07.04.2011, 15:09 Uhr | dpa
Hautkrebs: Schon im Frühling ist Sonnenschutz wichtig. (Foto: dpa)
Jährlich erkranken in Deutschland rund 240.000 Menschen neu an Hautkrebs - Tendenz steigend. "Wir haben jährlich eine Zunahme von fünf Prozent bei Hautkrebs aller Arten", sagt Professor Eggert Stockfleth, Leiter der Europäischen Hautkrebsstiftung. Trotz der wachsenden Akzeptanz des Hautkrebsscreenings in der Bevölkerung, unterschätzen viele Menschen die Gefahr durch zu viel Sonneneinstrahlung.
Prof. Eggert Stockfleth, "Wir haben durch die dünnere Ozonschicht schon jetzt im April eine Sonnenintensität wie im August", so Stockfleth. Sonnenschutz durch Schatten, Kleidung und ausreichendes Eincremen sei - vor allem für Hellhäutige und Kinder - überaus wichtig. "Die Hälfte von uns wird irgendwann einen hellen Hautkrebs entwickeln", sagte der Mediziner. Diese Form des Hautkrebses ist im Vergleich zum malignem Melanom (Schwarzer Hautkrebs) ungefährlicher, aber inklusive seiner Vorläuferform auch zehnmal häufiger. "Das Melanom ist der bösartigste Krebs überhaupt, den wir beim Menschen kennen, und der helle Hautkrebs ist der häufigste", fasste Stockfleth zusammen. Dennoch gebe es den großen Vorteil, dass beide frühzeitig zu erkennen und auch zu behandeln seien.
Das kostenlose Hautkrebsscreening, das gesetzlich Versicherte ab 35 seit 2008 alle zwei Jahre nutzen können, sei hierzu ein wichtiger Schritt. Rund ein Drittel der Berechtigten, also rund 13 Millionen Menschen, hat es bis 2010 bereits in Anspruch genommen. "Aber das Angebot muss noch bekannter werden", sagte der Hautarzt. Basis der Hautkrebstherapie ist weiterhin die Operation, bei der der Tumor herausgeschnitten wird. Neue Ansätze bewähren sich jedoch beim hellen Hautkrebs, vor allem seiner Vorform, der aktinischen Keratose, bei der die Oberhaut verhornt und verkrustet. "Wir behandeln die gesamte, chronisch lichtgeschädigte Region flächendeckend mit Gel oder Salbe. Das dauerte bislang mehrere Wochen, mit neuen Medikamente jedoch nur noch zwei bis drei Tage", so der Hautarzt.
Sonne sorgt für die Bildung von Vitamin D, verursacht jedoch auch gefährlichen Sonnenbrand. Video: So vermeiden Sie Sonnenbrand
Die Berliner Charité ist zudem zusammen mit rund 30 anderen Unikliniken in Europa Referenzzentrum eines neuen Diagnostikverfahrens: Finden sich verdächtige Veränderungen an der Haut, muss zur Abklärung nicht zwingend geschnitten werden, sondern ein Laserscanner erlaubt einen Blick unter die Hautoberfläche. Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist Vorbeugung das oberste Gebot. "Wir konnten 2010 erstmals in einer Studie nachweisen, dass ausreichendes Eincremen nicht nur vor hellem Hautkrebs, sondern auch vor dem schwarzen Hautkrebs schützt", sagte Claas Ulrich (Charité). Allerdings liege hier auch das Problem: Eine Eincremestudie bestätigte, dass durchschnittlich nur ein Viertel der benötigten Creme aufgetragen wird. Besonders häufig wurden hoch schützende Sonnencremes unterdosiert. "Dadurch war der Schutz oft noch geringer als bei denjenigen, die Cremes mit niedrigerem Lichtschutzfaktor aufgetragen hatten", sagte Ulrich.
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dpa
ruebue schrieb:
am 7. April 2011 um 19:40:58
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oh weh
oh weh, wenn ich so was lese bekomme ich solche angst ... ich verstecke mich jetzt im keller und komme nie mehr raus.
mir sind diese
sogenannten experten ein greul, ich frage mich ehrlich ob die sonne schuld ist ??? vielleicht sind es ja auch diese sonnencrems die jetzt mehr verkauft werden. ich denke ein gesunde, nicht von crems, duschgels und seifen zerstörte haut kommt gut mit der sonne klar wenn man nicht 12 std. am tag in der prallen sonne liegt.
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jaja schrieb:
am 7. April 2011 um 19:33:27
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sterben
wir müssen alle irgendwann sterben. Die einen früher, die anderen später.
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sonne schrieb:
am 7. April 2011 um 19:10:25
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zuviel sonne
experte? wieviele gibts denn davon noch
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