08.07.2011, 18:03 Uhr | Linda Freutel
Die Aura des Vollweibs kann man lernen. (Foto: imago)
Barbara Schöneberger, Iris Berben und Dita von Teese, sie alle wirken unbeschreiblich feminin und sexy. Manche Frauen haben von Natur aus eine besonders weibliche Ausstrahlung. Doch die Aura des Vollweibs kann man auch lernen. Fünf Tipps für mehr Weiblichkeit.
Es kann so einfach sein: Der Psychologe Hans Eysenck hat auf den Punkt gebracht, was Weiblichkeit optisch ausmacht: Je mehr sich ein Frauenkörper von dem eines Mannes unterscheidet, desto weiblicher wirkt er. Dabei muss man nicht mal auf Silikon und Co. setzen. Weibliche Reize müssen nicht groß oder auffällig sein, um ins Auge zu fallen. Im Klartext: Trauen Sie sich mehr zu und trauen Sie sich, das auch zu zeigen.
Betonen Sie Ihr Dekolleté, die Beine oder Schultern – jedoch niemals alles zusammen. Sinnlichkeit hat nämlich viel mit Fantasie zu tun. Je mehr Raum für Mutmaßungen und Assoziationen bleibt, desto besser. Wer all seine Reize zugleich betont, wirkt uninteressant und wenig ladylike. Zudem fühlt man sich selbstsicherer, wenn man kleine Makel verbergen kann.
Apropos Makel: Reife Frauen wirken häufig besonders feminin, weil sie gelernt haben, ihren Körper zu lieben, egal, wie er aussieht. Sie kennen und mögen die eigene Imperfektion. Nur wer sich wohl fühlt, ist schön. Das spiegelt sich auch in der Körpersprache wider. Man berührt sich öfters, streicht sich durchs Haar und erregt unbewusst Aufmerksamkeit.
Die Körpersprache ist in Sachen Weiblichkeit ein wichtiger Gradmesser. Je anmutiger die Bewegung und stolzer die Haltung, desto vornehmer die Erscheinung. Und so geht’s: Durch Balance-Übungen aus Pilates, Yoga und Tai Chi stärkt man die Tiefenmuskulatur und dehnt gleichzeitig die Muskeln. Das Ergebnis sind ein geschmeidiger Body und eine perfekte Körperhaltung. Tipp: Je fester und definierter die Taille ist, desto femininer wirkt die Figur. Trainieren Sie hierfür vor allem die schräge Bauchmuskulatur – hundert seitliche Crunches pro Tag sind ideal.
Bezaubernde Frauen verzaubern mit ihren Blicken. Der Ausdruck der Augen allein genügt jedoch nicht, um die gesamte Ausstrahlung sinnlich wirken zu lassen. Auch die Kopfhaltung muss passen. Strecken Sie hierfür den Hals und neigen Sie dabei das Kinn leicht nach unten, so dass der Blick nicht von oben, sondern leicht von unten nach oben geführt wird. Das wirkt verspielter und verführerischer, als ein „von oben herab“-Blick. Wer mag, neigt den Kopf dabei noch leicht zur Seite – vor allem auf Fotos wirkt das vorteilhaft.
Ladies, so hart es klingt: Mode ist meistens eine Verkleidung, hinter der sich Zaghaftigkeit, Verkrampftheit und Unsicherheit verbirgt. Wer sich hingegen in seiner ältesten Jeans und den neuen Sneakers pudelwohl und schön fühlt, wirkt entspannt und daher unwiderstehlich. Merke: Es sind nicht die Klamotten, die sexy sind, sondern der Mensch, der sie trägt. Folgen Sie am besten nicht dem Trend, sondern ihrer Intuition.
High Heels beeinflussen die gesamte Erscheinung: Die Beine wirken länger und die Haltung gerader. Der Gang mutet schwingender und femininer an. Allerdings sollten Sie für diesen Effekt auf den hohen Schuhen gut laufen können. Stellen Sie sich hierfür eine gerade Linie vor sich auf dem Boden vor. Setzen Sie bei jedem Schritt den Fuß auf diese Linie und gucken Sie dabei auf den Horizont. So hebt man automatisch das Kinn, der Hals wird länger und die Haltung aufrechter. Das Wichtigste bleibt jedoch: Verstellen Sie sich nicht. Auch in Turnschuhen und Ballerinas kann der Gang mit kleinen, leisen Schritten grazil und die Erscheinung weiblich wirken.
Katzen und Königinnen habe eines gemeinsam: Ihre Bewegungen sind divenhaft. Machen Sie das nach: Achten Sie darauf, dass Ihre Bewegungen leicht, leise und langsam sind. Geschmeidigkeit ist Weiblichkeit. Gehetzte Schritte, lautes Trampeln und grobe Handbewegungen wirken knabenhaft.
Wärme macht weiblich. Freundlichkeit, Begeisterungsfähigkeit und echtes Interesse an der Umwelt machen unwiderstehlich. Folgen Sie Ihrem Spieltrieb und der blanken Lebenslust. Das macht nicht nur feminier sondern auch fröhlicher. Und mit Frohsinn erreicht man immer die beste Ausstrahlung.
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Linda Freutel
Entchen schrieb:
am 27. Oktober 2011 um 23:46:31
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Weiblichkeit
Wie sich die Zeiten ändern. Vor zwanzig Jahren wollte ich als junges Mädchen zarte Weiblichkeit leben, es entsprach auch dem
Bau meines Körpers. Wie wurde das bekämpft von erwachsenen Frauen. Freundlichkeit galt als "mädchensozialisiert", ein vom Ballett trainierter federnder Gang als "Angst vor dem Leben". Beim Lesen des Artikels habe ich geweint. Die schönsten Jahre meines Lebens stritt ich mich mit erwachsenen Frauen um mein Mädchensein.
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