21.05.2010, 11:17 Uhr | dpa
Lidl wehrt sich gegen die Vorwürfe von Foodwatch. (Foto: dpa)
Die Verbraucherorganisation Foodwatch stellt Strafanzeige gegen den Lebensmittel-Discounter Lidl, die österreichische Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium. Es geht um den Verdacht der fahrlässigen Tötung und der Körperverletzung mit Todesfolge. Drei Menschen waren gestorben, nachdem sie Käse gegessen hatten, der mit mit Listerien verseucht war. Der Käse der Firma Prolactal wurde bei Lidl verkauft. Foodwatch kritisiert unter anderem, das Stuttgarter Ministerium habe zu spät über die akute Gesundheitsgefahr durch den verseuchten Käse gewarnt.
Das Stuttgarter Verbraucherschutzministerium wies die Vorwürfe am Freitag als unbegründet zurück. Die Behörde habe unmittelbar nach Vorliegen entsprechender Warnhinweise die Firma Lidl und die Öffentlichkeit über die Gefahr informiert, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag. Nach Angaben der Bundesregierung können drei Todesfälle in Deutschland mit dem Käse in Verbindung gebracht werden.
Die Verbraucherschützer sehen einen Zusammenhang zwischen dem Tod eines Mannes in Hessen und dem Käse, den er trotz der ersten Warnung von Lidl gegessen haben soll. Foodwatch kritisiert, Lidl habe zu spät vor akuter Gesundheitsgefahr gewarnt, und die Stuttgarter Behörde habe nicht von sich aus informiert. "Die Frage steht im Raum, ob dieser Todesfall mit einer frühzeitigen und unmissverständlichen Verzehrswarnung hätte verhindert werden können", sagte der Vize-Geschäftsführer von Foodwatch, Matthias Wolfschmidt. Bei den Bakterien handelt es sich um Listerien, die beim Menschen schwere Infektionen auslösen können.
Der zweitgrößte deutsche Discounter Lidl hatte am 23. Januar den Harzer Käse der österreichischen Firma Prolactal zurückgerufen und den Rückruf im Februar mit deutlicherer Formulierung erneuert. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn ermittelt gegen Lidl und prüft einen Verstoß gegen das Lebensmittel-und Futtermittelgesetzbuch, in dem auch die Information der Öffentlichkeit geregelt ist.
Der Discounter hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, bereits im Januar unmissverständlich und mit Hinweis auf Lebensgefahr vor dem Verzehr des Käses gewarnt zu haben. Nach Ansicht der Bundesregierung war die Information durch Lidl ausreichend. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor.
Die Bakterien sind in der Umwelt weit verbreitet. Sie werden normalerweise durch Pasteurisierung vernichtet, können sich aber vermehren, wenn befallene Lebensmittel eingefroren werden. Die Listeriose kann bei Kranken, Geschwächten, Schwangeren oder Neugeborenen lebensbedrohlich werden.
dpa
Peter schrieb:
am 21. Mai 2010 um 14:32:43
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an Harry
Harry, ich kaufe auch nicht bei Aldi/Lidl. Abewr das Vorgefallene kann Dir auch bei anderen Anbietern passieren.
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Franz schrieb:
am 21. Mai 2010 um 14:15:18
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Geiz ist Geil und die Folgen
Ja,ja..., das jammernde Volk verlangt immer nach billig, billig und noch mehr billig. Wann begreift es endlich,
daß am Ende nur die Qualität darunter leiden kann. Meine Gesundheit ist mir da wichtiger und für Lebensmittel zahle ich gerne mehr. Ich kaufe nicht bei Billigheimer & Co. Nur Markenqualität kommt bei mir auf den Tisch. Lidl ist übrigens nicht alleine der Sündenbock. Kaufte mir vor einigen Tagen eine Tiefkühlpizza. Hergestellt 09/08 und Verfallsdat. 09/09.Hab´s Rechtzeitig bemerkt ;-)
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biene schrieb:
am 21. Mai 2010 um 13:42:39
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nicht immer an lidl alles abwälzen
und wieder soll lidl schuld sein.der discounter kann doch nichts dafür,wenn solche sachen auftreten.ich
kann es echt nicht verstehen,warum man immer auf lidl rum hackt.an erster stelle muß man erst mal bei der firma anfangen,wo der käse produziert wird,dann an den stellen,wo die kontrolle statt findet,bevor der käse überhaupt in dem handel kommt.da kann man lidl kein vorwurf machen.die haben rechtzeitig reagiert,nachdem sie informiert wurden.
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