31.10.2007, 10:12 Uhr | cme
Viele Läufer kennen das: Nach dem Aufstehen macht sich ein stechender Schmerz in der Achillessehne bemerkbar, der manchmal auch bis in die Wade strahlt. Da die Probleme auch wieder nachlassen, läuft man weiter - bis die Beschwerden immer stärker werden. Schmerzen in der Achillessehne gehören zu den häufigsten Läuferleiden.
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Falsches Schuhwerk können Ursache sein
Neben Überlastung können auch falsche Schuhe die Ursache sein. Zudem werden Jogger auch von Seitenstechen, Knie- oder Schienbeinschmerzen geplagt. Wir haben den Sportwissenschaftler Prof. Kuno Hottenrott von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu den häufigsten Läuferproblemen befragt.
Falsche Schuhe belasten die Achillessehne
Während Jogger in den in den 70er und 80er Jahren häufig unter Kniebeschwerden litten, zählen heute Schmerzen in der Achillessehne zu den häufigsten Beschwerden. Ursachen sind Überlastung oder falsche Laufschuhe. "Viele Läufer tragen nicht den optimalen Laufschuh. Sie nutzen zu wenig die fachkompetente Beratung", sagt Laufexperte Hottenrott. "Der Laufschuh muss einen angenehmen Tragekomfort bieten, die anatomische Fußform stützen, stabil und dämpfend sein." Auch Kraft- und Dehnübungen für die Wade können Beschwerden vorbeugen. Bei akuten Schmerzen sollten Sie sich eine Laufpause gönnen und sich stattdessen mit Radfahren oder Schwimmen fit halten.
Laufschuh-ABC Damit Sie die richtigen Schuhe finden
Bei Knieschmerzen zum Arzt
Knieschmerzen und -verletzungen sind aufgrund besserer Dämpfung der Schuhe heute seltener als noch vor 20 Jahren. Sie entstehen häufig durch Überlastung oder einen falschen Laufstil. Egal ob die Schmerzen plötzlich auftreten und mit einer Rötung einhergehen oder sich langsam entwickeln: Suchen Sie bei Kniebeschwerden am besten einen Sportorthopäden auf. "Wichtig ist es, die Ursache für die Schmerzen herauszufinden und zum Beispiel Muskelbalance und Laufstil überprüfen zu lassen", rät Prof. Hottenrott. Zur Vorbeugung sollten Sie gut gepolsterte Laufschuhe tragen und am besten auf weichem Untergrund laufen. Auch Dehn- und Kräftigungsübungen für die Unter- und Oberschenkelmuskulatur haben sich bewährt. "Bei einigen Erkrankungen, zum Beispiel Arthrose, muss man allerdings mit dem Laufen aufhören", so Hottenrott.
Laufpause schont das Schienbein
Schmerzen im Schienbein deuten auf eine Sehnenreizung oder -entzündung durch Überlastung hin. Das typische Läuferproblem ist auch als "Shin-Split-Syndrom" bekannt. Harter Untergrund kann das Problem verstärken. Bei akuten Schmerzen bietet das Kühlen mit Eis Soforthilfe. In der Regel muss die Trainingsintensität heruntergefahren werden, das heißt: Laufstrecken verkürzen und Pausen zwischen den Trainingseinheiten vergrößern. Gegebenenfalls können Einlagen im Schuh das Problem beheben. Am besten, Sie lassen sich bei wiederkehrenden Schmerzen von einem Facharzt beraten.
Ursachen für Seitenstechen nicht geklärt
Vor allem Laufanfänger werden ab und zu von Seitenstechen geplagt: Von einem Moment auf den anderen fährt einem ein stechender Schmerz in die Seite, der normales Weiterlaufen fast unmöglich macht. Zwar ist die genaue Ursache für Seitenstechen nicht geklärt. Allerdings weiß man, dass das Pieksen vor allem untrainierte Sportler trifft und durch zu üppige Nahrungsaufnahme vor dem Laufen begünstigt wird. Betroffene Läufer drosseln am besten ihr Tempo oder gehen ein paar Schritte, bis das Stechen verschwindet. Gleichzeitig sollten sie auf eine tiefe und regelmäßige Atmung achten.
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