08.09.2010, 10:29 Uhr | afp
Haare sind ein Spiegel des Stoffwechsels. Ein hoher Cortisolgehalt signalisiert erhöhtes Herzinfarktrisiko. (Foto: Archiv)
Ein drohender Herzinfarkt lässt sich schon Monate vorher in den Haaren erkennen. Genauer gesagt an hohen Anteilen des Stresshormon Cortisol, das sich in den Haaren ablagert. Das haben Forscher der kanadischen University of Western Ontario herausgefunden. Nach Betrachtung von Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen und der Familiengeschichte sei die Haaranalyse "die stärkste Vorhersagemöglichkeit" für Infarkte.
In der Zeitschrift "Stress" berichten die Forscher, dass sich an Haaren ablesen lasse, wenn der Cortisol-Spiegel im Körper über einen längeren Zeitraum erhöht ist. Das Hormon Cortisol wird in Stresssituationen vermehrt ausgeschüttet. Ein anhaltend hohes Stressniveau ist einer der Risikofaktoren bei Herzinfarkten.
"Traditionell wurde Cortisol im Blut, Urin oder Speichel gemessen", erklärten die Studienautoren Stan Van Uum und Gideon Koren. Damit lasse sich aber das Stressniveau nur in den vergangenen Stunden oder bestenfalls Tagen ermitteln. Haare wachsen im Schnitt einen Zentimeter pro Monate. Deshalb könne man mit einem mehrere Zentimeter langen Haar den Cortisolgehalt über eine längere Phase ermitteln.
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Die Forscher werteten für ihre Untersuchung Haarproben von 56 Männern aus, die wegen Herzinfarkten in eine Klinik in Kfar Saba in Israel eingeliefert wurden. Die Proben wurden mit Haaren einer Vergleichsgruppe von 56 Männern verglichen, die wegen anderer Probleme in dem Krankenhaus behandelt wurden. Bei den Herzpatienten fanden die Forscher durchgehend ein höheres Cortisolniveau.
Haare können einiges über die Gesundheit des Menschen verraten. Sie gelten als "Stoffwechselarchiv" des Körpers. In ihrer Hornsubstanz lagern sich natürliche Abbauprodukte des Stoffwechsels, aber auch Schadstoffe an. Mit einer chemischen Haaranalyse lassen sich unter anderem Schwermetalle, Nikotin sowie Substanzen aus Medikamenten und Drogen nachweisen. Deshalb wird diese Methode bereits intensiv in der Umwelt- und Rechtsmedizin sowie in der Naturheilkunde genutzt.
Quelle: AFP
Ada schrieb:
am 14. September 2010 um 11:20:12
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@tztztz
Sozialkunde erste Stunde: zu den drei Säulen der Sozialversicherung gehören Rentenversicherung, Krankenversicherung und
Arbeitslosenversicherung. Du redest von Sozialhilfe - die gehört nicht dazu!
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Pfiffi schrieb:
am 11. September 2010 um 17:48:12
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@dummer Michel
Die Fülle der Haare hat damit nichts zu tun, sondern die ZUSAMMENSETZUNG des einzelnen Haares. Also die Struktur, der Aufbau des Einzelhaares.
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falco schrieb:
am 11. September 2010 um 15:25:52
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an alle die die Kostenfrage stellen
Was ist wohl teurer, die Haaranalyse- und Vorsorgekosten - oder die Krankenhaus-, Behandlungs-,
Medikations- und Rehabilitationskosten welche bei einem Infarkt entstehen? Wer halbwegs intelligent ist kann diese Frage richtig beantworten. Das ist wie beim Hautscreening. Das muß ich selber zahlen, aber die wesentlich teureren Kosten bei der Behandlung eines Hautkrebses trägt die KK komischerweise. Ach ja verdammt, an dem Hautscreening verdienen die Pharmaindustrie und die Krankenhäuser ja nichts.
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