
14.03.2011, 12:06 Uhr | msh
Bauernfrühstück lässt sich gut aus Resten zubereiten. (Foto: imago)
Kennen Sie das? Nach dem Wochenende blockieren Brötchenreste den Brotkasten und immer wieder bleiben ein Stück Braten, eine Portion gekochtes Gemüse oder drei Kartoffeln übrig. Bevor Sie die Reste jetzt in den Mülleimer werfen, packen Sie sie erst mal in den Kühlschrank: Wir geben Ihnen Tipps für die Resteküche und zeigen, welche neuen Gerichte Sie aus Übriggebliebenem zaubern können. Denn zum Wegwerfen sind die meisten Lebensmittelreste viel zu schade.
Reste von Nudeln, Kartoffeln oder Reis lassen sich als schnelle Beilage für ein Fleisch- oder Fischgericht verwenden. Dazu die Reste einfach in heißer Butter erhitzen. Kleingeschnittene Braten- oder Fleischreste eigenen sich gut als Zugabe für einen Salat oder eine Pastasoße und schmecken auch als Brotbelag lecker. Aus altbackenen Brötchen kann man blitzschnell Croûtons machen. Dafür die Brötchen in kleine Würfel schneiden, in etwas Butter rundherum knusprig braten und auf den Salatteller streuen.
Kochen, blanchieren oder dünsten - wie man Gemüse knackig und aromatisch zubereitet. zum Video
Reste von gekochtem Gemüse lassen sich je nach Portionsgröße zu einer Suppe pürieren oder für eine Pastasoße verwenden. Auch einem Kartoffelpüree geben sie einen anderen Geschmack. Rohe Gemüsereste lassen sich unter Salate mischen, peppen Pausenbrote auf und machen sich gut in Dips und Quarkspeisen.
Von Kräutersträußchen oder -töpfen bleibt oft ein Teil ungenutzt und droht zu verwelken. Wenn Sie ein Tiefkühlfach haben, können Sie die Reste hacken und mit etwas Wasser in einem Eiswürfelbehälter einfrieren. Mit den Kräuterwürfeln lassen sich Suppen und Soßen würzen. Auch für Kräuterbutter sind Kräuterreste prima geeignet.
Es lassen sich auch neue Hauptgerichte aus den Resten zubereiten. Kartoffelreste eignen sich prima für Bratkartoffeln oder Kartoffelauflauf. Aus Pellkartoffeln kann man ganz schnell einen Kartoffelsalat zubereiten. Nudelreste - je nach Sorte - eignen sich als Einlage für eine Suppe, schmecken als süße Nudeln, Nudelauflauf oder Nudelsalat. Vom übrig gebliebenem Reis macht man am nächsten Tag eine asiatische Gemüse-Reispfanne. Für manche Hackfleischgerichte kann man gekochten Reis als Zutat nehmen. Ein köstliches Reste-Gericht ist der Scheiterhaufen - eine süße Hauptspeise mit Weißbrot, Äpfeln und Eiern. Man kann auch gezielt mehr Nudeln oder Reis kochen und daraus am nächsten Tag eine weitere Mahlzeit machen, das spart zusätzlich Zeit.
Tolle Ideen für die Resteküche findet man in den Rezeptsammlungen der Großmütter. Viele von ihnen waren Spezialistinnen im Resteverwerten. Aus Gemüse- und Fleischresten machten sie reichhaltige Gemüsesuppen und Kartoffeln oder Nudeln wurden zu leckeren Pfannengerichten verarbeitet. Eine große Hilfe beim Kochen mit Resten ist ein gut gefüllter Vorratsschrank. Grundzutaten wie Mehl, Öl, Gemüsebrühe, Salz, Gewürze oder Kräuter dürfen nicht fehlen. Wer auch noch Eier, Oliven, getrocknete Tomaten, Speck, Zwiebeln oder Knoblauch im Haus hat, für den ist die Resteverwertung ein Kinderspiel.
Wichtig ist, dass man die abgekühlten Reste im Kühlschrank aufbewahrt. In gut schließbaren Plastikdosen halten sich Nudeln, Reis oder Kartoffeln ohne Probleme zwei Tage. Auch durchgegartes Fleisch oder Fisch lässt sich so lange aufbewahren. Braucht man die Reste nicht sofort, kann man sie auch einfrieren.
Mit beliebten Klassikern, schnellen Plätzchen und Rezepten, die auch Anfängern gelingen.
Rezepte für Plätzchen
msh
Laienkoch schrieb:
am 21. April 2011 um 19:55:05
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Brot
Ich wusste immer nicht, wohin mit Brot- Semmel- und Brezelresten. Pferdestall ist keiner in meiner Nähe und Enten füttern soll man ja
nicht mehr. Jetzt hab ich raus, wie man leckere Brotknödel draus machen kann. Mit dem Rezept für Semmelknödel als Grundlage und ein bisschen rumexperimentieren - ich bin nicht eitel, aber ich war selber begeistert, wie gut das geschmeckt hat - in Brühe oder mit Fleisch und/oder Salat als Beilage! Tipp zum Sparen!
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Berufskoch schrieb:
am 22. März 2011 um 11:44:37
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Reste in der Küche
Ich glaube, dass das berühmteste Rezept ( zumindest im Osten ) , die russische Fleischsuppe - Soljanka - war. Sie
ist auch heute noch auf Speisekarten präsent und schmeckt wirklich gut.
Dort sind kurz auch nur " Reste " drin ( von Braten, Kaßler, wenig Salami u.a. drin, sehr pikant abgeschmeckt, wie gesagt ein Hochgenuß !
Jetzt werden manche sagen : das kommtja aus dem Osten, aber : wieviele Gerichte sind durch Amerikaner u.a. bei uns hängen geblieben ( u.a. Chili Con Carne ). Schmeckt auch!
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Ines schrieb:
am 22. März 2011 um 09:10:42
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Reste
Habe mal was über einen Mann gelesen, der als 15-Jähriger das Kriegsende in Berlin miterlebt hat. Wochen- oder gar monatelang hatte
er nur eins: Hunger! Heute ist er hoffnungslos mit einem guten Freund zerstritten, weil dieser frisches Weißbrot an Schwäne verfüttert hat. Ich gehöre nicht dieser Generation an und musste noch nie hungern, kann das aber trotzdem nachvollziehen. Meine Eltern haben mich die Ehrfurcht vor Lebensmitteln gelehrt, zu kleine Reste werfe ich aber auch weg.
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