07.02.2011, 08:47 Uhr | dpa
Eine Impfungen gegen Krebs ist möglich. (Foto: ddp)
Impfen gegen Krebs ist keine Zukunftsvision mehr. "Bei zwei durch Viren verursachten Krebsarten existieren bereits wirksame Impfungen - beim Leberkrebs und beim Gebärmutterhalskrebs", so Professor Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Gebärmutterhalskrebs ist weltweit einer der häufigsten bösartigen Tumore bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich 6000 Frauen daran, 1700 sterben. Harald zur Hausen hatte 2008 den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung bekommen, dass bestimmte Viren Gebärmutterhalskrebs auslösen können.
Seit 2007 ist eine Impfung gegen diejenigen Viren verfügbar, die 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebsfälle auslösen. Diese Impfung wird derzeit insbesondere Mädchen vor dem ersten Sexualkontakt verabreicht. In Deutschland sei die Impfquote nach Berichten über angebliche Nebenwirkungen jedoch rückläufig, bedauerte zur Hausen. Er verwies auf Studien australischer Forscher, denen zufolge auf 100 000 Impflinge lediglich eine einzige gravierende Nebenwirkung wie etwa eine Allergie gegen den Impfstoff festgestellt worden sei. "Das ist aber eine geringere Quote als bei Impfungen, die für Kinder und Jugendliche von der deutschen Ständigen Impfkommission empfohlen werden." Die Gegner der Gebärmutterhalskrebsimpfung seien entsprechende Studien über häufige Nebenwirkungen schuldig geblieben.
In Deutschland sei derzeit nur ein Drittel aller Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren geschützt, sagte zur Hausen. In Australien seien es 84 Prozent. Der Krebsforscher empfahl, auch Jungen impfen zu lassen. Zum einen, weil sie die Viren dann nicht mehr auf ihre Sexualpartnerinnen übertragen könnten, zum anderen, weil auch Krebserkrankungen im Rachenraum und im Analbereich zu einem Drittel verhindert werden könnten, die ebenfalls von den sogenannten Papillomviren ausgelöst werden können. "Bei globaler Impfung beider Geschlechter könnten wir die Papillomvirustypen, gegen die die Impfung schützt, vollständig ausrotten."
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Neben der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs schützt eine Hepatitis-Impfung vor Leberkrebs. Das Karzinom ist häufig Folge einer Leberentzündung durch Hepatitisviren. "Nach einer Vergleichsstudie aus Taiwan führte die Impfung nach der Geburt zu einer Verminderung dieser Erkrankungen um 70 Prozent", berichtete zur Hausen. Er erwartet, dass noch mehr Impfungen gegen krebsauslösende Erreger wie etwa gegen ein Magenkrebsbakterium entwickelt werden. Der Krebsforscher ist einer der Hauptredner bei der 2. Nationalen Impfkonferenz in Stuttgart.
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dpa
Reinhold schrieb:
am 8. Februar 2011 um 12:17:48
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@ Ada. Hochprozentiges
scheint auch der Grund für diesen Kommentar zu sein, und zwar im Blut von Ada. Anders kann man sich diesen
Schwachsinn nicht erklären. Es ist schon erstaunlich, was für dummes Zeug die Kommentatoren hier von sich geben. Alles wohl Möchtegern-Mediziner mit Null Ahnung.
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Ada schrieb:
am 7. Februar 2011 um 13:56:02
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Magenkrebsbakterium????
Dafür braucht man keine Impfung, sondern jeden Tag was Hochprozentiges zum desinfizieren! - Manchmal frage ich mich,
ob es auf diesen med. Versammlungen überhaupt noch ansatzweise um Heilung geht. Das scheinen doch nur noch Zusammenkünft zur Beratung wie man aus Sch.... Geld machen kann, zu sein.
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juergen schrieb:
am 7. Februar 2011 um 12:21:23
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Krebsimpfung
Kann mich erinnerern - war ca. 1960 - "Zukunftsbericht" im damaligen Fernsehen: In 50 Jahren wird der Krebs besiegt sein. Dachte
damals (ich wußte schon wie lebensbedrohend die Krankheit ist), wenn Du in das "gefährliche" Alter kommst, wird's was dagegen geben. Heute bin ich 60 Jahre alt - und es hat sich nicht wirklich viel getan. Um mich herum sterben die Freunde und Bekannte an der scheiß Krankheit wie die Fliegen. Die "geldgeile" Pharmaindustrie - auch die seriösen Forscher packens nicht
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