20.10.2009, 11:23 Uhr | tze
Ein Arzt untersucht Haut mit einem Auflichtmikroskop. (Foto: dpa)Hautkrebs wird zur Volkskrankheit. Jährlich erkranken daran in Deutschland rund 140.000 Menschen. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser kann er geheilt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen haben vor einem Jahr eine kostenlose Hautkrebsfrüherkennung ins Programm genommen - Standard ist ein Screening alle zwei Jahre für Versicherte ab 35. Aber immer mehr jüngere Menschen bekommen Hautkrebs. Das mag ein Grund dafür sein, dass einige Kassen das Mindestalter herabgesetzt haben oder erweiterte Leistungen zur Hautkrebsvorsorge anbieten. Die Stiftung Warentest hat die Leistungen verschiedener Krankenkassen verglichen.
Für das reguläre Hautkrebs-Screening im Zweijahresturnus muss man keine Praxisgebühr bezahlen. Gesetzlich Krankenversicherte sollten sich bei ihrer Kasse gezielt nach dem Umfang der Hautkrebsvorsorge erkundigen, da die erweiterten Leistungen variieren - bei großen Krankenkassen sogar von Bundesland zu Bundesland. In ihrem Internetportal zeigt die Stiftung Warentest eine Tabelle, die die Hautkrebsvorsorge größten gesetzlichen Krankenkassen sowie Ersatz-, Betriebs-, und Innungskrankenkassen vergleicht. Sehr umfangreiche Leistungen bescheinigt die Stiftung Warentest der IKK Südwest, der Gmünder Ersatzkasse (GEK) - die nun mit der Barmer fusioniert - und der BKK Gesundheit. Sie bieten ihren Versicherten ein jährliches Hautkrebs-Screening - einige ohne Altersbeschränkung, andere ab 12 oder 20 Jahren.
Die AOK - mit rund 24 Millionen Mitgliedern die größte gesetzliche Krankenkasse - bleibt im gesetzlichen Standard der zweijährigen Vorsorge. Dass aber AOK-Versicherte im Rheinland und in Hamburg schon ab 18 ein kostenloses Hautkrebs-Screening bekommen, in Westfalen ab 20 und in anderen Regionen erst ab 35, liegt an den Strukturen des Krankenkassenwesens. Die AOK und andere große Krankenkassen gliedern sich in eigenständige Regionalverbände, die mit der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung ihres Bundeslandes Rahmenverträge über die ärztlichen Leistungen schließen.
Stiftung Warentest Erweiterte Leistungen bei Hautkrebsvorsorge
Das Hautkrebs-Screening nimmt entweder ein entsprechend geschulter Hausarzt oder ein Facharzt vor. Zur Standard-Hautkrebsvorsorge gehört ein Vorgespräch, eine Ganzkörperinspektion der gesamten Haut einschließlich der Kopfhaut sowie eine anschließende Beratung und Aufklärung über persönliche Risikofaktoren. Die Arbeitsgemeinschaft dermatologische Prävention rät, vor der Untersuchung auf Make-up und Nagellack zu verzichten und Körperschmuck abzulegen. Der Arzt muss alle Hautpartien und mögliche Pigmentstörungen betrachten können, da Hautkrebs sich überall bilden kann. Gerade der so genannte weiße Hautkrebs bleibt unter Make-up leicht unentdeckt.
Üblicherweise untersucht der Arzt die Haut mit bloßem Auge unter einer hellen Lampe, was nach Meinung von Experten ausreicht, um verdächtige Veränderungen zu erkennen. Zusätzlich kann der Arzt ein Auflichtmikroskop verwenden, das ihm ermöglicht, Hautstellen mit zehnfacher Vergrößerung unter die Lupe zu nehmen. Aber diese Untersuchung zählt nicht zum gesetzlich vorgeschriebenen Umfang der Hautkrebsvorsorge und muss unter Umständen vom Versicherten aus eigener Tasche bezahlt werden. Daher rät die Stiftung Warentest, dies mit der Krankenkasse und dem Arzt abzuklären. Mittlerweile böten auch einige Krankenkassen wie etwa die GEK und die Knappschaft die Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop als erweiterte Leistung für ihre Versicherten an.
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tze
Anouk schrieb:
am 23. Dezember 2011 um 14:39:29
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Hautkrebs
wie eigenartig,grad jetzt auf den Artikel zu treffen..ich habe auch Hautkrebs,frisch diagnostiziert...blöderweise auch Nase..sieht
bestimmt nach op nicht toll aus..ich weiß auch nicht,was ich fühlen-denken soll,wie es mir damit geht..
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Webranth schrieb:
am 28. September 2011 um 13:13:51
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AOK
Es ist bekannt, dass die AOKs höhere Arzthonorare bezahlen wie z.B. BKKs und teilweise bessere Leistungen bieten. Nicht akzeptabel ist,
dass diese Mehrleistung durch andere gesetzliche KKs subventioniert werden.
Mir, in einer BKK, wurde von meinem Arzt empfohlen in die AOK zu gehen, da diese eine höhere Vergütung (+10€ !!) zahlen würde. Aufgrund der Struktur, ihres Personalstandes und der Vergütung auch ihrer Direktoren sind die AOKs die am unwirtschtlichsten arbeitenden KKs.
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Micki schrieb:
am 13. September 2011 um 16:20:35
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Hautkrebsvorsorg
Ich rate JEDEM zu einer Hautkrebsvorsorgeuntersuchung. Bei wurde im April "weißer Hautkrebs" festgestellt, d.h. ein
bösartiges Muttermal ohne Streuung. Laßt euch untersuchen, auch wenns was kosten. Das sollte einem die Gesundheit echt wert sein.
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