12.04.2008, 10:26 Uhr | ali/dpa
Viel Regen begünstigt die Mückenpopulation. (Foto: dpa)In lauen Sommernächten schlagen sie zu – Mücken. Die kleinen Plagegeister tauchen immer dann auf, wenn das Wetter besser wird. Sie stören die Abende am See oder die lang ersehnte Gartenparty. Nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung entscheidet das Wetter der nächsten Wochen darüber, ob es im Sommer eine Mücken-, Zecken- oder Schneckenplage gibt.
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Die Fröste der vergangenen Tage hätten entgegen der verbreiteten Meinung keinen Einfluss auf das Überleben der Insekten. "Das ist ein Irrglaube", sagt Prof. Josef H. Reichholf, Botschafter der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. "Die Wintertemperaturen haben für die Zahl der Mücken und Schnecken überhaupt keine Bedeutung. Bei Zecken führen warme Winter sogar eher dazu, dass ihre Zahl sinkt." Denn Schnee und Frost schützen die Zecken in der Phase ihrer Kältestarre. In warmen und feuchten Wintern könnten Zecken dagegen von Pilzen geschädigt werden.
Ob Grillfans sich kommenden Sommer auf Terrassen und Balkons dem Ansturm von blutsaugenden Mücken erwehren müssen, liegt nach Reichholfs Angaben nicht am kalten oder warmen Winter, sondern am Wetter im Frühjahr und Frühsommer. Wenn es sehr trocken ist, wie im März und im April 2007, gibt es kaum Stechmücken. "Nicht der warme Winter, sondern der viele Regen in den letzten Wochen kann die Mückenbestände im Sommer vergrößern", erklärt Reichholf. Die kurzen Frostperioden könnten den Beständen nichts mehr anhaben. Auch den ungeliebten Nacktschnecken sei Frost egal. Ihr Gedeihen hänge allein von der Frühsommer- und Sommerfeuchtigkeit ab.
Warum werden einige Menschen ständig gestochen und andere bekommen nicht einen einzigen Stich? Der Volksmund vermutet dahinter zu süßes Blut, auf das die Mücken angeblich wie verrückt fliegen. Am Blut liegt es zwar schon. Aber eher an den Substanzen, die über den Schweiß abgegeben werden. Lockstoffe wie Aminosäuren, Milch- und Buttersäure ziehen die blutsaugenden Insekten an. Aber nicht nur der Duft, sondern auch die Hauttemperatur spielt eine große Rolle. Menschen, die von Natur aus eine um ein paar zehntel Grad kühlere Haut haben als andere, bleiben von den lästigen Stechmücken eher verschont. Zusätzlich beeinflussen Luftfeuchtigkeit, Außentemperatur sowie Farbe der Umgebung und Helligkeit die Mückenattacken.
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Quelle: t-online.de
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