20.06.2011, 12:02 Uhr | dpa-tmn/ lac
Kalk im Trinkwasser ist nicht gesundheitsschädlich. (Foto: imago)
Das kann einem den Teegenuss wirklich vermiesen: Weiße Ablagerungen im Wasserkocher, die dann als Bröckchen in der Tasse schwimmen. Der Grund ist hartes, also kalkreiches Wasser. Appetitlich sieht das nicht aus - aber ist Kalk im Trinkwasser auch gesundheitsschädlich? Und was kann man tun, um den Kalk loszuwerden? Wir geben Tipps.
Ob aus der Leitung weiches oder hartes Wasser fließt, hängt von der Region ab, in der man lebt. Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist beispielsweise in Frankfurt am Main das Wasser sehr hart, in Hamburg mittel und in Nürnberg weich. "Die unterschiedlichen Wasserhärten entstehen, wenn Regenwasser im Boden versickert und zu Grundwasser wird", sagt Ingrid Chorus vom Umweltbundesamt in Dessau. Dabei lösen sich je nach Art des Gesteins im Untergrund Mineralien im Wasser auf - auch die Härtebildner Kalzium und Magnesium. Je höher die Konzentration der Härtebildner ist, umso härter ist das Wasser. Dies wird dann durch weiße Beläge auf Armaturen und im Wasserkocher sichtbar.
Ein Trost für alle, die mit hartem Wasser zu kämpfen haben: Ungesund ist es nicht.«Durch hartes Wasser verkalkt man nicht», erklärt Chorus. Kalzium und Magnesium seien vielmehr wichtige Bestandteile der Ernährung. Wer allerdings über Trinkwasser den täglichen Bedarf an diesen Mineralstoffen decken wolle, müsste dazu einen ganzen Eimer Wasser trinken. Etwa 100 Gramm Emmentaler hätten den gleichen Effekt.
Die Gesundheit schädigt es zwar nicht, dennoch hat hartes Wasser sichtbare Folgen: Wasserflecken im Waschbecken und Kalkreste im Wasserkocher. Zudem kann es sein, dass mehr Waschmittel oder Seife für die Waschmaschine benötigt wird. Doch wer in Regionen mit hartem Wasser lebt, muss nicht befürchten, dass die teure Waschmaschine gleich Schaden nimmt. "In der Regel reicht es bei Waschmaschinen aus, wenn das Waschmittel entsprechend der Wasserhärte nach den Angaben auf der Verpackung dosiert wird", sagt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ in Berlin. Den Härtegrad des Wassers könne man beim zuständigen Wasserversorgungsunternehmen erfragen.
Es gibt zwar Wasserenthärtungsanlagen, mit denen man das Trinkwasser aufbereiten kann. Doch ob diese empfehlenswert sind, ist umstritten. Frank Ebisch, Pressesprecher des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (SHK) in St. Augustin bei Bonn, empfiehlt, hartes Wasser auf jeden Fall zu enthärten. "Hartes Wasser führt zu einem höheren Energieverbrauch", sagt der Experte. Es entstünden Kalkbeläge, die als Kalkschlamm einen Nährboden für Bakterien darstellen. Gerade in der Trinkwasserinstallation sollte dies jeder Hauseigentümer zwingend vermeiden, rät Ebisch.
Ingrid Chorus vom Umweltbundesamt hält Enthärtungsanlagen hingegen nicht für sinnvoll. Der Grund: Alle zusätzlichen Einbauten in die häusliche Trinkwasser-Installation müsse man regelmäßig fachkundig warten lassen - sonst leide nicht nur das Gerät, sondern möglicherweise auch die Qualität des Trinkwassers. Denn das Gerät könne etwa verkeimen oder Schadstoffe könnten sich aus dem Gerät lösen und diese an das Trinkwasser abgeben. Auch die Stiftung Warentest rät von Wasserenthärtungsanlagen ab: "Eine Aufbereitung von Trinkwasser im Haushalt ist meist überflüssig. Sie kann bei falscher Anwendung sogar die Wasserqualität verschlechtern." Gerade Ionentauscher seien kein Muss für Trinkwasseranlagen. Denn die Dosieranlagen versetzen das Wasser mit Phosphat und Silikat und sollen so die Korrosion der Rohre vermindern. Phosphat im Trinkwasser ist aber unerwünscht.
Wer dennoch seinen Tee ohne Kalkgeschmack genießen will, sollte einen kleinen Tischfilter benutzen, rät die Stiftung Warentest. Und Chorus empfiehlt, Flecken auf Fliesen und Armaturen sowie Ablagerungen lieber effektiv zu entfernen. Hausmittel wie Zitronensäure oder Essig helfen hier.
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Quelle: dpa-tmn
Bosch-Siemens Kundendienstler schrieb:
am 20. Juni 2011 um 20:22:09
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Die Wahrheit
Kalk ist eine Schutzschicht, für jeden Brennstab.Wenn Ihnen ein Hersteller ein Entkalkungsmittel vorschreibt hat es nur ein
Ziel;Einen Heizstab in der Maschine zur Oxydation freizugeben.Das heisst;Heizstab kaputt, neue Maschine.Wer sollte den Heizstab schützen, ausser der Kalkschicht?
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Wasserträger schrieb:
am 20. Juni 2011 um 17:59:18
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Kalk
Das Härteste Wasser gibt es in Berlin, da hat man gleich ein Loch im Bein, wenn mal was überschwappt und auf die Beine fällt.
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Uli schrieb:
am 20. Juni 2011 um 17:49:57
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Kalk
Für die Waschmaschine ist ein Entkalker ne gute Lösung und in der Küche haben wir ein 1,5 l Filterbehälter.Unsere Kaffeemaschine und
Wasserkocher bleiben kalkfrei und das Wasser schmeckt auch viel besser.
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