17.05.2011, 17:14 Uhr
9,5 Millionen Deutsche trinken zu viel Alkohol. (Foto: imago)
Beim Alkoholkonsum gehört Deutschland zu den Spitzenreitern. Zehn Liter reinen Alkohols trinkt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr, heißt es im diesjährigen Drogen- und Suchtbericht. Die gute Nachricht: Jugendliche trinken weniger als früher.
Die Ergebnisse des Suchtberichts sind nach Auffassung der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans (FDP) bedenklich. "Der Alkohol macht uns am meisten Sorgen", sagte Dyckmans in Berlin bei der Vorstellung des diesjährigen Drogen- und Suchtberichts. "Es gibt zwar viele, die verantwortungsvoll konsumieren, jedoch müssen wir die ansprechen, die einen riskanten Alkoholgebrauch haben", sagte Dyckmans. Rund 9,5 Millionen Deutsche zählen nach Schätzungen zu dieser Gruppe.
Jugendliche trinken indes weniger Alkohol als früher. Nach aktuellen Befragungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung tranken etwa 13 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen im vergangenen Jahr mindestens einmal in der Woche Alkohol. 2004 taten dies noch rund 21 Prozent. Auch beim Rauchen verzeichnete Dyckmans einen Rückgang: Im vorigen Jahr rauchten rund 13 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen. 2001 waren es dagegen noch etwa 23 Prozent. "Erfreulich ist der Anstieg der Zahl derjenigen Jugendlichen, die noch nie geraucht haben", sagte Dyckmans. Von 2001 bis 2010 stieg die Zahl von 41 auf 68 Prozent.
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Die Zahl der Todesopfer illegaler Drogen wie Heroin oder Kokain sank im vergangenen Jahr weiter: Sie lag bei rund 1240 Toten und damit etwa sieben Prozent unter der des Vorjahrs. Als besonders gefährliche Spielart von Drogen bezeichnete Dyckmans die sogenannten Legal Highs. Dabei handelt es sich um rauscherzeugende Tabletten. "Sie werden über das Internet verkauft, so dass die Konsumenten häufig nicht wissen, was sie enthalten", sagte sie. Anbieter wechselten einige Inhaltsstoffe und den Namen der Droge, wenn sie verboten wurde, um das Geschäft weiterführen zu können.
Dyckmans betonte, dass ein neuer Fokus in ihrem Arbeitsbereich auf der Internetsucht und der Glücksspielsucht liege. "Diese Süchte brauchen einen neuen Zugang", sagte sie. Einzelne Länder versuchten, Spielhallen zu verbieten. Der neue Glücksspielstaatsvertrag solle das Glücksspiel ebenfalls unterbinden. "Um Jugendliche zu schützen, müssen Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden", sagte die Drogenbeauftragte. Häufig beginne Spielsucht in regulären Gaststätten, in denen Spielautomaten hängen. Bei der Internetsucht ist das entscheidende Kriterium nach Ansicht der Expertin, ob jemand seine sozialen Beziehungen vernachlässige. "Es spielt keine Rolle, ob jemand vier oder sechs Stunden im Internet ist, sondern ob er noch am sozialen Leben teilnimmt."
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Quelle: AFP
Dirk schrieb:
am 29. März 2012 um 23:09:16
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10 Liter Alkohol
In dem Artikel fehlt die Realation. z.B. entsprechen 10 Liter Alkohol:
- ca. 220 Liter Pilsener Bier (jeden Tag knapp 2
kleine Flaschen)
- ca. 90 Liter Rotwein (jeden Tag ein "Viertel")
- ca. 26 Liter Schnaps (1300 "Kurze")
Die Empfehlungen lauten nur 0,25 Liter Bier oder 0,1 Liter Rotwein pro Tag nicht zu überschreiten. Ich halte die Grenzen für übertrieben, aber bei täglichem Konsum von mehr als 2 großen Flaschen Bier kann's schon eine Abhängigkeit geben und auch gesundheit
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Bert schrieb:
am 16. März 2012 um 08:26:11
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ich bin Alkoholiker
und das ist gut so! Und solange es genug von dem Zeug gibt, habe ich auch kein Problem damit
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Richy schrieb:
am 21. Februar 2012 um 18:58:21
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Alkohol
Wer keinen Alkohol trinkt, verpasst das Schönste im Leben ! Wollt ihr das wirklich, Abstinenzler ?
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