drück allen die Daumen die nicht in die Statistik reinpassen.
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www schrieb:
am 21. Februar 2012 um 17:50:09
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Märchenerzähler
sind wieder unterwegs. Kein Wort kann man glauben. Nur Beruhigungspillen angesichts der gestiegenen Krebsrate. Und es sind
nicht nur Alte die sterben.
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