05.12.2011, 15:00 Uhr | akl
Nicht bei allen Kartoffeln kann die Schale bedenkenlos mit verzehrt werden. Viele Knollen werden nach der Ernte mit Keim- und Schimmelhemmungsmitteln behandelt, damit sie länger haltbar bleiben. Lesen Sie hier, welche Kartoffeln Sie besser schälen sollten und wie Sie behandelte Kartoffeln erkennen. Sieben Kartoffel-Mythen unter der Lupe.
Von Juni bis November ist in Deutschland Erntezeit. Um die Kartoffeln lange lagern zu können, werden sie nach der Ernte häufig Keim- und Schimmelhemmern behandelt. Um zu verhindern, dass die Kartoffeln auskeimen wird am häufigsten Chlorpropham eingesetzt. Das Mittel kann das Krebswachstum anregen und findet sich auch in weiteren Kartoffelprodukten wie Pommes und Chips. Gespritzte Kartoffeln müssen die Kennzeichnung "nach der Ernte behandelt" auf dem Beutel tragen. Bei losen Kartoffeln muss ein Schild neben der Ware darauf hinweisen. Wer den Einsatz von Chemie umgehen möchte, sollte die Deklaration an der Ware aufmerksam lesen - oft ist sie nur sehr klein aufgedruckt.
Eine gute Wahl ist es, zu Frühkartoffeln zu greifen. Die ersten kommen im Januar aus Marokko, Tunesien, Ägypten, Griechenland sowie Zypern. Im April gibt es Kartoffeln aus Spanien und Italien. Ende Mai kommen sie aus Frankreich. Ab Juni sind dann die ersten heimische Knollen zu kriegen. Frühkartoffeln sind kaum oder nur sehr wenig behandelt, da sie sich nicht so gut lagern lassen und zum sofortigem Verkauf bestimmt sind. Bei Lagerkartoffeln sieht das anders aus. Sie werden später geerntet und eignen sich durch ihre dickere, unempfindlichere Schale sehr gut für die Lagerung.
Sind Lagerkartoffeln behandelt, sollten sie geschält werden, damit möglichst wenig dieser chemischen Zusätze in den Körper gelangen. Der Wirkstoff Chlorpropham ist aber auch im Inneren der Kartoffel zu finden. Bio-Knollen aus ökologischem Anbau sind frei von Chemie - allerdings muss der Verbraucher damit rechnen, dass sie früher anfangen zu keimen und schneller faulen.
Nach der Ernte legen die Kartoffeln eine natürliche Keimpause ein. Diese beträgt fünf bis neun Wochen. Danach ist die richtige Lagerung von großer Bedeutung, damit sie nicht auskeimen und lange halten. Die Knollen am besten kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Die Temperatur sollte zwischen drei bis vier Grad liegen. Bei guter Belüftung halten die Kartoffeln eine ganz Weile. Der Keller ist für die Lagerung ein geeigneter Ort.
Bei unter zwei Grad werden die Kartoffeln süß, da die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt wird. Bei über fünf Grad beginnen die Knollen zu keimen und verlieren ihr Aroma. Zudem werden sie schrumpelig, da die Wurzeln der Kartoffel die Feuchtigkeit entziehen. Trifft Licht auf die Schale wird sie grün und es bildet sich Solanin - das als gesundheitlich bedenklich gilt. Die Kartoffel schmeckt bitter. Grüne Stellen sollten großzügig weggeschnitten werden.
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akl
Kartoffelfan schrieb:
am 6. Dezember 2011 um 15:56:51
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(1)
Kartoffeln
Was sollen die Mythen, davon ist gar nichts neu. Was soll das dann?
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Martina schrieb:
am 6. Dezember 2011 um 15:25:32
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Pellkartoffel
Ich liebe Kartoffeln in allen Variationen, bin ja auch Preusse, danke " Alter Fritz"! Am liebsten als Pellkartoffeln
mit Quark und Leinoel - köstlich. Die Kartoffel ist ein wertvolles Nahrungsmittel.
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Tanja schrieb:
am 6. Dezember 2011 um 15:18:36
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Lagerkartoffeln
Egal ob behandelt oder unbehandelt, wer kommt denn auf die Idee, Lagerkartoffeln mit der Schale zu essen? Ich lebe auf dem
Land und in meiner Region werden viele Kartoffeln angebaut, aber ich kenne es nur so, dass Lagerkartoffeln vor dem Verzehr grundsätzlich geschält werden. Lediglich die sog. "neuen Kartoffeln", also die frisch geernteten mit hauchzarter Schale, werden gelegentlich ungeschält verzehrt.
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