
27.07.2011, 12:49 Uhr | Linda Freutel
Mit Hühnchen und Pute figurbewusst grillen. (Foto: imago)
Grillen bedeutet Genuss und ist nichts für die schlanke Linie - genau diesem Irrglauben unterliegen die Meisten. Dabei eignet sich ein geselliges Grillessen besonders gut, um auf die Figur zu achten. Vorausgesetzt man weiß, welches Grillgut nicht gleich auf den Hüften landet.
Laut den Verfechtern der so genannten Low-Carb-Theorie kann man sich schlank grillen. Ihrer Meinung nach, muss man zum Abnehmen nicht auf Kalorien, sondern auf Kohlenhydrate verzichten. Als Argument nennen sie das Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin. Es hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel zu senken. Der Körper schüttet Insulin aus, wenn ihm Kohlenhydrate - besonders die leichtverdaulichen wie Stärke und Zucker - zugeführt werden. Und das verhindert den Abbau der Fettreserven. Grillfleisch, Käse und Milchprodukte dagegen sind nach der Low-Carb-Theorie schmackhafte Schlankmacher.
Eine kleine Einschränkung gibt es dennoch. Nach der Low-Carb-Theorie ist Fleisch nicht generell gut für die Figur. Vornehmlich weißes Fleisch wie beispielsweise Huhn und Pute gelten als gesundes Grillgut. Auch gegen magere Steaks und Filets ist nichts einzuwenden. Abzuraten ist dagegen vor offensichtlichen Fettfallen wie Schweinebauch oder Schweinenacken. Auch Würstchen und Frikadellen haben viel Fett.
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Fische sind gesund. Die im Fisch enthaltenen Fettsäuren machen schlank und sogar schlau. Besonders weißer Fisch ist reich an den wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Diese sind für die Hirnleistung wichtig und unterstützen zudem den Fettstoffwechsel. Abgesehen davon schmeckt Fisch besonders an heißen Tagen leicht und abwechslungsreich. Rezept-Tipp: Würzen Sie den Fisch mit Kräutern, Zitrone, ein paar Spritzern Weißwein und Knoblauch. Wickeln Sie ihn in Alufolie und legen Sie das Ganze auf den Grill.
Man sieht es ihnen nicht an, aber sie haben es in sich. Gekaufte Soßen enthalten versteckte Fette und Zucker. An der Spitze der Sünden steht übrigens Ketchup – er ist enorm zuckerhaltig. Figurbewusste machen ihre Soßen lieber selbst. Auf der Basis von Joghurt lassen sich schmackhafte, fettarme und eiweißreiche Dips und vielfältige Soßen kreieren. Mischen Sie den Joghurt mit Knoblauch, Kräutern, Curry, Zitrone, Tomaten, Senf oder was Ihnen sonst noch in den Sinn kommt.
Der einzige Haken an der Grill-Diät: Die meisten Beilagen sind extrem kohlenhydrathaltig und daher tabu. Der Figur zu Liebe sollte man vor allem von Brot, Kartoffeln und Nudeln die Finger lassen. Erlaubt sind frische, grüne Salate und Gemüse - was auch gegrillt sehr lecker schmeckt.
Desserts enthalten von Natur aus viel Zucker und Fett. Ganz ohne Abschluss verliert jedoch jedes Grillfest seine Geselligkeit. Machen Sie den Nachtisch einfach selbst: Joghurtcremes und andere Variationen mit saisonalen Früchten schmecken lecker und sind frei von bösen Fettfallen. Auch selbst gemachtes Wassereis ist eine vergleichsweise kleine Figursünde und damit gut vertretbar. Hierfür den Fruchtsaft ins Eisfach geben. Geeignete Förmchen gibt es zu kaufen. Und abgesehen davon: Hin und wieder darf man auch sündigen. Beim Grillen geht es schließlich immer noch um Genuss!
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Linda Freutel
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