15.11.2007, 11:18 Uhr | bri
Jogger sollten sich im Herbst mehrere Schichten anziehen. (Quelle: imago)Im Herbst kann es öfters vorkommen, dass Jogger zusammenstoßen oder stürzen. Doch auch andere Gefahren drohen den Sportlern, denn Muskelzerrungen und Unterkühlungen sind ebenfalls an der Tagesordnung. Dabei lohnt es sich, auch in der kalten Jahreszeit in Form zu bleiben. Denn das stärkt das Immunsystem gegen Infekte. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sicher durch den Herbst laufen.
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Auch wenn es manchmal bitterkalt sein kann: "Ziehen Sie sich nie zu warm an", warnt Professor Dr. Ingo Froboese von der Sporthochschule Köln. Einfach nur dicke Kleidung ist fehl am Platz. Man schwitzt, die Sachen saugen sich mit Schweiß voll, werden nass und der Körper kühlt im Endeffekt schneller aus. "Deshalb sollten Sie auf jeden Fall Funktionskleidung tragen, die den Schweiß von innen nach außen weiterleitet und Feuchtigkeit von außen abweist", rät der Sportmediziner.
Es kommt bei der Laufkleidung aber auch darauf an, wie man sie trägt. Das so genannte Zwiebelprinzip verhindert das Auskühlen. Mehrere Lagen leichter Funktionskleidung werden übereinander getragen - ähnlich wie die Schalen der Zwiebel. Die Luft dazwischen dient als Wärmepuffer. Die erste Schicht bildet Funktionsunterwäsche, die den Schweiß von der Haut aufsaugt. Darüber tragen erfahrene Jogger ein langärmeliges Laufshirt und eine eng anliegende Laufhose. Die letzte Lage stellt eine leichte, atmungsaktive Jacke dar.
Bei der Kälte brauchen Muskeln etwas länger, um auf Touren zu kommen. Um Krämpfe und Zerrungen zu vermeiden, kommt es auf die richtige Vor- und Nachbereitung der Laufrunden an. "Wärmen Sie sich vorher besonders intensiv auf, dehnen Sie Ihre Muskeln und laufen Sie die ersten Minuten bewusst langsam", rät Froboese. Auch nach dem Training ist die Verletzungsgefahr nicht gebannt: Die Muskeln werden schneller hart und spröde und können leichter reißen. "Deswegen sollten Sie schnell einen warmen Ort aufsuchen und sich ausgiebig dehnen. Am besten das Strechting zu Hause in der warmen Wohnung durchführen", sagt der Experte.
Dem einen fällt es schwer, sich in der dunklen Jahreszeit überhaupt zum Laufen zu motivieren, andere übertreiben es und lassen sich auch von richtigem Sauwetter nicht vom Training abhalten. Froboeses Rat: "Zu viel ist genauso schlecht wie zu wenig." Der Übereifrige sollte ruhig mal einen Gang zurückschalten, da große Leistungssteigerungen in dieser Zeit kaum möglich sind. Man überlastet nur seinen Körper. Ganz aufhören macht auch keinen Sinn. Denn regelmäßige Bewegung stärkt vor allem in den kalten Tagen die Immunabwehr. "Doch wer schon erkältet ist, sollte sich schonen und keinen Sport machen", sagt Froboese.
Wie der Crash zwischen den beiden Joggern zeigt, sind auch schlechte Lichtverhältnisse eine Gefahr. Wer morgens und abends Sport treibt, sollte gut beleuchtete Strecken wählen. Am wichtigsten ist, gesehen zu werden: Reflektoren an Jacke und Schuhen, reflektieren auch die kleinste Lichtquelle und leuchten im Dunkeln. Das hätte der verletzten Joggerin ihre Prellungen erspart. Denn laut Polizeibereicht trugen die Läufer keine reflektierende Kleidung.
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Quelle: t-online.de
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