07.02.2011, 16:13 Uhr | tze
Herzinfarkt - Wissen Sie was zu tun ist? (Foto: Imago)
Bei einem Herzinfarkt kommt es auf jede Minute an, um Leben zu retten und schwere Folgeschäden möglichst zu vermeiden. Doch in den kostbaren Minuten würden viele Helfer das Falsche tun, nämlich den Betroffenen hinlegen und die Beine hoch lagern. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Das aber würde den lebensbedrohenden Zustand noch verschlimmern. Richtig ist es, den Oberkörper aufzurichten. Wir erklären, wie Sie bei einem Herzinfarkt in sechs Schritten richtig Erste Hilfe leisten.
Laut der repräsentativen Umfrage weiß fast jeder zweite nicht, was zu tun ist, wenn ein Mensch in seiner Umgebung einen Herzinfarkt erleidet. Es gibt sechs Hilfsmaßnahmen, die jeder kennen sollte. Diese Grafik der Techniker Krankenkasse verdeutlicht, was zu tun ist, bis der Rettungsdienst eintrifft: Als erstes muss der Rettungsdienst über den Notruf 112 alarmiert werden - egal zu welcher Zeit und an welchem Ort. Allzu oft kommt für Infarktpatienten die Hilfe zu spät, weil sie selbst oder Angehörige zögern, nachts und am Wochenende den Rettungsdienst zu rufen. Als nächstes überprüft man Bewusstsein und Atmung des Betroffenen. Bei Kreislaufstillstand muss man sofort mit der Herzdruckmassage beginnen.
Herzinfarkt: Das müssen Sie tun, bis der Notarzt kommt. (Grafik: obs/TK Techniker Krankenkasse)
"Ist der Patient bei Bewusstsein, sollte er bequem und mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden", erklärt die TK-Medizinerin Maria Schwormstedt. Ein Teil des Blutes versacke dann in den Beinen und entlaste den Herz- und Lungenkreislauf. Sie rät, den Betroffenen auf einen Stuhl mit Rückenlehne und Armstützen setzen. Falls dies nicht möglich ist, kann man ihn auf den Boden setzen und an eine Wand anlehnen. Dann lockert man eng anliegende Kleidung, Gürtel und Kragen. Weil der Betroffene in dieser Situation nicht nur Schmerzen, sondern auch oft Todesangst verspürt ist es sehr wichtig, beruhigend mit ihm zu sprechen und ihn von Hektik in der Umgebung abzuschirmen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes - im Durchschnitt nach zehn bis zwölf Minuten - muss der Kreislauf überwacht werden.
Selten kommt ein Herzinfarkt aus heiterem Himmel. Bei rund 70 Prozent der Betroffenen gibt es Frühsymptome. Bei Belastungen wie Treppen steigen oder Einkaufswagen schieben spüren sie einen Schmerz oder Enge im Brustkorb und fühlen sich außerstande, weiterzulaufen. Oft gehen die Beschwerden wieder vorbei oder werden verdrängt. Doch man muss sie unbedingt ernst nehmen und damit zum Arzt gehen.
Charakteristisch für einen akuten Herzinfarkt sind starke Schmerzen, die vom Brustbein ausgehen und in den linken Arm, die Schulter, Oberbauch oder Unterkiefer ausstrahlen. Auch im Ruhezustand weicht das Gefühl von Enge im Brustraum nicht. Die Betroffenen fühlen sich geschwächt, empfinden Angst, sind oft blass und ihnen bricht kalter Schweiß aus. Weniger eindeutig sind die Symptome bei Frauen: Patientinnen berichten seltener von Brustschmerzen, sondern eher von einem allgemeinen Unwohlsein oder Schwächegefühl. Sie fühlen sich plötzlich nicht mehr imstande weiterzugehen oder vom Stuhl aufzustehen. Dann ist es höchste Zeit, die 112 zu wählen.
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tze
Fiete schrieb:
am 12. August 2010 um 17:42:11
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Herzinfarkt
allen Interessierten empfehle das Buch "Skandal Herzinfarkt. Suchbegriff "Schmidsberger" eingeben. Das Buch ist frei
verfügbar.
Da könnt ihr lesen, dass die erste Massnahme "Natron" sein sollte,so lange der
Patient noch Schluckreflexe hat. Auf keinen Fall Digitalis oder blutverdünnende Mittel, wie Marcumar.
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