11.05.2010, 11:30 Uhr | apn
Giftexperten schlagen Alarm: Die Zahl der lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Vergiftung durch unvorsichtiges Grillen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. So wurden in den letzten neun Jahren 60 Kohlenmonoxid-Unfälle mit insgesamt 146 Betroffenen registriert. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung mehrerer deutschsprachiger Giftinformationszentren. Zehn Menschen starben an dem eingeatmeten Gift, 17 Patienten schwebten zeitweilig in Lebensgefahr. Die meisten Vergiftungen sind Folge des Grillens mit Holzkohle in Räumen. Experten warnen ausdrücklich davor, Holzkohle-Tischgrills in der Wohnung zu benutzen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt besonders vor holzkohlebeheizten Tischgrills in Innenräumen: Beim Grillen können die Verbrennungsgase nicht direkt über Kaminsysteme abgeleitet werden, verbreiten sich unbemerkt im Raum und können schwere Vergiftungen auslösen - auch bei geöffneten Türen und Fenstern. Fernsehwerbespots mit Grillparties im Wohnzimmer verharmlosen diese Gefahr. Einige Familien hätten diese Werbung bereits missverstanden, mutmaßt das BfR. So mussten mindestens drei Kinder und deren Eltern wegen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus. Deswegen bezeichnet der Erfurter Giftexperte Helmut Hentschel diese Geräte als "grenzwertig kriminell". Der Magdeburger Rechtsmediziner Reinhard Szibor obduzierte innerhalb eines Jahres acht Kohlenmonoxid-Opfer und plädiert dafür, alle Geräte zum Grillen mit deutlichen Warnhinweisen zu versehen.
Zu den meisten Kohlenmonoxid-Vergiftungen kommt es beim leichtsinnigen Grillen mit Holzkohle. "In einigen Fällen wurde das Grillvergnügen wegen schlechten Wetters auf den verglasten Balkon oder in die Garage verlegt", weiß Hentschel. "Andere Betroffene wollten den noch glühenden Grill als zusätzliche Wärmequelle im Zimmer oder in der Gartenlaube nutzen." Was viele Grillfans nicht wissen: Damit setzen sie ihr Leben aufs Spiel.
Kohlenmonoxid entsteht, wenn kohlenstoffhaltiges Material wie Holzkohle nicht vollständig verbrennt. Bei mangelhafter Luftzufuhr, zum Beispiel in geschlossenen Räumen, ist der Anteil der unvollständig verbrannten Kohle besonders hoch und es besteht ein großes Vergiftungsrisiko. Das Problem: Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos, der Betroffene ahnt nichts von der tödlichen Gefahr. Nach dem Einatmen wird es schnell über die Lunge aufgenommen. Kohlenmonoxid ist ein Blutgift und bindet sich an den Farbstoff der roten Blutkörperchen. Die Folge: Der Sauerstofftransport ist blockiert.
Wie schnell Kohlenmonoxid durch das Verbrennen der Holzkohle in Innenräumen entsteht, zeigen Experimente des Instituts der Feuerwehr Sachsen-Anhalt. Die Wissenschaftler stellten einen glühenden Grill in einen Container von der Größe eines Gartenhauses oder eines Wintergartens. Das Fazit: Glimmende Holzkohle und Grillbriketts verwandelten den Raum bereits innerhalb von 30 Minuten in eine Todesfalle. Anfang vergangenen Jahres war ein Päarchen so ums Leben gekommen. Zwei Gäste einer Grillparty konnten gerade noch gerettet werden, erlitten aber schwere Hirnschädigungen.
Die typisches Alarmsignale einer Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Sehstörungen, Erbrechen, Kurzatmigkeit und Muskelschwäche. Bei mittelschweren bis schweren Vergiftungen ist die Haut hellrot gefärbt. Anfangs treten Erregungszustände auf, später kommt es zu Bewusstseinstrübungen bis zum tiefen Koma, Krampfanfällen, Herzrhythmusstörungen bis zum Kollaps. Dass die hellrote Hautfarbe von einer Vergiftungen kommt, wird allerdings oft nicht erkannt. Deshalb gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer nicht erkannter Kohlenmonoxid-Vergiftungen hoch ist. Wichtig ist, dass die Erkrankung schnell behandelt wird, sonst drohen Langzeitschäden.
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Quelle: dapd
Ka schrieb:
am 12. Mai 2010 um 13:52:54
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Grillen
In den USA rechnet man mit der Bödheit der Leute. Wenn nicht darauf hin gewiesen wird, dass man sich mit den Kaffe, den man gerade
erworben hat,verbrühen möglich ist , kann man Schadenersatzforderungen stellen.Davon lebt ein Heer von Advokaten. Wenn den Menschen im Fernsehen gezeigt wird, dass sie im Wohnzimmer grllen dürfen, so tun sie es. Noch akzeptieren die deutschen Gerichte die schleichend Verblödung der Deutschen nicht, fragt sich nur wie lange noch.
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Hermes schrieb:
am 12. Mai 2010 um 13:45:06
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Ich bin Experte -Ahnung
Experte sind Sie bestenfalls im "Zynismus".Ahnung haben Sie auch keine.Zum Thema Sommerloch,heute. gerade vor dem
"Vatertag",ist davor zu warnen.Denn Morgen wird mit Sicherheit,vielerorts gegrillt.Da das Wetter nicht so prall ist,werden viele wieder auf Garagen,oder Balkone ausweichen.Also,VORSICHT. MfG
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Andy schrieb:
am 12. Mai 2010 um 13:43:18
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Grillen
Hallo? Wie blöd muß der jenige eigentlich sein der mit Holzkohle in der Wohnung grillt.Da gibt es nichts weiter zu sagen als,selbst
schuld wer so doof ist.
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