18.11.2011, 09:32 Uhr | dapd/ akl
Frauenherzen sind anders: Ein Herzinfarkt wird oft mit einer Magenverstimmung verwechselt. (Quelle: imago)
Männer- und Frauenherzen sind unterschiedlich. Das macht es oft schwierig, für Patienten die richtige Therapie zu finden und Symptome frühzeitig zu erkennen. So muss ein angeborener Herzfehler bei beiden Geschlechtern unterschiedlich behandelt werden. Und auch der Herzinfarkt äußert sich bei beiden Geschlechtern ganz unterschiedlich.
Die Fallot-Tetralogie, ein angeborener Herzfehler, muss bei Männern und Frauen unterschiedlich behandelt werden: Eine Studie ergab, dass die Therapie bei Frauen oft zu spät einsetzt. Die Krankheit verlaufe bei ihnen anders, sie müssten oft früher ein weiteres Mal operiert werden, erklärte Samir Sarikouch von der Medizinischen Hochschule Hannover, Leiter der Untersuchung. Würden solche Reoperationen zu spät durchgeführt, könne dies zu Herzinsuffizienz oder Herzversagen führen, betonte er.
Die Forscher untersuchten in der prospektiven Studie mehr als 400 Patienten mit Fallot-Tetralogie an 14 Herzzentren in Deutschland und erhoben geschlechtsspezifische Referenzwerte für diesen Herzfehler. Die Daten zeigen, dass bei einer Normierung auf einheitliche Körpermaße Frauenherzen kleiner sind als Männerherzen und dass die körperliche Belastbarkeit der Frauen mit Fallot-Tetralogie deutlich geringer ist als die der Männer.
"Wir haben bei den angeborenen Herzfehlern bisher vernachlässigt, dass Frauenherzen anders behandelt werden müssen als Männerherzen", sagte Sarikouch. Die Richtlinien für die Therapie der Fallot-Tetralogie müssten überarbeitet werden und künftig das Geschlecht berücksichtigen. Die Untersuchung erschien in der aktuellen Ausgabe des Fachblattes "Circulation: Cardiovascular Imaging".
In Deutschland leben rund 15.000 Menschen mit einer Fallot-Tetralogie. Dabei weist das Herz eine Verengung im Ausflusstrakt des rechten Herzens, ein Loch in der Herzscheidewand, eine Verlagerung der Hauptschlagader sowie eine Verdickung der rechten Herzkammer auf. Betroffene Babys kommen mit einem bläulichen Herzton zur Welt und werden deshalb "blue babies" genannt.
Auch bei anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Frauen stärker gefährdet. So sterben mehr Frauen an einem Herzinfarkt als Männer. Viele Ärzte unterschätzen das Risiko - der weibliche Herzinfarkt wird oft nicht erkannt. Das liegt unter anderem daran, dass er sich anders äußert als bei Männern. Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen werden oft als Verdauungsstörung gedeutet - kann bei Frauen aber auf einen Herzinfarkt hindeuten. Auch Schmerzen im Oberbauch und Schwindel können auftreten. Bei einem stummen Herzinfarkt treten bei Frauen überhaupt keine Schmerzen auf. Daher wird er erst viel später in einem EKG festgestellt.
Bei Männern hingegen treten Schmerzen in der Mitte des Brustkorbs auf, die oft in den linken Arm und den Unterkiefer ausstrahlen - oft gefolgt von Atembeschwerden, Bewusstlosigkeit, kaltem Schweiß und einem Engegefühl. Aufgrund dieser Unterschiede bei Männern und Frauen wird der weibliche Herzinfarkt oft zu spät erkannt und behandelt.
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Quelle: dapd
Rentnerin schrieb:
am 18. November 2011 um 21:47:49
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Herzfehler, Herzinfarkt
Vor ca. 2 Wochen war es mir in einem fremden Auto plötzlich sehr schlecht geworden. Ich mußte andauernd würgen,
war sehr blass und der kalte Schweiß lief mir im Gesicht herunter. Nach 1 Woche bin ich wegen einem Rezept zum Arzt u. erzählte ihm mein Erlebnis. Der sagte nur: das kommt von meiner Diabetis, müßte oftgenug essen. Nun habe ich Angst, dass es vieleicht ein Herzinfarkt war, der aber nicht erkannt wurde.
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