Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Lifestyle > Gesundheit > Fitness >

Karate, Kraftraum, Reiten: Immer mehr Menschen wagen mit über 50 den Sporteinstieg

...

Fit mit 50 plus

24.11.2008, 09:14 Uhr | dpa

Sport hält lange jung. (Foto: dpa)Sport hält lange jung. (Foto: dpa)Mittwochabend, kurz vor 18 Uhr im Dortmunder Norden: Barfuss und im schlichten Karateanzug betritt Karola Haase die Turnhalle der Anne-Frank-Gesamtschule. Mit einer tiefen Verbeugung, dem traditionellen Ritsu Rei, erweist sie zunächst dem Übungsraum ihren Respekt, bevor nach und nach die anderen Schüler des "Karate Dojo Dortmund" und der Sensei - ihr Trainer - erscheinen.Obwohl Karola Haase seit bereits 14 Jahren äußerst erfolgreich Karate betreibt, erst kürzlich hat sie erneut eine Meisterprüfung bestanden, gehört sie mit ihren 68 Jahren zumindest in Deutschland zu einer weitgehend unbekannten Gruppe von Karateschülern: Den Jukuren.

Dem Alter davonlaufen Die besten Anti-Aging-Sportarten
Trainieren nach langer Pause So beginnen Sie richtig



Kampfsport mit 50 plus

Der japanische Begriff "Jukuren" bedeutet zu Deutsch so viel wie "Erfahrene" und bezeichnet all jene Sportler, die sich auch im fortgeschrittenen Alter ab 50 Jahren der japanischen Kampfkunst widmen. Sportler wie Karola Haase, die mit Karate auch dem Einrosten den Kampf angesagt haben. Gehörte die rüstige Seniorin 1994 mit ihrer Entscheidung noch zu einer exotischen Minderheit, so liegt sie mit ihrem Hobby heutzutage voll im Trend. Immer mehr "erfahrene" Deutsche finden sich zwischen Flensburg und dem Bodensee zu Jukuren-Gruppen zusammen.

Jeder Mensch kann Karate machen

"In Japan ist Karate für Ältere nichts Besonderes mehr", erklärt Elisabeth Bork, die Verantwortliche für den Jukuren-Bereich im nordrhein-westfälischen Karate-Dachverband (KDNW). "Jeder gesunde Mensch kann Karate machen. Egal in welchem Alter. Genau wie bei allen anderen Sportarten ist es nur wichtig, dass das Training gesundheitsorientiert ist und an die körperlichen Möglichkeiten der einzelnen Jukuren angepasst wird."

Trainer sollte geschult sein

In der Tat ist die Sportart Karate keineswegs das einzige Betätigungsfeld, das die Generation "50 plus" in den vergangenen Jahren für sich (wieder) entdeckt hat. Auch weniger exotische Disziplinen wie Radfahren, Reiten, Krafttraining oder Schwimmen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Und so verwundert es nicht, dass immer mehr Verbände und Vereine Sportgruppen für Senioren anbieten und der demografischen Entwicklung schon heute Rechnung tragen. Denn nur wenn die Trainer entsprechend geschult sind, ist das neue Hobby auch gut für die Gesundheit.

Verschiedene Motivationsgründe

Auch für viele Schüler bedeutet die Entscheidung für den Sport zugleich auch eine Entscheidung zum Lernen. Denn während Radfahren oder Reiten für Kids eine Selbstverständlichkeit ist, haben es viele Vertreter der älteren Semester nie gelernt. Fehlende Praxis nach vielen Jahrzehnten fernab des Fahrradsattels, mehr Freizeit als Rentner oder auch der plötzliche Wunsch, mit den Enkeln radeln zu können, sind häufig genannte Motivationsgründe, wenn sich Senioren (zurück) an den Lenker trauen.

Reitsport liegt im Trend

Was für "erfahrene" Schüler auf dem Fahrradsattel gilt, gilt auch für all jene Senioren, die das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde suchen. "In vielen Vereinen ist ein massives Interesse von älteren Neu- und Wiedereinsteigern deutlich spürbar", bestätigt Annette von Hartmann von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) den Trend. "Der Reitsport ist in unserer Gesellschaft als gesundheitsfördernde Maßnahme fest etabliert. Der Umgang mit Pferden, egal ob im Sattel, bei Kutschfahrten oder vom Boden aus, verhilft Menschen zu einem aktiveren Leben, mehr Fitness und positiven Verhaltensänderungen."

Mehr Ausgeglichenheit durch den Sport

Egal ob auf dem Rücken eines Pferdes, im Fahrradsattel, in der Badehose, im Kraftraum oder im Karate-Dojo - alle sportlichen Senioren genießen die positiven Verhaltensänderungen, die der Sport mit sich bringt, wie auch Karola Haase bestätigt: "Karate hat mein Leben verändert. Ich bin nicht nur körperlich fitter, sondern auch ausgeglichener und genieße die innere Ruhe, die ich seitdem besitze."

Mehr zum Thema "Fitness":
Zum Kern vordringen Core-Fitness
Fatburner-Sportarten Wie Sport richtig schlank macht
Pulstabelle Optimal trainieren
Laufen Trainingstipps für Frauen
Faulenzen statt Sport Kampf dem inneren Schweinehund
Das Lifestyle-Fitnessprogramm Zwölf Übungen als Video


dpa  

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Karate, Kraftraum, Reiten: Immer mehr Menschen wagen mit über 50 den Sporteinstieg" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Karate, Kraftraum, Reiten: Immer mehr Menschen wagen mit über 50 den Sporteinstieg" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Karate, Kraftraum, Reiten: Immer mehr Menschen wagen mit über 50 den Sporteinstieg"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr
Anzeige
Einkaufswelt
Globetrotter Ausrüstung
Outdoor-Ausrüstung von Globetrotter

Träume leben: Outdoor- und Reise-
ausstattung von Globetrotter.

Anzeige
Augenblicke
Fotos des Tages
Ein mit Rollrasen beladener Anhänger parkt im Frachtbereich des Fährhafens. (Quelle: dpa\Ingo Wagner)

Was haben die Ostfriesen denn da bestellt? mehr


Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige