02.05.2009, 15:39 Uhr | ipa
Wenn der Kopf schmerzt, muss man nicht immer zur Tablette greifen! (Foto: imago)Um Kopfschmerzen loszuwerden, muss man nicht immer gleich zur Tablette greifen. Doch sollten Sie diese auch nicht heldenhaft aushalten. Schlaf, sich ausruhen, Ernährungsumstellungen oder alternative Heilmittel wie Kräuter können Kopfschmerzen lindern. Doch bevor Sie die richtige Heilmethode entdecken, müssen Sie wissen, unter welcher Art von Kopfschmerz Sie leiden.
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Grundsätzlich unterscheiden Mediziner primäre von sekundären Kopfschmerzen. Primäre Kopfschmerzen sind sehr häufig und treten über einen längeren Zeitraum auf. Dies ist auch ein Sammelbegriff für Beschwerden, deren organische Ursache Routineuntersuchungen nicht aufspüren können. So werden Migräne und Spannungskopfschmerzen hierzu gezählt. Nach Schätzungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) leidet jeder Zehnte in Deutschland unter Migräne. Spannungskopfschmerzen sind sogar noch häufiger. Eine weitere Art der primären Kopfschmerzen sind die Cluster-Kopfschmerzen. Dies betrifft nur ein Prozent der Deutschen. Hierbei handelt es sich um sehr starke Schmerzen, die kaum auszuhalten sind. „Die betroffenen Patienten, meistens Männer, sind stark gefährdet und müssen therapeutisch behandelt werden“ so Prof. Dr. Peter Kropp, Pressesprecher der DMKG in Rostock. Sekundäre Kopfschmerzen dagegen sind Folgen von Erkrankungen wie Grippe, Bluthochdruck, Entzündungen oder Krebs.
Bei Migräne wird der Schmerz als „pulsierend“ beschrieben. Man ist seh- und hörempfindlich. Außerdem verstärkt jede Art von Bewegung diesen Schmerz. Ausgelöst wird der von verschieden Faktoren wie Stress, Schlaf-Rhythmus-Störungen, Nahrungsmittel, Alkohol oder Nikotin. Anders wiederum ist es bei Spannungskopfschmerzen. Hier können Sauerstoffmangel, Lärm oder Wetterwechsel, aber auch Stress, die Auslöser sein. Spannungskopfschmerzen sind drückend und/oder ziehend.
Um nicht immer gleich nach der schmerzlindernden Tablette zu greifen, kann man sanftere Methoden ausprobieren. Lange umstritten waren alternative Heilmethoden. Doch haben Mediziner ihre Meinung dazu geändert. So lindern Akupunktur, Akupressur oder Shiatsu auch Kopfschmerzen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach einem Zuschuss für die Rechnung von asiatischen Heilmethoden.
Andere Heilmethoden findet man im Arzneischrank oder in der Speisekammer. Baldrian und Melisse haben den gleichen Heileffekt. Sie machen müde und helfen den Schmerz wegzuschlafen. Pfefferminzöl hilft auch: Durch das Einatmen des Dampfes bei einem Pfefferminzöl-Bad lindert das Öl die Spannungskopfschmerzen. Versuchen Sie aber auch mal eine leichte Stirn-Massage, einen Spaziergang oder Yoga-Übungen. Oft hilft schon, sich einfach nur auszuruhen.
Eventuelle Schmerzauslöser für Migräne können bestimmte Nahrungsmittel sein. Um diese herauszufinden, muss auf gewisse Lebensmittel verzichtet werden. Dabei ist wichtig ein Ernährungstagebuch zu führen, um Zusammenhänge zwischen den Lebensmitteln und den Migräneattacken zu entdecken.
Weitere nicht-medikamentöse Verfahren sind die Neural-Therapie sowie Chiropraktik, doch sie haben „aus wissenschaftlicher Sicht kaum oder wenig Evidenz“, erklärt Kropp. Sie wirken nur im Einzelfall. "Effektiver dagegen sind“, so der Pressesprecher der DMKG „Entspannungsbehandlungen und Strategien zur Stress- und Schmerzbewältigung“. Vor allem wirken diese Behandlungen vorbeugend bei chronischen Kopfschmerzen.
Wenn alles nichts hilft und die Schmerzen immer häufiger und heftiger werden, fast schon chronisch auftauchen, sollten Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen. Versuchen Sie sich nicht selber mit Tabletten zu heilen. Denn zuviel Schmerzmittel können wiederum Kopfschmerzen auslösen oder süchtig machen.
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Sperling schrieb:
am 16. Juli 2011 um 12:05:32
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Kopfschmerzen
... nicht immer gleich zur Tablette greifen, die innere Ruhr finden? Sehr nett gesagt, aber wie soll man das machen. Während
man arbeitet hilft nur der Griff zur Tablette. Kein Chef käme auf die Idee zu sagen "na, finden Sie erst die innere Ruhe, dann arbeiten sie weiter". Diese Ratschläge sind für Menschen die sich zuhause pflegen können!
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