08.08.2009, 09:38 Uhr | AP
Hohe Blutfettwerte steigern das Risiko, an Demenz zu erkranken. (Foto: imago)Hohe Cholesterinwerte im mittleren Lebensalter steigern das Risiko für eine spätere Demenz, wie etwa die Alzheimer-Krankheit, deutlich. Selbst leicht erhöhte Konzentrationen der Blutfettwerte verstärken die Gefährdung beträchtlich, wie eine amerikanische Langzeitstudie zeigt.
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Für die Studie maßen Mitarbeiter des US-Gesundheitsfürsorgers Kaiser Permanente in den 60er Jahren die Cholesterinwerte von rund 10.000 Menschen, die damals knapp über 40 Jahre alt waren. Im Lauf der kommenden 40 Jahre wurde bei rund 600 Teilnehmern die Alzheimer-Krankheit oder eine vaskuläre Demenz festgestellt. Diese Art der Demenz wird von einer Durchblutungsstörung im Gehirn ausgelöst. Ein zu Beginn hoher Cholesterinwert ab 240 steigerte das Erkrankungsrisiko um zwei Drittel.
Aber auch leicht erhöhte Konzentrationen zwischen 200 und 239 erhöhten die Gefährdung noch um mehr als die Hälfte, wie die Forscher im Fachblatt "Dementia & Geriatric Cognitive Disorders" schreiben. "Unsere Studie zeigt, dass selbst mäßig erhöhte Cholesterinwerte in den 40er Jahren die Menschen Jahrzehnte später einem erhöhten Risiko für Alzheimer und vaskuläre Demenz aussetzen", sagt die Epidemiologin Rachel Whitmer. "Aber die gute Nachricht, dass das, was gut für das Herz ist, auch dem Gehirn gut tut. Dieser frühe Risikofaktor für Demenz lässt sich beeinflussen, indem man Cholesterin durch eine gesunde Lebensführung senkt."
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