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Kaffee: Kaffee senkt das Diabetesrisiko

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Kaffee nach dem Mittagessen beugt Diabetes vor

24.03.2010, 10:44 Uhr | ag

Eine Tasse Kaffee nach dem Mittagsessen senkt das Diabetesrisiko. (Foto: Archiv)

Eine Tasse Kaffee nach dem Mittagsessen senkt das Diabetesrisiko. (Foto: Archiv)

Gute Nachricht für Kaffeeliebhaber: Wer eine Tasse schwarzen Kaffee nach dem Mittagessen trinkt, senkt damit langfristig sein Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken um ein Drittel. Das belegt eine aktuelle Studie an der brasilianischen Universität Sao Paulo, an der 69.532 Frauen im Alter von 41 bis 72 Jahren teilgenommen haben. Der Untersuchung zufolge spielt es keine Rolle, ob der Kaffee koffeinhaltig oder entkoffeiniert sowie gesüßt oder ungesüßt ist. Lediglich der Zeitpunkt des Trinkens sei ausschlaggebend für die Diabetes hemmende Wirkung.

Nur der Mittagskaffee zeigt positiven Effekt

"Unsere Erkenntnisse deuten stark darauf hin, dass nur der Kaffee, der im Rahmen des Mittagessens getrunken wird, das Diabetesrisiko senken kann”, schreiben Dr. Daniela S. Sartorelli und ihre Kollegen von der University of Sao Paulo in Ribeirao Preto, Brasilien, im "American Journal of Clinical Nutrition". Warum gerade der Zeitpunkt des Kaffeekonsums so entscheidend ist, konnten die Forscher bislang noch nicht klären. Sie vermuten jedoch, dass der Zeitpunkt der Mahlzeit den Zuckerstoffwechsel beeinflusst.

Weniger Herz-Kreislauf-Tote

Dass Kaffee eine gesundheitsfördernde Wirkung in vielen Bereichen hat, steht außer Frage. Eine weitere Studie: Frauen, die bis zu sechs Tassen Kaffee am Tag trinken, haben nicht nur gesündere Herzen, sie leben sogar länger als Kaffeemuffel. Bei Männern wurde dieser Effekt nicht beobachtet. Allerdings schadet auch ihnen moderater Kaffeekonsum nicht. Dies berichtet das Forscherteam um Esther Lopez-Garcia in der Fachzeitschrift "Annals of Internal Medicine" unter Berufung auf zwei Langzeitstudien mit insgesamt über 100.000 Teilnehmern. Das Forscherteam wertete die "Nurses Health Study", an der rund 85.000 Frauen teilgenommen hatten, sowie die "Health Professionals Follow-up Study" mit 42.000 männlichen Teilnehmern aus. Das Ergebnis: Am meisten profitierten Frauen, die täglich etwa zwei bis drei Tassen Kaffee getrunken hatten. In dieser Gruppe gab es während der gesamten Studiendauer (1984 bis 2004) ein Viertel weniger Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Für andere Todesarten sank das Sterberisiko immerhin noch um 18 Prozent. Die Forscher warnen allerdings vor voreiligen Schlüssen: Ob die geringere Sterblichkeit tatsächlich auf den Kaffeekonsum zurückzuführen ist, sei noch nicht bewiesen.

Mit gutem Gewissen Kaffee trinken

Experten bestätigen: Moderater Kaffeekonsum schadet der Gesundheit nicht. "Bei drei bis vier Tassen Filterkaffee pro Tag braucht sich niemand Sorgen um seine Gesundheit machen", sagt der Wiener Ernährungswissenschaftler Gernot Faustmann. Koffein wirkt zwar anregend und erhöht kurzfristig den Blutdruck. Deshalb wurde auch jahrelang gewarnt, Kaffee steigere das Infarktrisiko. Doch das ist inzwischen widerlegt. "Nur bei sehr hohen Dosen von sieben bis zehn Tassen ist überhaupt ein Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem denkbar", erklärt Faustmann. Außerdem tritt bei ständigem Konsum von Koffein eine Gewöhnung ein, der Körper reagiert nicht mehr so stark darauf. Auch die These, dass Kaffee den Körper entwässert, sei längst überholt.

Schutz vor Krebs?

Stattdessen rücken mehr und mehr die positiven Wirkungen von Kaffee in den Fokus der Wissenschaft. So wurde beispielsweise nachgewiesen, dass Kaffee schützende Einflüsse bei der Entstehung von Krebs hat, insbesondere von Leberkrebs. Das belegt eine Studie aus Italien. Die Forscher hatten zehn Studien ausgewertet und entdeckt, dass Kaffeetrinker seltener an Leberkrebs erkrankten. "Dennoch sollte man jetzt nicht glauben, Kaffee könne man quasi zur Krebsvorsorge trinken. Es hängt schließlich nicht von einem Lebensmittel ab, ob man an Krebs erkrankt oder nicht", erklärt Faustmann.

Drei Tassen Kaffee bremsen Leberkrankheiten

Auch für Menschen mit Leberproblemen ist Kaffee gut. Das ergab eine Studie des amerikanischen Nationalen Krebsinstituts (NCI) an Patienten, bei denen eine herkömmliche Therapie nicht anschlug. So soll der der Konsum von Kaffee bei Menschen mit chronischer Hepatitis C und fortgeschrittenen Leberschäden die Verschlimmerung der Krankheit aufhalten. Bei den Teilnehmern, die täglich mindestens drei Tassen Kaffee tranken, lag das Risiko für ein Fortschreiten der Krankheit um mehr als die Hälfte niedriger als bei Nicht-Kaffeetrinkern. Bei Teetrinkern beobachteten die Forscher keinerlei Schutzeffekt, wie sie im Fachblatt "Hepatology" schreiben. "Obwohl wir eine Reihe anderer Faktoren, die mit dem Kaffeetrinken einhergehen, nicht ausschließen können, deuten die Resultate unserer Studie darauf hin, dass Patienten mit starkem Kaffeekonsum ein geringeres Risiko haben, dass die Krankheit fortschreitet", sagt Studienleiter Neal Freedman.

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Kommentare (7)

zum Forum

Thema: "Kaffee: Kaffee senkt das Diabetesrisiko"

Kurt schrieb: am 25. März 2010 um 09:53:43
(0) (0) Kaffee
Ich trinke jeden Tag eine Kanne Kaffee.Mein Zittern ist auch weg nur habe ich jetzt Fußpilz bekommen.

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Hannes schrieb: am 25. März 2010 um 09:40:00
(1) (0) hmmm!?
Wieso wundert es mich nicht das die Studie vom größten Kaffee Exportland der Welt kommt? ;-)

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Beamtenparadies Deutschland schrieb: am 25. März 2010 um 09:05:13
(1) (0) Kaffeeverbrauch ankurbeln
Kaffee ist freilich gesund. Hauptsächlich für die Plantagenbesitzer!

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