21.07.2011, 09:37 Uhr | ag
Mit einer dosierten Wässerung bereiten Sie Ihre Pflanzen auf die Urlaubszeit vor. (Foto: imago)
Nicht jeder hat einen Nachbarn, der während des Urlaubs die Blumen gießt. Dennoch sollen die Pflanzen auf Fensterbank, Terrasse und im Garten nicht verdorren, bis ihr Besitzer zurück ist. Wir verraten Ihnen ein paar einfache und wirksame Tricks, mit denen Sie Ihre grüne Oase auch ohne fremde Hilfe über die Ferienzeit retten: Zehn Urlaubsstrategien für Balkon- und Gartenpflanzen.
Düngen Sie die Pflanzen nicht direkt vor dem Urlaub. Düngen kurbelt den "Kreislauf" an, die Pflanzen benötigen dann mehr Wasser. Bekommen sie das nicht, reichern sich zudem Düngesalze in den Blättern an. Es besteht die Gefahr, dass die Pflanze verbrennt. Ein wirksamer Trick ist es auch, die Pflanzen schon Tage vor Urlaubsbeginn etwas weniger zu wässern und sie somit "auf Diät" zu setzen. So gewöhnen sie sich an die reduzierte Versorgung und sind widerstandsfähiger gegen Trockenheit.
Vor Ihrer Abreise sollten Sie den Rasen nicht übertrieben kurz mähen. Wählen Sie die gleiche Schnitthöhe wie sonst auch. Ideal sind vier bis fünf Zentimeter. Mähen Sie den Rasen aber unmittelbar vor der Abfahrt noch einmal, auch wenn dieser Schnitt nur kurz hinter dem letzten Schnitt liegt. So verhindern Sie, dass Ihr Rasen mit zu viel "Vorsprung" in die Ferienzeit startet. Nach Ihrer Rückkehr kann es sein, dass der Rasen trotzdem sehr lang ist. Kürzen Sie ihn in mehreren Mähschnitten, Woche für Woche, wieder auf das Idealmaß zurück. Durch einen radikalen Rückschnitt, etwa von 15 auf 5 Zentimeter, können hässliche Kahlstellen entstehen.
Tipps und Tricks: Baumschneiden gehört zu den Hauptaufgaben eines Hobbygärtners. Aber die richtige Pflege will gelernt sein. zum Video
Kübelpflanzen sollten auf Balkon oder Terrasse zusammengerückt stehen, wo vorrangig Schatten herrscht. Als Schattenspender lassen sich auch Sträucher, Sonnensegel oder Pavillons nutzen. Topfpflanzen können Sie auch mit dem Topf zusammen in ein Beet eingraben. So werden Sie in Ihrer Abwesenheit von der normalen Bodenfeuchtigkeit mitversorgt. Bewährt hat sich das Einlegen von Wasserspeichermatten bereits beim Eintopfen. Kleinere Töpfe noch einmal in Wasser tauchen, bis keine Luftblasen aufsteigen.
Vor Ihrer Abreise sollten Sie die Beete noch einmal durchgehen und Verblühtes und Beschädigtes entfernen. Auch ein Rückschnitt der Pflanzen kann sinnvoll sein. Dann nämlich brauchen die Pflanzen weniger Wasser und treiben nach ein paar Tagen wieder neu aus. Nach Ihrem Urlaub erwartet Sie dann frisches Grün. Was Obst und Gemüse angeht, sollten Sie, bevor Sie wegfahren, alle reifen Früchte ernten. Nach Ihrer Rückkehr sollten Sie dann alle Faulfrüchte so schnell wie möglich entfernen und zwischen den Reihen Unkraut jäten.
Um Pflanzen vor dem Verdursten zu retten, kann man sie auch in die Badewanne stellen und in diese rund fünf bis sechs Zentimeter hoch Wasser einlaufen lassen. Sie können sich so tagelang selbst mit Wasser versorgen. Probieren Sie aber vorher aus, ob der Abflussstopfen das Wasser längere Zeit halten kann. Denken Sie auch daran, dass Pflanzen Licht brauchen. Gibt es in Ihrem Bad kein Fenster, dann lassen Sie die Badezimmertür offen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Nicht alle Pflanzen vertragen es, zu lange im Wasser zu stehen.
Sind ihre Pflanzen zu groß um sie umher zu schleppen oder haben Sie am Ende gar keine Badewanne, können Sie die Töpfe auch mit Hilfe von Flaschen automatisch bewässern. Dazu füllen Sie eine Flasche mit Wasser auf und stecken Sie sie mit der Öffnung nach unten in den Blumentopf. Das Wasser geht nun allmählich in die Erde über und versorgt die Pflanze über längere Zeit mit Feuchtigkeit. Ist es eine besonders große oder durstige Pflanze, können Sie auch mehrere Flaschen in den Topf stecken. Probieren Sie das System am besten schon vor dem Urlaub aus, um heraus zu finden wie lange eine Flasche hält. Wer auf der sichereren Seite sein will und etwas Geld investieren möchte, kann auch auf professionelle Bewässerungssysteme aus dem Gartencenter oder Baumarkt zurückgreifen.
ag
Gartenfreund schrieb:
am 21. Juli 2011 um 10:26:48
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einfaches Bewässerungssystem
Es gibt ein ganz einfaches Bewässerungssystem zum Nulltarif: neben den Blumentopf eine Flasche voll Wasser,
darin bis zum Boden einen Baumwollfaden (Strickgarn), Faden vorher anfeuchten, das andere Ende in die Erde des Blumetopfs stecken, fertig. Durch die Kapillarwirkung saugt sich die Erde das Wasser an, wenn sie trocken wird und die Pflanze wird bewässert. Funktioniert 100%ig, mache ich immer so, mittlerer Topf, Bierflasche reicht für drei Wochen.
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