14.09.2011, 13:10 Uhr | ema
Der Halloween-Kürbis war ursprünglich eine Rübe. (Foto: Archiv)
Halloween 2011 steht vor der Tür. Am 31. Oktober, dem Abend vor Allerheiligen tummeln sich wieder Vampire, Monster und Gespenster auf den Straßen und fordern "Süßes oder Saures". Der aus den USA importierte Brauch findet auch hierzulande immer mehr Anhänger bei Groß und Klein. Wir erklären, was es mit den gruseligen Gestalten und Kürbisköpfen auf sich hat und was an Halloween eigentlich gefeiert wird.
Anders als viele annehmen, ist Halloween kein rein amerikanischer Brauch. Das ursprüngliche Fest, auf das Halloween zurückgeht, ist das keltische 'Samhain': Schon im im 5. Jahrhundert v. Chr. verabschiedeten sich die Kelten in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November mit großen Feuern vom Sommer und begrüßten gleichzeitig den Winter. Sie bedankten sich bei ihrem Sonnengott Samhain für die Ernte, die sie in der warmen Jahreszeit eingebracht hatten und gedachten an diesem Tag auch der Seelen der Verstorbenen.
Der Sage nach trifft in dieser Nacht die Welt der Toten mit der Welt der Lebenden zusammen. Die Kelten glaubten daran, dass die Toten dann als Geister auf die Erde kommen um von den Seelen der Lebenden Besitz zu ergreifen und somit ein Leben nach dem Tod führen zu können. Um von den Geistern nicht erkannt zu werden beziehungsweise um sie fernzuhalten, verkleideten sich die Menschen in dieser Nacht möglichst schrecklich und zogen lautstark durch die Gegend.
Ungefähr 800 n. Chr. versuchte die katholische Kirche das heidnische Fest durch ein christliches zu ersetzen. Papst Bonifatius IV. ernannte den 1. November zum Feiertag "Allerheiligen" um der christlichen Heiligen und Märtyrer zu gedenken. Aus dem Samhain- Fest wurde im Laufe der Zeit "All Hallows Evening" oder abgekürzt "Hallows’ E’en", das Fest am Abend vor Allerheiligen. Heute sagen wir Halloween dazu. Die ersten Einwanderer aus Irland brachten den Halloween-Brauch in die USA, wo er seither ausschweifend gefeiert wird. Heute ist Halloween neben Weihnachten und dem Thanksgiving-Fest eine der wichtigsten Feiern in den USA.
Der wohl bekannteste Brauch in Nordamerika ist das sogenannte "trick or treat" ("Streich oder Leckerbissen"). Die Kinder ziehen verkleidet als Geister, Hexen oder Zombies von Haus zu Haus und fordern die Bewohner mit dem Ausspruch "trick or treat" auf, ihnen Süßigkeiten zu geben, andernfalls würden ihnen Streiche gespielt. Auch hierzulande hört man immer häufiger den Ausspruch "Süßes oder Saures", wenn Kinder am 31.Oktober um die Häuser ziehen. Der Ursprung des "trick or treat" geht wahrscheinlich auf die ersten Umzüge zu Allerseelen in England zurück. Am 2. November zog der arme Teil der Bevölkerung von Haus zu Haus und erbat Nahrung oder gewisse "soul-cakes", zu Deutsch "Seelenkuchen", eine Art Brot mit Johannisbeeren. Im Gegenzug versprachen die Bettler, für die Verstorbenen der Familien zu beten
Der Brauch, zu Halloween beleuchtete Kürbisse aufzustellen, hat seinen Ursprung in einer irischen Sage. Die irische Sagengestalt Jack O' Lantern war ein so übler Bösewicht, dass sogar der Teufel es ablehnte, ihn als Toten in die Hölle zu lassen. Sattdessen gab er ihm ein glühendes Stück Kohle in die Hand, damit Jack durch die dunkle Welt wandern konnte. Weil ihn die Kohle in der Hand sehr schmerzte, legte Jack O' Lantern sie in eine ausgehöhlte Rübe. Der beleuchtete Kürbis war also ursprünglich eine beleuchtete Rübe, mit der böse Geister abgeschreckt werden sollten. In den USA sind allerdings Kürbisse in weitaus größeren Mengen vorhanden als Rüben, also höhlte man dort stattdessen Kürbisse aus und schnitt Fratzen hinein, um diesen Brauch zu zelebrieren.
ema
Dieter schrieb:
am 22. September 2011 um 00:10:20
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Halloween
Geht der Spuk auch schon wieder los?! Bestimmte Gruppen reiben sich schon die Hände ob ihres zu erwartenden Reibachs. Halloween
ist genauso eine Abzocke in einer Sauren-Gurken-Zeit wie Valentinstag und Muttertag.
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