02.09.2010, 13:17 Uhr | jmi
Laub aus dem Garten landet auf dem Kompost. (Foto: imago)
Er ist gleich doppelt praktisch: Ein Kompost. Küchenabfälle, fauliges Obst und Eierschalen landen auf ihm, genauso Laub, Wurzeln und was sonst noch bei der Gartenarbeit anfällt, kann hier einfach abgeladen werden und muss nicht umständlich entsorgt werden. Und dabei liefert ein Kompost fruchtbare Erde, völlig kostenlos. Doch beim Kompostieren kann auch vieles schief gehen. Erfahren Sie, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.
Auf einem Komposthaufen werden organische Abfälle durch Regenwürmer, Bakterien und Pilze ab- und zu sogenanntem Humus umgebaut. Der Kompost ist also nicht bloß ein Müllhaufen, sondern eine Möglichkeit, Rohstoffe auf natürliche Weise aufzubereiten. Deshalb gehören auch nur organische Reste und Abfälle auf den Haufen. Steine, Asche oder etwa der Inhalt des Staubsaugerbeutels haben nichts auf dem Kompost zu suchen, diese Stoffe können nicht verarbeitet werden.
Suchen Sie sich für Ihren Komposthaufen, einen windgeschützten, halbschattigen Platz im Garten. Der der Untergrund sollte ebenerdig und gerade sein. In keinem Fall sollte der Komposthaufen in einer Vertiefung liegen, in der sich Regenwasser sammeln kann. Die Staunässe verhindert, dass die Luft zirkuliert, der Kompost beginnt zu schimmeln und arbeitet nicht mehr richtig. Achten Sie außerdem bei der Standortwahl darauf, dass der Kompost leicht zu erreichen ist und um ihn herum genug Platz zum Arbeiten bleibt.
Um guten Kompost zu bekommen, sollten Sie nicht aus Gewohnheit die gleichen Abfälle immer an der gleichen Stelle des Haufens entsorgen. Nur wenn Abwechslung auf dem Kompost herrscht, können sich die Reste optimal zersetzen. Mischen Sie also Grobes mit Feinem und nasse Abfälle mit trockenen. Manche Dinge brauchen länger bis sie umgesetzt sind, zum Beispiel Eierschalen und ganze Unkrautpflanzen. Werfen Sie sie in die Mitte des Komposts, dort ist es warm und die Umsetzungsgeschwindigkeit am höchstens.
Das von den Bäumen im Herbst abgeworfenen Laub ist meistens nährstoffarm. Mischen Sie deshalb das Laub mit stickstoffreichen Gartenabfällen, zum Beispiel Rasenschnitt oder Gemüseresten. Am einfachsten ist es, das Laub im Herbst mit dem Rasenmäher vom Rasen aufzunehmen. Das Laub wird zerkleinert und mit dem Rasenschnitt gemischt, so kann es gut verrotten. Blätter von Obstbäumen, Hainbuche oder Ahorn lassen sich gut kompostieren. Laub von Birke, Eiche und Walnuss enthält viel Gerbsäure, die das Verrotten verlangsamen. Geben Sie das Laub dieser Bäume deshalb nur in kleinen Mengen auf den Kompost.
Wer selbst Hand anlegen will, baut sich einen Lattenkomposter mit Holz aus dem Baumarkt. Ein Quadratmeter Grundfläche ist für einen größeren Garten eine ideale Grundfläche. Wer weniger Platz hat und schnelle Ergebnis sehen will, kann einen Schnellkomposter kaufen. Diese Komposte arbeiten jedoch am besten, wenn man sie auf einen Schlag komplett füllt. In beiden Kompostern beginnt die Umsetzung schon nach etwa drei Tagen. Aus dem Schnellkomposter können Sie den Humus bereits nach etwa zehn Wochen entnehmen, im offenen, selbst gebauten Kompost dauert es zehn bis zwölf Monate, bis alles verrottet ist.
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jmi
Flunder4 schrieb:
am 6. September 2010 um 16:15:50
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Kompost
Nichjt zu vergessen Niro70: Teebeutel, denn damit fing die Biomülltrennung an. Man latschte mit seinem Teebeutel zur nächsten
Biotonne, die anfangs sehr rar gesät waren. Das war fast eine meditative Wanderung, eine Art Pilgerweg.
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Niro70 schrieb:
am 6. September 2010 um 14:43:14
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Kompostieren
ist das eine; wie ist der ph-Wert?ist das andere; wie ist der Boden versorgt? Da gibt es ZEIGERPFLANZEN, die sagen mir so viel.
Wer einen Garten hat und auch nur etwas in diese Materie reinwächst, der versteht plötzlich viel mehr als er je dachte.^^ Es ist so.
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Ziu57 schrieb:
am 6. September 2010 um 14:11:34
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@ Niro70
Kaum ein Obst wird mehr mit Pestizieden behandelt wie die Banane. Warum glauben Sie, sind die Erntehelfer in den Herkunftsländern
allesamt fast totkrank?
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