03.01.2010, 16:03 Uhr | jlu
Bei klirrender Kälte drohen Erfierungen. (Foto: imago)Die Kälte in Deutschland macht vielen Menschen zu schaffen. Kalte Füße, rote Nase und leichtes Frösteln sind dieser Tage für fast jeden ständige Begleiterscheinungen. Auch für Haut und Atemwege stellt die kalte und trockene Luft eine extreme Belastung dar. Dabei sind das noch die harmloseren Kälte-Folgen. Im schlimmsten Fall führen bereits Temperaturen um Null Grad zu Erfrierungen. Dicke Socken, Handschuhe oder fetthaltige Cremes sind wichtige Helfer in Sachen Kälteabwehr. Doch es gibt noch mehr. Wir haben die besten Tipps zum Schutz vor der Kälte zusammengestellt.
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Die Minusgrade im Winter machen besonders der Haut zu schaffen. Vor allem im Gesicht ist sie schutzlos der Kälte ausgesetzt. Denn durch die geringe Luftfeuchtigkeit kann die Haut nicht ausreichend mit Fett versorgt werden und trocknet aus. Damit keine Risse entstehen oder die Haut nicht anfängt zu jucken, sollten Sie fetthaltige Cremes mit Vitamin E und Aloe Vera auftragen. So wird die natürliche Schutzfunktion wiederhergestellt. Pflegend wirken auch Produkte mit Jojoba- und Nussölen. Die Faustregel: Je trockener die Haut, desto fettreicher die Creme.
Auch raue Hände und Lippen sind im Winter ein Dauerzustand. Die Lippen trocknen besonders schnell aus, da sie kaum eine eigene schützende Fettschicht besitzen. Wichtig ist es, spröde Lippen nicht mit der Zunge anzufeuchten: Sie werden sonst noch trockener. Die Lippen am besten mit einem Fettstift oder Lippenbalsam eincremen. Alternativ helfen Vaseline oder Melkfett. Beim Händewaschen schonen seifenfreie Pflegeprodukte die Haut. Außerdem sollten Sie regelmäßig zu feuchtigkeitspendender Handcreme greifen. Rissige Hände werden wieder weich, wenn man sie abends mit einer Fettcreme einreibt, Baumwoll-Handschuhe darüber zieht und über Nacht einwirken lässt.
Wer bei Minusgraden nicht frieren will, sollte sich außerdem warm anziehen. Bestens geeignet ist dafür Kleidung aus Wolle, Kaschmir oder modernem High-Tech-Gewebe. Um sich schnell der Außentemperatur anzupassen, hilft es, sich nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden: Mehrere Schichten übereinander tragen. Vergessen Sie nicht, eine Mütze aufzusetzen, da ein Großteil der Körperwärme über den Kopf verloren geht. Wichtig ist zudem, Hände und Füße mit Pulswärmern, Handschuhen und dicken Socken warm zu halten. Bei den Schuhen ist Vorsicht geboten. Schnüren Sie Ihre Winterstiefel nicht zu fest, sonst kann sich im Schuh kein wärmendes Luftpolster bilden.
Frösteln ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu Erfrierungen führen. Denn bei Kälte verengen sich die Blutgefäße, es wird weniger Blut transportiert und weniger Wärme abgegeben. Im schlimmsten Fall kann sogar Gewebe absterben. Besonders betroffen: Nase, Finger, Zehen und Ohren. Bei einer leichten Erfrierung ist der betroffene Bereich blass und gefühllos. Wärmt sich der Körper auf, entsteht eine juckende Rötung. Bei schweren Erfrierungen bilden sich zusätzlich Blasen. Dann sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen. Erfrorene Körperstellen sollten mit lauwarmem Wasser langsam aufgewärmt werden.
Beim Kampf gegen die Kälte spielt auch die richtige Ernährung eine Rolle. Um den niedrigen Temperaturen zu trotzen, sollten Sie warme Speisen wie Suppen oder Eintöpfe essen, und diese mit Chili, Ingwer, oder Zimt würzen. Denn scharfe Gewürze regen die Durchblutung an, und der Körper heizt von Innen auf. Wer sein Immunsystem stärken will, sollte viel frisches Obst und Gemüse essen. Die darin enthaltenen Vitamine und andere Nährstoffe halten die Körperabwehr fit. Auf alkoholische Getränke sollte man zum Aufwärmen verzichten. Sie sorgen zwar für eine bessere Durchblutung, wodurch aber die Wärme schneller wieder an die Umgebung abgeben wird. Greifen Sie also lieber zu Kaffe, Tee oder Kakao.
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