20.12.2010, 13:24 Uhr | jlu/dpa/afp
Schwarzer Hautkrebs - diese Diagnose erhalten jedes Jahr rund 16.000 Deutsche. Das Tückische: Wer erkrankt, hat ein höheres Risiko, auch weitere Krebsarten zu bekommen. Denn die Metastasen streuen bereits sehr früh in das Lymphsystem und die Blutgefäße hinein und befallen auch andere Organe. So auch bei Celia von Bismarck, die Gräfin starb am 17. Dezember an den Folgen von Hautkrebs. Bereits im Januar dieses Jahres erlag der Handball-Nationalspieler Oleg Velyky seinem Hautkrebs-Leiden.
Patienten mit Schwarzem Hautkrebs, dem Malignem Melanom, haben ein doppelt so hohes Risiko, an anderen Krebsarten zu erkranken, wie andere Menschen. Das hat eine Studie der Queen's University in Belfast ergeben. Aber auch bei Hautkrebs-Patienten mit anderen Hautkrebsarten war das Risiko immer noch um 57 Prozent höher als beim Rest der Bevölkerung.
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Darmspiegelung, Prostatauntersuchungen und Kontrolle von Leberflecken. zum Video
Auch bei Celia von Bismarck haben die Metastasen des Schwarzen Hautkrebses ein anderes Organ befallen, nämlich die Bauchspeicheldrüse. Die Diagnose "Schwarzer Hautkrebs mit Metastasen im Unterleib" erhielt die 39-Jährige, als sie vor zwei Monaten wegen Bauchschmerzen zum Arzt ging. Gestorben ist sie an Bauchspeicheldrüsenkrebs, einer Krebsart, die meist tödlich verläuft. Damit ist die Erkrankung bei der Schweizerin typisch verlaufen: Der Krebs geht zwar von der Haut aus, verursacht aber andere Krebsarten, an denen der Patient letztendlich stirbt. Deshalb ist das Maligne Melanom die gefährlichste Hautkrebsvariante.
Während bei einigen Krebsarten die Zahl der Neuerkrankungen sinkt, bekommen immer mehr Menschen schwarzen Hautkrebs. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen. Das belegt der aktuellste Jahresbericht des Gemeinsamen Krebsregisters 2005-2006. Der größte Risikofaktor für Hautkrebs sind Sonnenbäder ohne ausreichenden Hautschutz. Rothaarige Menschen mit heller Haut sollten sich besonders gut vor zu viel Sonne schützen: Statistisch gesehen haben sie ein fast fünfmal höheres Erkrankungsrisiko als Dunkelhaarige. Gefährdet ist auch, wer in jungen Jahren oft einen Sonnenbrand hatte. Experten warnen zudem vor Hautschäden durch Bräunen im Solarium.
Entscheidend für die Behandlung von Schwarzem Hautkrebs ist die frühe Diagnose: Leberflecken und andere Male, die sich verändern, sollte man untersuchen lassen. Typische Merkmale kann man mit der so genanten ABCDE-Regel erkennen: Asymmetrie, Begrenzung, Rand, Color, Durchmesser und Erhaben. Wer also ein Hautfleck entdeckt, der nicht gleichmäßig rund ist, einen unscharfen Rand hat, mehrfarbig ist, größer als fünf Millimeter ist und etwas höher steht, sollte zum Arzt gehen. Seit Juli 2008 bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung für Versicherte ab 35 Jahren. Die Untersuchung kann alle zwei Jahre wiederholt werden.
Ein Medikament gegen Schwarzen Hautkrebs gibt es noch nicht. Derzeit werden allerdings weltweit rund 200 Patienten mit einem neuen Wirkstoff namens PLX 4032 behandelt. Es blockiert die Aktivität eines Gens, das an der Entstehung von 50 Prozent der Malignen Melanome beteiligt ist. Die ersten Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass das Präparat das Leben der Betroffenen verlängern kann. In einigen Fällen bildete sich der Krebs sogar zurück. Auf für die Diagnose gibt es eine neue Technik: Ein Laserscanmikroskop, das Schichtbilder der Oberhaut erstellt. Ähnlich wie Schallwellen beim Ultraschall mache das Laserlicht die Hautstrukturen über Reflexion sichtbar. "Diese neue Untersuchungsmethode könnte die Entnahme von Gewebeproben überflüssig machen", sagt Eggert Stockfleth, Leiter des Charité-Hauttumorcentrums in Berlin.
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jlu/dpa/afp
ich schrieb:
am 15. August 2011 um 11:00:20
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Vorsorge
Nachdem ich im Dezember eine Hautveränderung entfernt bekommen habe, die dann im Mai noch nachoperiert wurde (mußte noch größer
ausgeschnitten werden), bin ich zum Hautscreening gegangen. Hier wurden nochmals 2 Veränderungen entdeckt und in der Folge entfernt. Ich bin auf jeden Fall Risikopatient und werde nun die 2maligen Untersuchungen pro Jahr auf jeden Fall wahrnehmen. Übrigens auch alle, die mit mir 1. Grades verwandt sind. Habe 2 Kids, die brauchen ihre Mama noch !!!
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Laie schrieb:
am 25. Dezember 2010 um 20:00:19
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@Tissot1853
Ich bin kein Arzt, aber ich kann mit Ernährung (und Pflegeprodukten) die Neurodermitis meiner Tochter geradezu steuern, man
sieht sofort, wenn sie "schummelte" oder schwach wurde (durch Mitschüler, Angehörige oder Bekannte) und ist dann meist k.o. Wenn man bedenkt, daß Hautkrebs überwiegend bei Menschen mit bestimmten Hautschwächen (auch Psorasis, Rosazea) auftritt, sehe ich schon die Zusammenhänge und empfinde die Beobachtungen von Leser sehr schlüssig: Abgestimmt versorgt bleibt krebsfrei!
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Tissot1853 schrieb:
am 22. Dezember 2010 um 18:13:46
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Hautkrebs
@Leser
Ich war lange am überlegen, ob ich darauf schreiben soll oder nicht .
Was hat die Ernährung mit Hautkrebs zu tun ?
.
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