30.01.2012, 18:22 Uhr | tze
Intimhygiene senkt das Risiko von HPV-Infektionen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Lange galt Gebärmutterhalskrebs als Frauenproblem - dabei können Männer durch tägliche Intimhygiene dazu beitragen, dass weniger Frauen daran erkranken. Denn diese Krebsart wird durch bestimmte Typen von Papillomviren (HPV) ausgelöst, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden.
Humane Papillomviren sind weit verbreitet. Die meisten der rund 100 bekannten HP-Viren sind harmlos. Manche verursachen Warzen im Gesicht und an den Händen, andere befallen die Geschlechtsorgane. Genitalwarzen, auch Feigwarzen genannt, sind kein Grund zur Sorge und lassen sich gut behandeln. Doch zwei Typen des HP-Virus, nämlich HPV 16 und 18, können Gebärmutterhalskrebs und Peniskrebs auslösen. Der Befall mit den beiden Risikoviren führt zwar nur bei fünf bis elf Prozent der Frauen zu Krebsvorstufen, aus denen sich nach einigen Jahren ein Tumor entwickeln kann. Dennoch erkranken in Deutschland pro Jahr rund 5000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und jährlich sterben rund 1700 daran.
Genitale Papillomviren werden durch sexuelle Kontakte - auch über Oral- und Analverkehr - übertragen. Deshalb zählt Gebärmutterhalskrebs im weitesten Sinne zu den Geschlechtskrankheiten, bestätigt der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring. Die Viren befinden sich in Hautzellen und können durch winzige Verletzungen in Haut und Schleimhäute eindringen. Ob man sich auch beim Küssen oder über Blutkontakt anstecken kann, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.
Eine Studie der US-Forscherin Anna Giuliano aus dem Jahr 2011 ergab, dass jeder zweite von 1159 untersuchten Männern mit Papillomviren infiziert war. Eine ähnliche Quote wird für Frauen angenommen. Die krebsauslösenden Typen HPV 16 und 18 waren bei 30 Prozent der Männer nachweisbar. Andere Studien aus den USA und Südafrika belegen, dass sich beschnittene Männer seltener mit Papillomviren infizieren. Das hat einen einfachen Grund: Bei unbeschnittenen Männern können sich hinter der Vorhaut Keime ansammeln. Aber auch gründliche Intimhygiene schützt.
Durch konsequente Intimhygiene können Männer die Verbreitung von Papillomviren eindämmen und somit Frauen vor Gebärmutterhalskrebs schützen. "Männer müssen unbedingt jeden Tag den Penis mit Seife waschen und dabei die Vorhaut zurückziehen. Außerdem ist es nötig, den Penis abzutrocknen, damit hinter der Vorhaut kein Feuchtraum entsteht, in dem sich nicht nur Bakterien sondern auch Viren aufhalten", erklärt Albring. Ebenso müssten Frauen auf die richtige Scheidenhygiene achten, es dabei aber nicht übertreiben: "Seifen und Intimlotionen sind falsch, in die Scheide und zwischen die Schamlippen darf maximal Wasser gelangen", warnt der Gynäkologe. Das gelte auch nach dem Geschlechtsverkehr oder während der Blutung.
Dass man sich über Handtücher mit HP-Viren ansteckt, sei eher unwahrscheinlich, aber theoretisch möglich, wenn infizierter Schleim anhafte, meint Albring. Generell ist es hygienischer, Handtücher nicht gemeinsam zu benutzen.
Mädchen und jungen Frauen, die noch keinen Sexualkontakt hatten, können sich durch die HPV-Impfung vor Gebärmutterhalskrebs schützen. Die Krankenkassen tragen bei zwölf- bis 17-jährigen Mädchen die Kosten. Prinzipiell kann die Impfung auch erwachsene Frauen schützen, die noch nicht mit den krebsauslösenden HP-Viren infiziert sind. Allerdings müssen sie die Impfung aus eigener Tasche zahlen. Die Impfung sei sinnvoll für Frauen mit häufig wechselnden Partnern, rät Albring. Frauen in langjährigen festen Beziehungen hätten dagegen kaum ein Risiko - vorausgesetzt, dass beide Partner treu sind.
"Aus medizinischer Sicht sollten auch Jungen und Männer geimpft werden. Damit könnte man die HP-Viren 16 und 18 komplett vernichten", meint Albring. Dafür hat sich auch Professor Harald zur Hausen ausgesprochen, der für seine Arbeiten über HP-Viren 2008 den Medizin-Nobelpreis erhielt. Mit der Impfung könnten Männer nicht nur ihre Partnerinnen, sondern auch sich selbst vor Krebs in der Genital- und Analregion schützen.
Weitere Informationen zu gynäkologischen Themen finden Sie auch unter www.frauenaerzte-im-netz.de.
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tze
Kuschelkatze schrieb:
am 7. April 2012 um 20:17:24
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Hygiene
Wir duschen zuhause vor dem Kuscheln und nach dem Kuscheln. Schließlich sind wir keine Schweinchen. Außerdem würde man sich sonst
auch gar nicht wohl fühlen. Sich jeden Tag zu duschen ist außerdem das Selbstverständlichste der Welt. Wo sind wir denn.
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Armin schrieb:
am 2. Februar 2012 um 22:14:30
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Hygiene
Wichtig ist, das Smegma unter der Vorhaut zu entfernen. Da die Klitoris das weibliche Gegenstück zum Penis ist, ist es nicht
verwunderlich, dass unter deren Vorhaut sich das gleiche Smegma ansammelt. Leider wissen die meisten Frauen gar nicht, dass ihre Klitoris eine Vorhaut hat.
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Hörnchen schrieb:
am 31. Januar 2012 um 16:04:26
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Intimgygiene
Hörnchen an Ingo: Soweit habe ich gar nicht gedacht. Das kann schon sein. Gibt es dann für Mord mildernde Umstände???
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